Marco Bezzecchi liefert am MotoGP-Rennsonntag in Portimao eine echte Galavorstellung ab. Er verteidigt am Start seine Pole Position und fährt seinen Rivalen anschließend auf und davon. Sprintsieger Alex Marquez muss sich mit Rang zwei begnügen, Pedro Acosta holt als Dritter seine nächste Podiumsplatzierung. Francesco Bagnaia stürzt auf Platz vier.
In der Fahrer-WM hat Bezzecchi somit Rang drei so gut wie sicher. Er liegt 35 Punkte vor Bagnaia, der seinerseits nur noch drei Zähler Vorsprung auf Acosta hat.
MotoGP Portimao: Der Rennfilm
Die Startaufstellung: 1. Bezzecchi, 2. Acosta, 3. Quartararo, 4. Bagnaia, 5. A. Marquez, 6. Zarco, 7. Mir, 8. Miller, 9. Di Giannantonio, 10. P. Espargaro, 11. Aldeguer, 12. Ogura, 13. Marini, 14. Binder, 15. Morbidelli, 16. Bastianini, 17. Rins, 18. Bulega, 19. Oliveira, 20. Savadori, 21. Chantra, DNS R. Fernandez
Start: Pedro Acosta kommt super weg, doch Marco Bezzecchi kann seine Pole Position vor Acosta verteidigen. Dahinter liegen Alex Marquez, Fabio Quartararo und Francesco Bagnaia.
Runde 1/25: Franco Morbidelli stürzt nach einer Kollision mit Pol Espargaro, der seinerseits von Ai Ogura berührt wurde, in Kurve fünf aus dem Rennen. Die Stewards untersuchen die Szene.
Runde 2/25: Alex Marquez geht in Kurve eins an Acosta vorbei auf Rang zwei. Bagnaia schnappt sich Rang vier von Quartararo.
Joan Mir muss wie schon im Sprint mit technischen Probleme aufgeben. Auch Enea Bastianini kommt an die Box, kann das Rennen aber fortsetzen.
Runde 3/25: Brad Binder fährt eine sensationelle Startphase, hat sich von Startplatz 14 bereits auf Rang sechs nach vorne gekämpft und hängt am Heck von Quartararos Yamaha.
Runde 4/25: Alex Marquez und Acosta nähern sich Bezzecchi wieder an, nachdem die Lücke zwischenzeitlich fast auf eine Sekunde angewachsen war. Nun liegt sie im Bereich von knapp fünf Zehntelsekunden.
Runde 7/25: Der Abstand zwischen Bezzecchi und Alex Marquez bleibt konstant im Bereich von rund einer halben Sekunde, Acosta verliert hingegen den Anschluss. Ein Duell um den Sieg zeichnet sich ab.
Runde 9/25: Binder und Fermin Aldeguer liefern sich ein hartes Duell um Rang sechs. In Kurve fünf kommt es zur Kollision, Binder verliert einige Verkleidungsteile. Aldeguer liegt jetzt vor Binder auf P6.
Runde 10/25: Bezzecchi kann nun auch Alex Marquez abschütteln. Die Lücke wächst erstmals auf mehr als eine Sekunde an.
Runde 11/25: Francesco Bagnaia ist gestürzt! Er crasht und ist aus dem Rennen. Für Bagnaia ist es die vierte Nullnummer an einem Sonntag in Serie.
Aldeguer ist unterdessen weiter auf dem Vormarsch. Er kassiert Quartararo und liegt auf Platz vier.
Runde 14/25: Quartararo patzt in Turn 5, geht weit und Binder schlüpft innen durch - Platz fünf für den KTM-Piloten.
Runde 18/25: Bezzecchi baut seinen Vorsprung Runde für Runde aus. Der Aprilia-Mann ist Alex Marquez bereits um mehr als drei Sekunden enteilt.
Runde 22/25: Acosta ist nun deutlich schneller als Alex Marquez, hat in der letzten Runde fast acht Zehntelsekunden gutgemacht und liegt nur noch 1,4 Sekunden hinter Marquez.
Runde 23/25: Acosta nimmt Alex Marquez erneut mehr als drei Zehntelsekunden ab.
Runde 24/25: Acosta ist erneut schneller als Marquez, mit acht Zehnteln Abstand geht es in die letzte Runde.
Ziel: Bezzecchi gewinnt souverän mit 2,583 Sekunden Vorsprung auf Alex Marquez, der sich 0,605 Sekunden vor Acosta ins Ziel rettet. Die Aufholjagden von Aldeguer und Binder enden auf den Plätzen vier und fünf. Quartararo wird Sechster, gefolgt von Ogura und Fabio Di Giannantonio. Johann Zarco und Pol Espargaro komplettieren die Top-Ten. Die letzten Punkte gehen an Luca Marini, Jack Miller, Alex Rins, Miguel Oliveira und Ducati-Ersatzmann Nicolo Bulega.
Die Stimmen vom MotoGP-Podium in Portimao
Marco Bezzecchi (Sieger, Aprilia):
"Ich bin sehr glücklich, das war ein fantastisches Rennen für mich. Heute Morgen habe ich mich besser gefühlt. Wir haben gestern Abend in der Box getüftelt, damit uns dieser letzte Fortschritt gelingt, der uns fehlte. Ich hatte schon Bammel vor Pedro und Alex, denn die waren gestern sehr schnell. Aber ich war auch motiviert, das heute durchzuziehen. Die Jungs haben großartige Arbeit geleistet und es ist sehr wichtig für uns, wieder ganz oben auf dem Podest zu stehen."
Alex Marquez (Zweiter, Gresini):
"Wir haben es schon heute Morgen im Warm Up gesehen, dass ihm ein großer Fortschritt im Vergleich zu gestern gelungen war. In manchen Sektoren war Marco stark verbessert. Die waren einfach besser als wir. Ich versuchte, an ihm dranzubleiben, aber bemerkte schnell, dass ich dabei die Reifen aufarbeite. Da wusste ich, dass es hier nicht mehr geht. Ich ließ mich auf keine Spielchen mehr ein und wollte es nicht erzwingen. Am Ende war dann mein Vorderreifen ziemlich verschlissen, da konnte ich nichts mehr versuchen. Ich nehme den zweiten Platz mit. Wenn du gestern gewinnst und heute Zweiter bist, dann ist das ein positives Wochenende."
Pedro Acosta (Dritter, KTM):
"Ich habe es wirklich versucht, aber so wie gestern hat es dann doch nicht für Alex gereicht. Wir müssen trotzdem zufrieden sein. Wir haben einfach zu wenig Pace und Traktion zu Beginn des Rennens, egal wie sehr wir auf die Reifen aufpassen. Ich möchte mich bei allem im Team bedanken und ich möchte besonderen Dank an Dani (Pedrosa) aussprechen. Wir hatten uns den Sprint noch einmal angesehen und er half mir, das Ganze in anderem Lichte zu sehen."



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