Superbike WSBK

Jonathan Rea verheimlichte OP vor WSBK-Event 2018 in Australien

Jonathan Rea holte beim WSBK-Auftakt in Australien P5 und P2. Was keiner wusste: Der Superbike-Weltmeister hatte mit den Folgen einer OP zu kämpfen.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Jonathan Rea dominierte die Superbike-WM in den letzten drei Jahren. 39 von 78 Rennen konnte der Kawasaki-Pilot für sich entscheiden - das entspricht einer beeindruckenden Sieg-Quote von genau 50 Prozent. Doch beim WSBK-Saisonauftakt 2018 in Australien kam kein weiterer Sieg hinzu. Auf Phillip Island reichte es für Rea nur zu Platz fünf in Lauf 1, am Sonntag wurde er im Zielsprint noch von Ducati-Pilot Marco Melandri überflügelt. Trotz dieser Leistung hatte Rea mit einem Handicap zu kämpfen, wie erst jetzt bekannt wird.

Denn im Vorfeld verletzte sich Rea beim Motocross-Training an seiner rechten Hand. Die Folge war eine Operation unter der Leitung von Dr. Jordi Font, die der dreifache Superbike-Weltmeister im Tres-Torres-Klinikum in Barcelona über sich ergehen lassen musste. Ein Finge an seiner lädierten rechten Hand musste operiert und mit sechs Stichen genäht werden.

Die einstündige Operation an Reas Hand wurde übrigens schon am 4. Februar getätigt, also rund drei Wochen vor dem Saisonauftakt der Superbike-WM 2018 auf Phillip Island. Danach wurde Rea eine zehntägige Pause verordnet, um die OP-Wunde bestmöglich heilen zu lassen. Am Rennwochenende selbst war der Kawasaki-Pilot Stammgast im Clinica Mobile. Die Blessur an der Hand war jedoch nicht Reas einziges Handicap auf Phillip Island.

OP nicht einziges Rea-Handicap auf Phillip Island

Er fühlte sich die gesamte Australien-Woche (getestet wurde vor dem Rennwochenende auch zwei Tage lang) über krank. "Ich habe mich in dieser Woche wirklich nicht gut gefühlt. Gestern Fünfter zu werden und heute auf das Podium zu fahren, ist ein bisschen Schadensbegrenzung bevor es nach Thailand geht. Bis dahin werde ich versuchen, wieder gesund zu werden", klagte Rea nach dem Sonntagsrennen.

Hinzu kamen noch die Reifenprobleme im ersten Rennen, bei denen Rea einer der Haupt-Leidtragenden war. Er hielt bis wenige Runden vor Schluss mit Teamkollege Tom Sykes mit, der das Rennen lange anführte. Doch dann gingen die Pirelli-Reifen an Reas Kawasaki in die Knie. Der Superbike-Weltmeister büßte in der Schlussphase bis zu vier Sekunden pro Runde ein und rettete schließlich den fünften Platz ins Ziel.

Erholt sich Rea in den nächsten knapp vier Wochen bis zum Thailand-Wochenende wieder vollständig, wird der Kawasaki-Pilot zur Attacke blasen. Fünf Rea-Siege und ein zweiter Platz aus sechs WSBK-Rennen in Buriram sprechen eine deutliche Sprache. Mit einem Doppelsieg könnte Rea außerdem seine Sieg-Quote von 50 Prozent wieder erreichen.


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