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MotoGP

Marc Marquez sicher: Keine körperlichen Probleme am Sachsenring

Mit seinem ganz speziellen Layout spielt der Sachsenring dem nach wie vor angeschlagenen Marc Marquez in die Karten. Er gibt sich optimistisch.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Marc Marquez' jüngste MotoGP-Ergebnisse sind nicht gerade Grund zum Optimismus: Sturz in Le Mans, Sturz in Mugello, Sturz in Barcelona. Drei Nullnummern in Serie. Zum allerersten Mal in Marquez' illustrer WM-Karriere. Nun geht es aber an den Sachsenring, wo sich für den MotoGP-Superstar das Blatt wenden könnte.

Zum einen natürlich, weil seine Erfolgsbilanz beim Deutschland-Grand-Prix unglaublich ist. Zehn Mal in Serie konnte er dort zuletzt gewinnen, in der MotoGP-Klasse ist er am Sachsenring überhaupt noch ungeschlagen.

Statistiken, die freilich alle vor Marquez' schwerer Oberarmverletzung im vergangenen Juli entstanden sind. Seit der Verletzungspause kämpft er um den Anschluss an die Spitzengruppe der MotoGP. Das Rennwochenende am Sachsenring ist dafür unabhängig von vergangenen Erfolgen seine beste Chance.

Denn das Layout ist wie gemacht für den mit der rechten Schulter strauchelnden Honda-Mann. "Das wird das Wochenende sein, an dem ich mich mit der Schulter am besten fühlen werde", ist er überzeugt. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich hier keine körperlichen Probleme haben werde, weil es nur drei Rechtskurven gibt. Wir dürfen aber nicht erwarten, dass sich unsere Situation deshalb jetzt völlig ändert."

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Dass es für Marquez langsam aber sicher bergauf geht, war am Montag nach dem letzten Rennwochenende in Barcelona zu sehen. Da war er mit 87 Runden an einem Tag der fleißigste Mann im Feld. "Dieser Test war so wichtig", sagt Marquez. "Nicht nur für Honda, sondern vor allem auch für mich. Ich konnte zum ersten Mal seit meinem Comeback einfach nur fahren - ohne Kameras, ohne Druck und ohne an Rundenzeiten denken zu müssen. Ich konnte viel ausprobieren und war am Ende sehr zufrieden."

Direkt nach dem Test sagte Marquez, er fühle sich zerstört. Eine Einschätzung, die sich auch mittelfristig bestätigen sollte. "Ich war zwei Tage lang völlig kaputt", schmunzelt er. Am Freitag konnte er dennoch einen weiteren wichtigen Schritt in seiner Genesung machen. Er fuhr erstmals wieder seine geliebte Flat-Track-Maschine. "Mit einem guten Tempo", sagt er nicht ohne Stolz.


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