Die MotoGP erhält prominenten Zuwachs! Wie Pramac am Dienstagmittag doch ziemlich überraschend bekanntgab, konnte der Rennstall aus Italien keinen Geringeren als Formel-1-Legende Ross Brawn von einer künftigen Zusammenarbeit überzeugen.
"Pramac Racing Limited stärkt seine Führungsstruktur durch die Anstellung von Ross Brawn", heißt es in einer Pressemitteilung des Teams aus Casole d'Elsa. Weiter ist dieser zu entnehmen, dass sich Brawn dem Vorstand Pramacs angeschlossen habe und künftig als eine Art strategischer Berater von Teamchef und Gründer Paolo Campinoti fungieren werde.

Ross Brawn: Formel-1-Ikone kommt in die MotoGP
Wie Brawn Campinoti genau helfen soll, wird nicht verraten. Klar ist aber: Erfahrungen im Motorsport, die er nun mit dem Pramac-Team teilen kann, hat Brawn über die letzten Jahrzehnte genug gesammelt. Ursprünglich von Sir Frank Williams als Ingenieur in die Formel 1 geholt, stieg der Mann aus Manchester schnell zum Technischer Direktor auf und gewann in dieser Funktion mit Benetton (1991 - 1996) und Ferrari (1997 - 2006) diverse WM-Titel. Seinen größten Erfolg feierte Brawn aber erst 2009. Damals stieg Honda aufgrund der Weltwirtschaftskrise aus der Formel 1 aus. Brawn, zuvor schon Teamchef bei den Japanern, übernahm den Rennstall kurzerhand und wurde gemeinsam mit Jenson Button schon in der Premierensaison von 'Brawn GP' Weltmeister.
2010 gab der Brite das Team dann an Mercedes weiter und blieb noch bis Saisonende 2013 als Teamchef an Bord. Danach wurde es einige Zeit ruhig um Brawn, ehe er 2017 nochmal als neuer Sportdirektor der Formel 1 in die Königsklasse auf vier Rädern zurückkehrte. Dieses Amt übte Brawn weitere sechs Jahre lang aus, ehe er sich Ende 2022 endgültig aus der F1 verabschiedete.

Enge Freundschaft zum Boss: Darum kommt Ross Brawn zu Pramac
Dass sich Brawn im Alter von 71 Jahren jetzt noch in der MotoGP versucht, liegt wohl primär an seiner guten Beziehung zu Campinoti. "Abgesehen von seiner außergewöhnlichen Karriere und seinen Erfolgen in der Formel 1 verbindet mich mit Ross seit vielen Jahren eine Freundschaft und ein Verhältnis, das von großem Respekt geprägt ist", verrät der Pramac-Boss. Und weiter: "Ich bin überzeugt, dass seine Vision, sein Fachwissen und seine Siegermentalität einen wertvollen Beitrag zum weiteren Wachstum und zur Weiterentwicklung von Pramac Racing leisten werden."
Mit neun Grand-Prix-Siegen, 16 Sprint-Siegen, 68 Podestplätzen und 24 Pole Positions zählt Pramac zu den erfolgreichsten Kundenteams der MotoGP-Geschichte. Die Truppe aus der Toskana ist auch die einzige Mannschaft, die seit 2002 Weltmeisterschaften in der Königsklasse gewinnen konnte. 2023 wurde man Team-Champion, 2024 mit Jorge Martin Fahrer-Weltmeister. Seit 2025 als Kundenteam von Yamaha am Start, waren Erfolge zuletzt jedoch rar. In der laufenden Saison haben Jack Miller und Toprak Razgatlioglu gemeinsam erst sechs WM-Punkte sammeln können, die mit Abstand wenigsten aller elf Stammfahrer-Duos.
Was glaubt ihr: Kann Pramac mit Hilfe von Brawn bald wieder erfolgreicher werden? Sagt es uns in den Kommentaren! Der Brite ist jedenfalls nicht der einzige mit F1-Hintergrund, der sich zuletzt in der MotoGP angesiedelt hat. Günther Steiner leitet seit 2026 die Geschicke bei Tech3, zudem hat sich dort kürzlich auch ein aktueller F1-Pilot eingekauft. Um wen es sich dabei handelt? Das erfahrt ihr in diesem Artikel:



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