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MotoGP

MotoGP Le Mans 2021: Alle Stimmen zum Qualifying-Krimi

Fabio Quartararo nutzt das Regenchaos im MotoGP-Qualifying in Le Mans und schnappt sich in letzter Sekunde die Pole Position. Alle Reaktionen zum Samstag.
von Florian Niedermair

1. Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha): "Bei gemischten Bedingungen sind wir schlecht, aber ich sah, dass es trocken war und sagte: 'Es ist Zeit für Slicks'. In der letzten Runde, dachte ich: 'Okay, jetzt ist es an der Zeit, mein Bestes zu geben. Entweder ich stehe in der ersten Reihe oder ich stürze.' Im letzten Sektor gab es einige nasse Stellen. Ich war überall seitlich, aber wir haben es geschafft. Das Ziel war die erste Reihe, aber die Pole Position ist noch besser."

Wetterkapriolen in Le Mans: Das will die MotoGP nun machen: (09:33 Min.)

2. Maverick Vinales (Monster Energy Yamaha): "Wir haben uns eine gute Ausgangsposition gesichert, und das ist wichtig. Aber ich habe auf der Runde viele Fehler gemacht, und das hat uns die Pole-Position gekostet. Ich habe einen guten Rhythmus, das ist für morgen gut."

3. Jack Miller (Ducati Lenovo): "Kurz vor Q2 kam die Sonne heraus, also entschieden wir uns, eines der Motorräder in der Trockenkonfiguration zu lassen. Ich ging zuerst auf Regenreifen raus, aber ich merkte bald, dass die Strecke fast trocken war, also kam ich so schnell wie möglich zurück, um mein Motorrad zu wechseln. Die Bedingungen hier sind wirklich unberechenbar, und man muss versuchen, das Beste aus allen Möglichkeiten zu machen."

4. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Ich bin glücklich über diese vierte Position. Es war heute sehr schwierig bei diesen Bedingungen, aber wir haben es überwunden und hatten im Qualifying eine gute Strategie. Dafür sind wir mit der Spitzenposition in der zweiten Reihe belohnt worden. Mein Knie ist in Ordnung und die Clinica mobile hat mit bei der Behandlung geholfen. Das Rennen morgen wird hart, ich fühle mich aber bereit, um das Podium zu kämpfen."

5. Johann Zarco (Pramac Ducati): "Ich kann mich nicht beschweren. Die Streckenbedingungen waren seltsam, deshalb sind wir mit Regenreifen losgefahren, mit dem Ziel, sie für den Fall zu testen, dass es morgen nass ist. Sobald wir die Trockenreifen aufgezogen hatten, konnte ich das Spiel auf meine Weise spielen. Ich habe eine gute Zeit gesetzt und fühle mich bereit für morgen."

6. Marc Marquez (Repsol Honda): "Heute Morgen im Nassen habe ich mich 'normaler' gefühlt, weil es von der physischen Seite her weniger anspruchsvoll ist. Ich war im FP4 und auch im Qualifying gut unterwegs, aber die Bedingungen waren nicht perfekt und der Grip war gering, was zu langsameren Rundenzeiten führte. Wenn es so ist, fahre ich besser, aber wenn man wirklich ans Limit gehen muss, dann ist es mit meiner körperlichen Verfassung schwieriger."

Marc Marquez sah zwischenzeitlich wie der sichere Polesetter aus. - Foto: LAT Images

7. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Das Qualifying war sehr schwierig, denn wir mussten ständig auf die wechselhaften Bedingungen auf der Strecke achten. Es gab nasse Stellen, dann wieder Regen und sogar Sonnenschein. Der Asphalt trocknete sehr schnell auf, daher war unsere Strategie richtig, zunächst abzuwarten und dann auf Slicks rauszugehen. Von Runde zu Runde ging es besser, aber in den letzten Minuten habe ich die Situation falsch eingeschätzt. Ich habe ein paar Regentropfen gespürt und wurde langsamer. Dadurch habe ich die Chance verpasst, eine letzte schnelle Runde zu fahren. Platz 7 ist dennoch ein gutes Ergebnis."

