Superbike WSBK

WSBK Phillip Island 2018: Reaktionen der Top-10 zu Rennen 2

Die Superbike-WM lieferte im 2. Lauf auf Phillip Island eine denkwürdige Schlacht. Das sagen die Top-Piloten um Melandri, Rea und Co. zum Flag-to-Flag-Krimi
von Tobias Ebner

1. Marco Melandri (Ducati): "Das war ein sehr verrücktes Rennen. Alle konnten für zehn Runden schnell sein, und dann noch die Reifenwechsel... Wir waren alle zusammen im zweiten Teil des Rennens. Es war schwierig, einen Plan für die letzten Runden zurechtzulegen. Drei, vier Runden vor Schluss habe ich zum Glück meinen Rhythmus gefunden. Ich wusste, es wird schwer, Johnny zu überholen, vor allem auf der Bremse. Er war aggressiver unterwegs als gestern. Aber als ich ihn in der letzten Runde überholt habe, habe ich mit dem Konter gerechnet, aber nicht mit so einem aggressiven. Er war unglaublich in Turn 1 und sehr clever in Turn 2. Da habe ich mir dann einen Plan für den letzten Sektor zurechtgelegt. Meine Panigale hat gut funktioniert. Danke an alle im Team, ein unglaublicher Doppelsieg."

2. Jonathan Rea (Kawasaki): "Ich bin sehr happy, vor allem da ich seit Mittwoch krank bin. Mit dem zweiten Platz bin ich nach gestern wirklich zufrieden. Das Bike war einen Schritt besser als gestern. Mit unserem Exit aus der letzten Kurve wusste ich: Die einzige Chance auf den Sieg ist es, aus der letzten Kurve heraus zu führen. Wenigstens war es so spannend für die Fans. Ich blicke jetzt nach vorne auf Thailand und versuche, mich zu verbessern und ein gutes Gefühl für das Bike zu bekommen."

3. Xavi Fores (Barni Ducati): "Das war ein besonderes Rennen für mich. Besonders direkt nach dem Stopp war ich gut unterwegs. Es war ein schwieriger Moment, als ich entschlossen habe, gleich zu Beginn an die Box zu gehen. Danach habe ich hart gepusht, um das Rennen möglichst lange anzuführen. Am Ende habe ich einen kleinen Fehler in Turn 4 gemacht und Johnny und Marco konnten mich überholen. Ich konnte die Positionen dann nicht wieder gut machen. Aber es ist trotzdem ein gutes Ergebnis für uns."

Tom Sykes verpasste das Podium - Foto: Kawasaki

4. Tom Sykes (Kawasaki): "Ich hatte das Gefühl, das Rennen gehört mir. Ich hatte solch ein gutes Potenzial mit dem Bike. Leider hatten wir ab Runde drei ein technisches Problem und wir hatten Probleme mit der Motorleistung. Einerseits wollte ich einfach ins Ziel kommen, aber andererseits hat man mir so ein besseres Ergebnis genommen. Als mich dann Marco in Turn 1 überholt hat, das war kein sauberes Manöver. Das hat mich genau eine Sekunde gekostet. Ich konnte das aber immerhin in zwei Runden wieder wettmachen."

5. Alex Lowes (Yamaha): "Das war ein solides Wochenende. Ehrlich gesagt habe ich in beiden Rennen das Beste herausgeholt, damit bin ich happy. Heute hat sich das Bike großartig angefühlt, wir hatten im Vergleich zu gestern größere Änderungen vorgenommen. Das Bike war stabiler und ich konnte mehr Vertrauen aufbauen. Bei einem normalen Rennen glaube ich, wären wir etwas weiter hinten gewesen. Aber es war gut, ich habe es genossen."

6. Leon Camier (Honda): "Ich wollte nach vorne zur Spitze aufschließen. Wir waren in einigen Bereichen wirklich stark und in anderen habe ich nur geringfügig verloren. Ich konnte in Kurve 2 und 3 nicht ganz nah genug an meine Gegner rankommen, um sie dann in Turn 4 zu überholen. Das ist in jeder Runde passiert und auch auf Start-Ziel, wo wir aus der letzten Kurve heraus so viel verloren haben. Das ist etwas frustrierend, ich konnte einfach nicht überholen und dann zu den vorderen Jungs aufschließen. Aber unsere Pace war gut"

Michael Van Der Mark konnte nach dem Stopp nicht mehr ganz mithalten - Foto: Yamaha

7. Michael Van Der Mark (Yamaha): "Ich hatte einen guten Start und ehrlich gesagt die ersten zehn Runden genossen. Es war ein massiver Kampf ums Podium. Unser Stopp war perfekt, aber ich hatte danach einfach nicht das gleiche Gefühl oder Griplevel und konnte so nicht mehr mit der Spitze mithalten. Das war schade, ich hatte mich stark gefühlt und konnte vor dem Stopp die Zeiten der Spitze gehen. Ich hatte das Gefühl, ich könnte um das Podium kämpfen, aber egal, es ist wichtig, die Punkte mitzunehmen."

8. Jordi Torres (MV Agusta): "Das war ein gutes Rennen, wir haben es beendet und so viele Infos für die nächsten Rennen gesammelt. Außerdem haben wir viel darüber gelernt, wie das Bike arbeitet mit meinem Fahrstil. Das ist auch wichtig, um sich das ganze Jahr über zu verbessern. Am Ende hatten wir viele Zweikämpfe und haben viel über das Bike im Rennen gelernt."

9. Loris Baz (Althea BMW): "Das Rennen hat Spaß gemacht. Meine Schulter tat zwar weh, aber nicht so sehr wie gestern. Ich hatte einen guten Start, aber nach fünf, sechs Runden hatte ich Probleme mit dem Grip hinten und meiner Schulter. Mit dem zweiten Reifensatz war es etwas besser und ich konnte am Ende mit Torres kämpfen. Aber ich war eingeschränkt in meinen Möglichkeiten, vor allem bei Überholversuchen und in Rechtskurven."

10. Toprak Razgatlioglu (Puccetti Kawasaki): "Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Mein Ziel war es, in die Top-10 zu kommen und das habe ich geschafft. Im Vergleich zu gestern lief es heute besser, aber wir haben noch immer Probleme auf gebrauchten Reifen. Die anderen Fahrer sind auf ihnen stark, aber ich nicht. Ich muss mich noch ans Bike anpassen, aber das werde ich mit der Zeit noch lernen."


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