WEC

WEC 6h Shanghai: Pole und Rennpech für Stefan Mücke

P7 in der LM GTE PRO Klasse für den Ford Chip Ganassi Team UK-Piloten beim fünften Lauf der FIA World Endurance Championship. Mücke und Pla holen Pole.

Motorsport-Magazin.com - Nach knapp einem Monat Rennpause ging es für Stefan Mücke vergangenes Wochenende nach China. Für den Ford Chip Ganassi Team UK-Pilot stand der fünfte Lauf der FIA World Endurance Championship (WEC) auf dem Programm. Mücke und sein Teamkollege Olivier Pla reisten als Zweite der Meisterschaft nach Shanghai.

Die Voraussetzungen für das Rennwochenende auf dem Shanghai International Circuit waren eng verbunden mit der Wetterprognose. Bei Regen entscheidet oftmals das Glückslos über eine Topplatzierung. So war es auch bei den 6 Stunden von Shanghai.

Das gesamte Rennwochenende fiel weitestgehend ins Wasser. Einzig eine Trainingssession und das Qualifying fanden unter trockenen Bedingungen statt. Und das waren die Momente, in denen die beiden Ford Chip Ganassi Team UK-Piloten restlos überzeugten.

Während Mücke und sein Teamkollege im dritten Freien Training die Bestzeit nur knapp verpasst haben, sicherten sich die beiden im Qualifying die Pole Position. Mücke fuhr die zweitschnellste Runde des gesamten Zeittrainings und Pla war nur wenig langsamer. Die kombinierte Spitzenzeit reichte zu Startplatz eins. Damit sicherten sich die beiden die zweite Saison-Pole.

Bis dahin lief alles nach Plan für den Ford GT mit der Startnummer 66. Mit Beginn des sechsstündigen Rennens änderte sich das Bild jedoch. Direkt am Start wurde Mückes Teamkollege auf regennasser Strecke vom direkten Konkurrenten am Heck getroffen und drehte sich. Dadurch verlor man viel Boden und rutschte weit zurück im Feld.

Der weitere Rennverlauf war geprägt von Rennabbrüchen und Safety-Car-Phasen. Nachdem die Strecke leicht abtrocknete, setzte Ford Chip Ganassi Team UK mit dem #66 Ford GT auf eine alternative Strategie, um eine Chance zu haben, sich durchs Feld zu kämpfen. Am Ende wurden Mücke und Pla Siebte in der LM GTE PRO Klasse.

Für Mücke steht nun eine längere Rennpause bevor. Erst am 13. März geht die Superseason bei den 1.000 Meilen von Sebring in ihre sechste und drittletzte Runde.

Vier Fragen an Stefan Mücke

Glückwunsch zur zweiten Saison-Pole, Stefan!
Vielen Dank! Das Qualifying lief richtig gut, was uns ein wenig überrascht hat. Wir sind von der Balance of Performance nach wie vor nicht ideal eingestuft, daher haben wir damit nicht gerechnet. Wir haben während des 20-minütigen Qualifyings festgestellt, dass die Strecke sehr viel schneller geworden ist. Daher bin ich zum Schluss nochmal zurück und konnte die zweitschnellste Runde in meiner Gruppe fahren, die dann kombiniert mit Oliviers Zeit für die Pole Position gereicht hat. Das war klasse. An dieser Stelle auch großen Dank ans Team. Es hat einfach alles gepasst. Die Reifendrücke waren ideal und das Rundenmanagement perfekt. Da haben wir schon mal wichtige Punkte für die Meisterschaft mitgenommen.

Das Rennen fiel wie auch schon die ersten beiden Trainings im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser...
Zweifellos. Der Wetterbericht hat für das Shanghai-Wochenende bereits viel Regen vorhergesagt. Der Freitag lief komplett unter nassen Bedingungen statt, am Samstag hatten wir mit den Bedingungen etwas Glück und konnten unter trockenen Verhältnissen starke Zeiten setzen. Am Sonntag war es dann allerdings ganz schlimm. Das Rennen wurde wegen stehenden Wassers auf der Strecke mehrfach unterbrochen. Die Bedingungen waren sehr chaotisch. Zudem hatten wir direkt in der Startphase Pech.

Was ist passiert?
Olivier saß als Erster hinter dem Steuer. Er hatte einen tollen Start und konnte die Führung behaupten. In Kurve eins wurde er jedoch von einem Porsche getroffen und drehte sich. Das war sehr ärgerlich, denn dadurch wurden uns alle Siegchancen genommen. In den ersten drei Stunden sind wir kaum Rennrunden gefahren, denn das Rennen wurde wegen stehenden Wassers auf der Strecke immer wieder unterbrochen. Etwas besser lief es in der zweiten Hälfte. Allerdings musste auch hier das Safety Car sehr häufig auf die Strecke. Mit der Zeit trocknete der Asphalt leicht ab. In unserer Position hatten wir nichts mehr zu verlieren und pokerten ein wenig hinsichtlich der Strategie. Die Rechnung ist leider nicht aufgegangen.

Nun hast du eine lange Pause vor dir. Was ist in der Zeit geplant?
Natürlich kann ich als Rennfahrer die Füße nicht einfach hochlegen und nichts tun. Ich werde die Zeit effektiv nutzen, um mich fit zu halten und für die letzten drei Rennen top vorbereit zu sein. Auf Sebring freue ich mich schon sehr. Ich war dort schon mal mit dem Ford GT unterwegs und war dort ziemlich gut unterwegs. Oli und ich mögen die Strecke, die auf einem ehemaligen Flughafengelände errichtet worden ist. Ich kann es kaum erwarten, dass die Saison weitergeht.


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