BMW rüstet sich für die Saison 2026 im globalen Langstrecken-Sport. Der Autobauer aus München hat an diesem Dienstag erste Bilder eines größeren Aerodynamik-Updates für den BMW M Hybrid V8 der Öffentlichkeit präsentiert. Der überarbeitete LMDh-Prototyp kommt 2026 weiterhin in der Langstrecken-WM (WEC) sowie in der US-amerikanischen Sportwagenmeisterschaft IMSA zum Einsatz - vorbehaltlich der noch ausstehenden Homologation.

Die Aero-Änderungen am BMW sind optisch eindeutig erkennbar: Im Mittelpunkt steht eine neugestaltete Frontpartie inklusive einer deutlich verkleinerten Niere, dem serienmäßigen Erkennungszeichen der Münchner, die in den vergangenen Jahren immer größere Ausmaße genommen hat. In Kombination mit einem neuen Frontsplitter hoffen die Ingenieure auf eine verbesserte Kühlung und mehr Konstanz auf allen Streckenlayouts.

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BMW präsentiert Aero-Paket für WEC und IMSA 2026

Gut für Motorsport-Fans und Kommentatoren bei Nachtrennen wie den 24 Stunden von Le Mans: Die Konturbeleuchtung der Nieren per LED bleibt auch in Zukunft erhalten. Neue Scheinwerfer komplettieren das Aero-Paket. Die Ankündigung ist frühzeitig erfolgt, weil in der WEC und IMSA derartige Updates nicht mehr während einer laufenden Saison eingeführt werden dürfen.

Zu Performance-Updates bei den heutigen Prototypen muss man wissen: Um die Entwicklungskosten im Zaum zu halten, darf jeder Hersteller fünf Performance-Joker bis 2027 nutzen, um sein Auto in Teilen zu verbessern. BMW brachte in diesem Winter bereits ein Bremsen-Update, Porsche nutzte zwei Joker zur Stabilisierung des Fahrwerks und für Aero-Updates im Heckbereich. Es wird erwartet, dass weitere Hersteller nachziehen und Neuerungen für die kommende Saison entwickeln - was die Erstellung der Balance of Performance noch kniffliger gestalten wird...

BMW M Hybrid für 2026 bei Testfahrten
BMW M Hybrid V8 für 2026: So sieht die neue Niere aus, Foto: BMW M Motorsport

BMW M Hybrid für 2026: Schon bald erster öffentlicher Auftritt

BMW und Chassis-Partner Dallara haben mit dem Update-BMW bereits private Testfahrten absolviert, um die Korrelation der CFD-Berechnungen mit realen Bedingungen abgleichen zu können. Beim nächsten WEC-Kollektivtest unmittelbar nach dem kommenden 6-Stunden-Rennen in Austin (05.-07. September) darf dann auch die Konkurrenz einen Blick auf das 2026er-Auto der Bayern werfen.

"Nach den bereits absolvierten Tests sind wir davon überzeugt, dank der Veränderungen am BMW M Hybrid V8 noch konstanter auf allen Arten von Rennstrecken vorne mitfahren und dadurch einen weiteren Schritt in Richtung Spitze machen zu können", wird BMW-Motorsportchef Andreas Roos in einer Pressemitteilung zitiert.

BMW M Hybrid für 2026 bei Testfahrten
BMW engagiert sich weiter in den Topklassen der WEC und IMSA, Foto: BMW M Motorsport

BMW wartet weiter auf ersten WEC-Sieg

In der WEC, wo sich BMW seit 2024 engagiert, steht der erste Hypercar-Sieg noch aus. Zwei Podestplätze in Fuji 2024 sowie in der laufenden Saison in Imola stehen als beste Resultate zu Buche. Die Fahrer-Crews Kevin Magnussen/Raffaele Marciello/Dries Vanthoor sowie Rene Rast/Sheldon van der Linde/Robin Frijns teilen sich die zwei BMW M Hybrid V8 in der WEC.

In der IMSA setzt BMW auf die Fahrer-Duos Marco Wittmann/Sheldon van der Linde sowie Philipp Eng/Dries Vanthoor.