Was sich im Freitagstraining von Misano laut Dani Pedrosa schon angedeutet hatte, wurde heute durch den Spanier in der Qualifikation bestätigt. Startplatz sechs und damit das beste Ergebnis für den 23-jährigen seit seinem Unfall beim Sachsenring Grand Prix. "Ich bin sehr zufrieden, denn ich konnte meine Rundenzeiten stetig verbessern", sagte der Repsol-Honda-Fahrer, der anscheinend seinen Rhythmus wieder gefunden hat.
Pedrosa geht wie im letzten Jahr aus der zweiten Reihe ins Rennen. Ein Umstand der sich als Nachteil erwies, da er bereits in der ersten Kurve abgeschossen wurde. "Es ist sehr wichtig, einen guten Start hinzulegen, denn bis zur ersten Kurve ist es nicht weit."
Für das Rennen selbst ist Pedrosa optimistisch und motiviert, denn seine Honda läuft gut, vor allem durch intensive Arbeit an der neuen Aufhängung. Zudem bewegt sich der WM-Dritte wieder auf sein normales Leistungsvermögen zu. "Ich bin hoch motiviert, aber ich brauche noch etwas Zeit, um wieder Vollgas geben zu können.
Nicht so einfach der große Held
Sein ebenfalls verletzungsgeplagter Teamkollege Nicky Hayden hatte hingegen einen rabenschwarzen Tag erwischt. Der Weltmeister von 2006 hatte vor allem mit der vorderen Partie seiner Honda zu kämpfen. "Es ist nicht gut gelaufen für mich", gab er knapp zu Protokoll.
Schon am Freitag hatte der Mann aus Kentucky Probleme mit dem Vorderrad. Er stürzte zum Ende des Trainings, nahm den Vorfall aber nicht allzu ernst. Wie sich im Abschlusstraining dann jedoch zeigte, wurden diese Probleme mit den Michelin-Quali-Reifen noch schlimmer. "Ich hatte zu tun, einen Reifen für vorn zu finden, mit dem ich besser zurecht komme", sagte der 27-jährige.
Der Plan für Hayden ist einfach, zumindest was die Theorie für das Rennen betrifft. "Einen guten Start und dann versuchen irgendwie ein anständiges Ergebnis einzufahren." Doch zuvor gilt es noch Daten zu analysieren und mit dem Team an Lösungen zu arbeiten.
"Es ist sicher kein einfaches Wochenende", gestand er, schließlich behindert ihn seine Verletzung an der Ferse noch immer stark. "Es hilft sicher nicht, aber das habe ich mir selbst eingebrockt." Beim Bremsen berührt er mit dem Motorrad den Knochen, was schmerzt. "Es braucht eben seine Zeit, um zu heilen." Wie lange das dauert, weiß er selbst nicht. "Jeder Arzt nannte eine andere Heildauer."
Trotzdem musste er in Misano zurückkehren, um nicht das Gefühl für das Motorrad zu verlieren, denn Hayden hat sich für Indianapolis Großes vorgenommen. "Wenn man so lange nicht auf dem Motorrad gesessen hat, kann man nicht einfach in Indy auftauchen und glauben, dass man alle besiegt und der große Held ist. So funktioniert es nicht."

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