Für Ai Ogura stellte das Comeback im MotoGP-Training von Spielberg eine Fahrt ins Unbekannte dar. Doch der coole Japaner ließ sich von großem Rückstand im FP1 nicht beirren. Gelöst und mit Freude sorgte er dann im Training am Nachmittag für eine große Überraschung.
Von P19 auf P3: Ai Ogura fährt in Spielberg frei auf und übertrifft alle Erwartungen
"Heute war da überhaupt kein Druck, denn das war ja erstmal mein Comeback. Heute Morgen war ich auf Rang 19. Da gab es keinen Druck", gab der Trackhouse-Aprilia-Pilot am Freitag an. Nach dem gemütlichen FP1 deutete also nichts darauf hin, dass er nur ein paar Stunden später als Dritter(!) direkt ins Q2 einziehen und dabei gar gleich bester Fahrer einer RS-GP sein würde.

Der zunächst große Rückstand bei der Rückkehr wirkte befreiend. Der Japaner löste sich komplett vom Konkurrenzgedanken und fuhr einfach drauf los: "Sicher war das [der Rückstand, Anm. d. Red.] am Morgen noch so, aber am Nachmittag habe ich mich einfach auf mich selbst konzentriert. Ich wählte ein anderes Timing für meine Angriffe und war damit nicht bei den anderen, sondern allein auf der Strecke. Ich habe es einfach genossen, wieder ein MotoGP-Bike fahren zu können, und dann kam die Rundenzeit. Das war eine schöne Überraschung." Erleichtert stellte er fest: "Es war einfach eine Frage des richtigen Gefühls."
Ai Ogura beim MotoGP-Comeback ohne Beschwerden: Nur ein Ziel soll es nicht geben
Dieses scheint er ohne Frage gefunden zu haben. Dazu macht auch die operierte linke Hand keine Sorgen. "Es ist kein Problem auf dem Motorrad", gab Ogura an. Auch Schmerzmittel seien nicht zum Einsatz gekommen: "Heute nicht und sicher auch morgen, falls keine Schmerzen auftauchen." Zu seinem körperlichen Zustand versicherte er daher: "Das ist alles in Ordnung. Alles gut."

Nur eine Sache schien dann doch noch daran zu erinnern, dass der Shootingstar hier ein Comeback nach Verletzung gibt. Von einer gesteigerten Erwartungshaltung nach dem starken Training wollte der 25-Jährige nichts wissen. "Es gibt weiter kein Ziel für dieses Wochenende. Das ist einfach das erste Rennen nach einer längeren Zeit, in der ich auf keinen MotoGP-Bike saß. Also kein Ziel. Sondern ich mache einfach meinen Job und dann sehen wir, wo ich lande", meinte Ogura recht lapidar. Der Trackhouse-Pilot will also weiter in einer Position bleiben, aus der er nur positiv überraschen kann. Am Freitag funktionierte das bereits hervorragend.
Während Ogura positiv überraschen konnte, heißt der Favorit auf den Sieg nach dem Freitag wohl Pedro Acosta. Davon ist vor allem die Konkurrenz überzeugt:



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