Bereits bei den Testfahrten nach dem Brünn-Grand Prix wurden im Repsol Honda-Team Fahrwerkskomponenten der Firme Öhlins ausprobiert. An diesem Wochenende in Misano wird Werkspilot Andrea Dovizioso erneut mit diesen Federelementen ausrücken, während Teamkollege Dani Pedrosa weiter mit den Showa-Produkten experimentieren wird.
Am Rande des Grand Prix von San Marino sprach Dovizioso über diese Entscheidung. "Jeder arbeitet hart und versucht, alles zum Laufen zu bekommen. Wir fangen jetzt mit dieser Arbeit an, um für die Zukunft möglichst das Beste zu entscheiden und so viel wie möglich zu verstehen", erklärte der Italiener. "Wir werden sicher noch bis zum letzten Rennen brauchen, um eine Entscheidung für nächstes Jahr treffen zu können."

Ein paar Eindrücke hatte der Sieger des diesjährigen Donington-GP mit den neuen Elementen bereits sammeln können. Allerdings konnte er kaum klare Aussagen machen, da man mit Öhlins-Fahrwerken bisher nur in Brünn arbeitete. "In der Kürze der Zeit war nicht zu sagen, ob es wirklich besser wird. Wir können daher noch nicht sagen, ob Öhlins wirklich besser ist. Es fühlte sich aber so an, als wäre das Bike stabiler und als hätten wir eine bessere Traktion. Nach dem Test sagte ich meinem Team, dass wir nicht viel Zeit hatten die Elemente zu verstehen, aber wir müssen das Paket besser machen."
Aber die Entscheidung, dass schon jetzt in Misano auf Öhlins gesetzt wird, sei letzten Endes von Honda getroffen worden und nicht von Dovizioso selbst. "Ich werde vielleicht nach diesem Wochenende mehr sagen können, wie es mit dem Öhlins-Fahrwerk gelaufen ist", stellte er in Aussicht. "Ich kann über die Unterschiede noch nicht weiter sprechen, da ich es noch nicht einschätzen kann. Das Gefühl war nicht besser oder schlechter, nach meinem jetzigen Standpunkt, es war einfach anders und jetzt muss ich mehr darüber herausfinden."
Nachdem Andrea Dovizioso beim Rennen in den USA am letzten Wochenende erneut Vierter geworden war, stellte sich auch die Frage, ob er diese vierten Plätze nicht langsam satt habe. Der Italiener antwortete darauf: "Nun, viele Leute sagen mir, dass ich doch einfach die Startnummer wechseln soll. Aber darüber denke ich nicht nach", sagte er, ohne sich dabei ein Schmunzeln verdrücken zu können.

diese MotoGP Nachricht