8. Pol Espargaro (Repsol Honda): "Ich bin enttäuscht von mir selbst. Nach einigen harten Rennen hatten wir die Chance, um die ersten drei Plätze oder sogar die Pole zu kämpfen. Zwei Runden vor Schluss ließ ich es ruhig angehen, weil es zu regnen begann, aber in diesen zwei Runden kühlte der Reifen etwas zu sehr ab, und als ich dann mehr vom Reifen verlangte, konnte er das nicht verkraften und ich ging zu Boden."

9. Valentino Rossi (Petronas Yamaha): "Wir haben die richtige Strategie erwischt und im Qualifying sofort auf den Slick gesetzt. Dadurch hatten wir einen kleinen Vorteil. Leider ist mir aber kleiner Fehler unterlaufen, als ich auf eine nasse Stelle kam und in den letzten zwei Kurven nicht mehr hundertprozentig durchziehen konnte. Das hat einiges an Vertrauen gekostet. Das Rennen morgen ist unvorhersehbar."

10. Miguel Oliveira (Red Bull KTM): "Ich war bei allen Bedingungen konkurrenzfähig. Der heutige Tag war chaotisch und aufgrund des Wetters sehr seltsam. Im Qualifying bin ich deshalb auch gestürzt, denn als ich im ersten Sektor ankam, hat es dort plötzlich geregnet! Die Marshals haben dort keine Regenflaggen geschwenkt und als ich selbst bemerkt habe, dass es nass ist, war es schon zu spät. Das ist schade, denn ich hätte mich wohl noch etwas weiter vorne einreihen können. Für das Rennen morgen bin ich optimistisch."

11. Lorenzo Savadori (Aprilia Gresini): "Ich bin unglaublich glücklich mit diesen Qualifyings, vor allem weil es die harte Arbeit von Aprilia und das Vertrauen, das dieses Team immer in mich gesetzt hat, honoriert. Bei diesen Bedingungen, bei denen sich das Motorrad viel bewegt, kann ich ein gutes Gefühl finden, denn die Empfindungen kommen denen nahe, die ich von den Werks-Entwicklungen gewohnt bin. Im Trockenen, wo es viel Präzision und Stabilität braucht, fehlt mir allerdings noch die Erfahrung."

Sensationell: Lorenzo Savadori beendete Q1 auf der ersten Position - Foto: LAT Images

12. Luca Marini (VR46 Esponsorama Ducati): "Wir haben das Q2 erreicht und ich muss sagen, dass ich im Nassen ein gutes Gefühl habe. Im Trockenen wäre es unmöglich gewesen, an den Einzug ins Q2 zu denken, aber auf nassem Asphalt sind die Motorräder ähnlicher und die Abstände anders. Im Trockenen haben wir mehr zu kämpfen, mir fehlt das Vertrauen und die Erfahrung, aber der Abstand zu den ersten Jungs ist gar nicht so schlecht."

13. Aleix Espargaro (Aprilia Gresini): "Leider habe ich den Fehler gemacht, nicht mit dem Medium-Regenreifen an die Box zu fahren. Als die Strecke abtrocknete, wurden die weichen Reifen zu heiß, und das Motorrad bewegte sich stark, vor allem an der Front. Ich habe versucht, eine langsame Runde zu fahren, um sie abkühlen zu lassen, aber das war nicht genug. Die Position spiegelt definitiv nicht das Gefühl wider, das ich hatte. "

14. Joan Mir (Suzuki): "Insgesamt war es kein schlechter Tag, aber das ist nicht die beste Strecke für uns und ich habe das Gefühl, dass der 14. Startplatz nicht mein wahres Potenzial zeigt - ich fühlte mich bei beiden Bedingungen, im Nassen und im Trockenen, ziemlich stark, und meine Pace war recht ordentlich. Ich habe am Ende des Qualifyings ein paar Runden verloren, ich glaube, ich habe die Reifen unterkühlt oder so, weil die Strecke schnell abtrocknete."

