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MotoGP Jerez - Valentino Rossi mit Galgenhumor: Hätte gewonnen

Valentino Rossi war in Jerez klar schwächster Yamaha-Pilot. Ein technischer Defekt zerstörte sein MotoGP-Rennen endgültig.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - So hatte sich Valentino Rossi den Start in seine 25. Saison in der Motorrad-Weltmeisterschaft sicher nicht vorgestellt. Am MotoGP-Wochenende in Jerez kam er von Begin an überhaupt nicht auf Touren. In den Freien Trainings kam er über die Ränge 13, 20, 8 und 17 nicht hinaus. Im Qualifying reichte es nur zu Startplatz elf (durch die Verletzungen von Alex Rins und Cal Crutchlow wurde daraus P9), im Warm Up landete Rossi auf Platz zehn. Damit lag nur ein einziges Mal einer seiner Yamaha-Kollegen hinter dem Altmeister: Fabio Quartararo in FP1, als der Franzose aufgrund eines illegalen Superbike-Tests die ersten 20 Minuten aussetzen musste.

In der Vergangenheit verblüffte Rossi nach schwachen Trainingsleistungen die Konkurrenz oft mit einem bärenstarken Rennen, doch auch daraus wurde am Sonntag nichts. Rossi konnte im Grand Prix keinen einzigen Fahrer überholen, kam nur durch die Ausritte von Marc Marquez und Brad Binder zwischenzeitlich auf Rang acht nach vorne. Der Yamaha-Routinier fuhr schließlich einem zehnten Platz entgegen, ehe in der 19. von 25. Runden seine M1 den Dienst versagte.

Ein technisches Problem, dessen Ursache Rossis Team noch nicht gefunden hat, wie er selbst und Yamaha-Boss Lin Jarvis erklärten. Große Punkte hätte es für den neunfachen Jerez-Sieger an diesem Sonntag aber ohnehin nicht gegeben. Denn Rossi verlor schon in den Runden vor seinem Ausfall rasant an Boden. Einmal mehr hatte er Probleme mit dem Reifenverschleiß am Hinterrad. Schwierigkeiten, die in den vergangenen Jahren alle Yamaha-Fahrer kannten, die nun aber nur noch Rossi zu betreffen scheinen.

Valentino Rossi sucht Lösung für Reifenprobleme

"Aus irgendeinem Grund funktionieren die Reifen bei uns einfach nicht so, wie wir uns das wünschen", zeigte sich Rossi nach dem verpatzten Saisonauftakt ratlos. "Sie arbeiten nicht richtig. Wir müssen für das nächste Wochenenden etwas Grundlegendes ändern, sonst werden wir wieder diese Probleme haben, die uns jetzt schon seit langer Zeit einbremsen."

Bei aller Enttäuschung verlor der 41-Jährige aber dennoch nicht seinen Humor. Angesprochen auf den technischen Ausfall an seiner Yamaha M1 war er zu Scherzen aufgelegt: "Das war sehr schade, denn ohne diesen Defekt hätte ich gewinnen können."


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