5000 Dollar Strafe? Das ist ja wohl lächerlich! Wofür sollen denn bitte die sein? Man muss hier doch mal klar trennen können. Der Auslöser war ein Rennunfall, der immer wieder passieren kann. Man hat das nicht zum ersten Mal gesehen und jeder weiß das. Und was folgte? Klar, die Maschine von Espargaro war krumm, die von Iannone hat nur ein paar Kratzer. Aber ich möchte mal eine Vielzahl deutscher Autobesitzer sehen, was die tun würden, wenn der Unfallgegner anschließend auch noch in das Auto des Unfallopfers tritt. Iannone sagte ja nach dem Rennen, dass er nur so ausgerastet sei, weil Espargaro auf sein Motorrad geschlagen habe. Hat er auch.

Aber nun erst die Begründung. Die Strafe wurde gegen Iannone verhängt, weil es den Interessen des Sports geschadet hat. Ach ja? Es war wenigstens Mal Action an der Piste und nur wenige Stunden später war solches Verhalten auch in der MotoGP angesagt, als Hayden auf de Angelis zustürmte. Aber dort scheint es die Interessen des Sportes zu fördern. Denn wenn IAH-Rossi mit seinem Eselhelm überhaupt nicht störrisch ist und allen davon fährt, herrscht ja Langeweile auf der Piste. Und wenn dann auch noch stolze 14 Motorräder ins Ziel kommen, dann ist man auf kleine Prügeleien zur Erhaltung der Spannung des Sportes wohl angewiesen. Auslegungs-Sache.
Kurze Auftritte, langer Sinn
Wer war denn nun eigentlich schuld daran, dass Alex de Angelis, Colin Edwards und Nicky Hayden nur zwei Kurven weit kamen? Die Fahrer sagten alle, es sei de Angelis gewesen. Der behauptete, er habe keine Schuld, da Edwards ihn geschnitten habe. Tja, immer sind die anderen Schuld und wer es nun wirklich war, darf jeder für sich selbst entscheiden. Am Ende können aber Edwards und Hayden mit winkenden Händen und rausgestreckter Zunge sagen: Wir haben ja schon einen Vertrag für nächstes Jahr! Ob de Angelis den Ausfall beim Heimrennen dann nicht mehr als so schlimm ansieht?

Einer, der sich wohl im Geheimen noch bei de Angelis bedanken wird, ist Gabor Talmacsi. Denn sonst wären wieder keine Punkte drin gewesen. Über 1:20 Minuten Rückstand! Zwanzig Sekunden auf den Vorletzten. Was war das denn bitte schön? Zwei Runden länger und in der MotoGP wäre wieder überrundet worden. Und das ist bei so verschwindend wenigen Motorrädern wirklich ein Kunststück. Aber der neue Fahrwerkstechniker hat am Wochenende ja für so große Fortschritte gesorgt! Wir haben es gesehen. Talma, schau doch mal, wo der Aleix Espargaro angekommen ist!

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