15. Alex Rins (Suzuki): "Ich habe mit meiner Strategie einen Fehler gemacht. Ich habe für den Start den Medium-Vorderreifen und den weichen Hinterreifen gewählt. Ich denke, mit dem Medium-Hinterreifen hätte ich mehr pushen können und dann wäre mein Startplatz vielleicht besser gewesen, aber es war keine Zeit zum Anhalten. Wenn das Rennen trocken ist, denke ich, dass ich eine Chance auf das Podium habe, weil ich mich im Trockenen gut fühle und meine Grundeinstellungen und mein Vertrauen gut sind"

16. Francesco Bagnaia (Lenovo Ducati): "Nach einer guten Session im Nassen heute Morgen, war ich nicht in der Lage, das heute Nachmittag in Q1 zu wiederholen. Im Qualifying haben wir eine falsche Reifenwahl getroffen, und leider hatte ich keine Zeit mehr, zurückzukommen und sie zu wechseln"

Ein Tag zum Vergessen: WM-Leader Francesco Bagnaia startet morgen von Rang 16. - Foto: LAT Images

17. Danilo Petrucci (Tech 3 KTM): "Es war ein verrücktes Qualifying und ich musste mich von einem schwierigen Setup von gestern erholen. Um ehrlich zu sein, konnten wir bei dem Wetter heute nicht wirklich etwas machen, aber zumindest haben wir es geschafft, die Lücke zur Spitze zu schließen."

18. Iker Lecuona (Tech 3 KTM): "Heute Morgen fühlte ich mich bei nassen Bedingungen wirklich gut und sehr schnell. Im trockenen FP4 war ich gut innerhalb der Top 10, also fühlte ich mich ziemlich gut und stark, um es ins Q2 zu schaffen, aber ein paar Minuten vor Q1 begann es zu regnen und das machte uns das Leben schwer."

19. Alex Marquez (LCR Honda): "Am Morgen waren wir im Nassen nicht schlecht unterwegs. Ich war mit meinem Gefühl glücklich und im 4. Training bei wechselhaften Bedingungen hat es sich angefühlt, als hätten wir einen weiteren Schritt gemacht. In Q1 fing es an zu regnen und das war für uns eine gute Chance, es in Q2 zu schaffen. Es wirkt aber so, dass in diesem Jahr alles schief geht, was ich versuche. Es tut mir leid, aber morgen haben wir eine neue Chance."

20. Tito Rabat (Pramac Ducati): "Die Streckenbedingungen sind nicht einfach. Ich versuche, alles zu tun, was möglich ist und werde morgen alles geben. Ich möchte morgen gerne ein gutes Rennen fahren. Ich bin in Kurve sechs ausgerutscht, aber ich habe mich nicht verletzt."

21. Brad Binder (Red Bull KTM): "Ein sehr schwieriger Tag für mich. Ich hatte das gesamte Wochenende nicht den nötigen Speed. Ich habe mich nicht unwohl gefühlt, aber ich war trotzdem nie schnell. Ich muss das gute Gefühl morgen in Tempo umwandeln. Das Qualifying war eine Katastrophe, weil es auf zwei meiner schnellen Runden Gelbe Flaggen gab und ich danach aufpassen musste, meinen Hinterreifen nicht zu überhitzen. Am Ende ging mir deshalb die Zeit aus."

22. Enea Bastianini (Esponsorama Ducati): "Es war Riesenchaos und ich hatte kein Glück, weil mir die karierte Flagge gezeigt wurde und ich die letzte Runde nicht gut beenden konnte, da es gelbe Flaggen gab. Für morgen würde ich mir ein trockenes Rennen wünschen, denn schon im FP4 hatte ich einen guten Rhythmus."


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