Kurz vor Beginn des MotoGP-Saisonendspurts 2026 mit zehn Grand Prix in den nächsten 13 Wochen zeigen sich die Teams der Königsklasse weiter in Präsentationslaune. Nach Enea Bastianini (Trackhouse) am Montag und Luca Marini (Tech3) am Mittwochmorgen hat nun auch VR46 nachgelegt. Wie erwartet kommt Fermin Aldeguer für die Saisonen 2027 und 2028 zu den Neongelben.

Nächster MotoGP-Wechsel fix: Fermin Aldeguer zu VR46

"Wir freuen uns, bestätigen zu können, dass Fermin ab 2027 für das Pertamina Enduro VR46 Racing Team an den Start gehen wird. Er ist ein junger Fahrer, der bereits bei seinem MotoGP-Debüt großes Talent bewiesen hat und sich zu einem der Hauptkonkurrenten entwickelt hat. Wir freuen uns darauf, ihn im Team willkommen zu heißen, wo er als offizieller Ducati-Corse-Fahrer eine Factory Desmosedici GP fahren wird", verkündet Teamdirektor Alessio 'Uccio' Salucci in einer Pressemitteilung.

Teammanager Pablo Nieto schließt sich dem an: "Wir sind sehr stolz darauf, Fermin im VR46 Racing Team willkommen zu heißen. Er ist ein Fahrer, der sich als äußerst talentiert erwiesen hat. Obwohl er noch sehr jung ist, hat er gezeigt, dass er sehr reif und in der Lage ist, in der MotoGP vorne mitzufahren - einer Meisterschaft, die sehr anspruchsvoll ist. Es ist keineswegs einfach, in der Königsklasse zu gewinnen und ihm ist dies bereits in seinem Debütjahr gelungen. Wir vertrauen ihm sehr, denn wir wissen, dass er das Potenzial hat, alles zu erreichen, was er sich vornimmt. Als Team werden wir bereit sein, ihn in jeder Hinsicht zu unterstützen und ihm den Weg so leicht wie möglich zu machen."

VR46 statt Gresini: Fermin Aldeguer wechselt das Ducati-Kundenteam

Abgezeichnet hatte sich dieser durchaus brisante Deal bereits Ende März, als Aldeguer in Goiania gerade sein Comeback nach Oberschenkelbruch gab. Auch Gresini hätte das 21-Jährige Toptalent aus El Palmar nämlich gerne über 2026 hinaus behalten. Ducati, wo Aldeguer seit 2025 unter Vertrag steht, entschied sich letztlich aber dazu, ihn ab 2027 doch lieber an VR46 Racing weiterzugeben. Eine Entscheidung, die beim Team von Nadia Padovani nicht gut aufgenommen wurde. Gresini erwägte anschließend sogar, Ducati mit Saisonende zu verlassen und ab 2027 Honda-Kundenteam zu werden.

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"Wir sind davon überzeugt, dass VR46 das ideale Umfeld für ihn darstellt, um seine Entwicklung fortzusetzen. In den letzten Jahren hat das Team gezeigt, dass es weiß, wie man das Beste aus jungen Talenten herausholt", begründet Gigi Dall'Igna, warum Aldeguer künftig für VR46 fahren wird. Der Spanier selbst hätte wohl kein Problem damit gehabt, auch 2027 noch für Gresini an den Start zu gehen. Aber letztlich dürfte es ihm auch egal sein, ob er kommende Saison hellblau oder neongelb trägt, solange das Gesamtpaket stimmt - und das tut es. Bei VR46 wird Aldeguer im kommenden Jahr nämlich erstmals ein aktuelles Motorrad und Werksunterstützung von Ducati erhalten, nachdem er 2025 und 2026 jeweils mit einer Vorjahresmaschine an den Start gehen musste bzw. immer noch muss. Weil Ducati aktuell ein Performance-Vorsprung beim neuen 850er-Motorrad auf die Konkurrenz nachgesagt wird, sollte 2027 also einiges möglich sein.

Ducati-Werksteam im Blick: Fermin Aldeguer muss 2027 abliefern

Klar ist damit aber auch: An Bord der Desmosedici GP27 wird die Erwartungshaltung in der nächsten Saison eine andere sein. 2025 deutete Aldeguer als Rookie schnell an, welch großes Potenzial in ihm schlummert. In der laufenden Saison konnte er dieses - primär zwei schweren Verletzungen geschuldet - bislang aber nur sehr selten aufblitzen lassen. 2027 muss er nun zeigen, dass er das Zeug zum Stammgast an der MotoGP-Spitze hat. Hoffentlich wieder vollständig genesen, werden Teamboss Valentino Rossi und Arbeitgeber Ducati regelmäßig Podien und bestenfalls auch Rennsiege von der neuen Nummer eins im Rennstall sehen wollen. Daran muss sich Aldeguer messen lassen - speziell, wenn er ab 2029 eine ernstzunehmende Alternative für das Werksteam der Roten sein möchte.

"Der Vertragsabschluss mit Valentinos Team ist einfach unglaublich. Er war schon immer eines meiner Idole und ein Vorbild für mich", sagt Aldeguer und lässt wissen: "Angesichts der neuen Regeln, die 2027 in Kraft treten, wird es mein Ziel sein, mich an die neuen Reifen und das neue Motorrad anzupassen. Das Werksmotorrad wird mir im Hinblick auf die Weiterentwicklung während der gesamten Saison eine enorme Hilfe sein. Es wird ein Jahr werden, in dem wir darauf abzielen, konstant zu sein, Fehler zu vermeiden und so viel Zeit wie möglich auf dem Motorrad zu verbringen, um Informationen zu sammeln. Wir werden großartige Arbeit leisten und darauf hinarbeiten, konstant unter den ersten Fünf zu landen."

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