MotoGP

MotoGP Sepang 2019: Die Reaktionen zum Rennsonntag

Maverick Vinales hat in Sepang einen souveränen Sieg vor Marc Marquez nach Hause gefahren. Die Reaktionen zum MotoGP-Rennen in Malaysia.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Maverick Vinales (Yamaha): "Es war ein starkes Rennen, das wir das ganze Wochenende über gut vorbereitet haben. Wir hatten eine realistische Chance auf den Sieg. Deshalb habe ich auf der ersten Runde einfach immer nur gepusht und gepusht und gepusht. Es ist schade, dass ich es in Australien nicht geschafft habe, den Sieg einzufahren, aber dafür ist es mir hier gelungen. Ich möchte diesen Sieg Afridza Munandar widmen. Er war mein Lieblingsfahrer im Asia Talent Cup."

2. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich bin zufrieden mit dem zweiten Platz. Es war ein unglaubliches Rennen und vor allem eine unglaubliche erste Runde. Es war stark, was ich da geschafft habe und Dovi genauso. Ich habe versucht, im Laufe des Rennens an Vinales dranzubleiben, aber das ging einfach nicht. Aber das wirklich wichtigste für mich ist der Sieg von meinem Bruder. Niemand kann sich eine Vorstellung machen, wie viel mir das bedeutet. Es ist nie leicht, der Bruder von jemandem zu sein. Außerdem möchte ich den Angehörigen von Afridza Munandar einen Gruß schicken."

3. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich habe mir schon gedacht, dass wir vielleicht aufs Podium fahren können. Meine Pace war gut. Sepang ist immer ein bisschen merkwürdig, weil die Reifen im Rennen immer mehr abbauen als im Training. Man muss vor dem Rennen positiv sein. Ich hatte meine Chance, aber der Grip war sehr niedrig und ich konnte nicht mehr tun. Dieses Podium ist sehr wichtig, denn hier in Sepang haben wir es nie einfach mit der Ducati. Dafür muss ich dem Team danken."

4. Valentino Rossi (Yamaha): "Ich hatte einen guten Start, aber dann haben mich auf der ersten Geraden einige Fahrer überholt. Danach war ich wieder sehr konkurrenzfähig, konnte eine gute Pace halten und mehrere Überholmanöver setzen. Dann hatte ich einen guten Kampf mit Dovizioso. Ich war schneller in den Kurven, er auf den Geraden. Ich habe gehofft, in den letzten Runden stärker zu sein, aber das ist mir nicht gelungen. Ich bin dennoch zufrieden."

5. Alex Rins (Suzuki): "Ich hatte zu Beginn zu wenig Traktion, aber das wurde dann immer besser und so konnte ich Dovi und Vale einholen. Am Ende war es zwar nicht mehr möglich, sie zu überholen, aber ich bin auch mit dem fünften Platz zufrieden. Ich freue mich sehr auf Valencia, hoffentlich können wir das Rennen dort genießen."

6. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Wir dürfen uns nicht beklagen. Es war insgesamt ein gutes Rennen, auch wenn wir uns im Rennen etwas mehr erwartet hatten. Ich hatte einfach nicht das absolut richtige Gefühl, konnte aber dennoch als bester Satelliten-Fahrer ins Ziel kommen."

Für Franco Morbidelli reichte es in Sepang nur für Platz sechs - Foto: Petronas Yamaha SRT

7. Fabio Quartararo (Petronas Yamaha): "Das war ein wirklich hartes Rennen. Ich hatte große Schwierigkeiten. Meine erste Runde war eine Katastrophe. Ich konnte überhaupt nicht bremsen - ein Problem, das wir das ganze Wochenende über nicht hatten. Wir konnten unser angepeiltes Resultat nicht erreichen, obwohl wir eine viel bessere Pace hatten. Warum das so war, müssen wir uns erst ansehen.""

8. Jack Miller (Pramac Ducati): "Mein Start war sehr gut und ich habe versucht, eine kontrollierte Pace zu fahren. Ab der dritten Runde ist mein Gefühl mit dem Vorderrad aber rasant schlechter geworden und ich konnte nicht mehr pushen. Das ist schade, denn ich dachte, dass ich die Pace für das Podium habe. Ich musste auch einige Attacken, die vielleicht jenseits der Grenze waren, einstecken."

9. Danilo Petrucci (Ducati): "Das war wieder ein schwieriges Rennen. Am Ende wurde ich zwar stärker, aber in den letzten fünf Runden hatte ich hinten starke Vibrationen und ich konnte nicht weiter pushen. Im Rennen hat zudem mein Rücken immer noch stark geschmerzt nach dem Crash in Australien, und ich konnte nicht mehr tun. Schade um das Problem gegen Rennende, aber ich habe noch versucht, das bestmögliche Resultat einzufahren."

10. Joan Mir (Suzuki): "Das war das härteste Rennen meines Leben. Ich habe körperlich sehr gelitten und konnte nicht sonderlich gut atmen. Durch die Lungenverletzung aus Brünn habe ich es sehr schwer unter diesen Bedingungen. Das hat mein Rennen beeinträchtigt, aber am Ende habe ich es wieder in die Top-10 geschafft. Es ist schön, jetzt nach Hause zu reisen und mich auf das letzte Rennen des Jahres vorzubereiten."

11. Pol Espargaro (KTM): "Wir konnten nicht wie in anderen Rennen um die Top-Ten kämpfen, aber wenn man sich ansieht, wo wir am Freitag waren, dann kann ich zufrieden sein. Das Team hat viel nachgedacht, am Setup gearbeitet und dabei einen tollen Job gemacht. Ein Wochenende so herumreißen, ist großartig."

12. Francesco Bagnaia (Pramac Ducati): "Es war ein sehr schwieriges Rennen. Wir sind mit großen Erwartungen gestartet, konnten sie aber nicht erfüllen. Ich hatte von der ersten Runde an keinen Grip am Hinterrad und konnte so unsere Vorteile in der Beschleunigung nicht nutzen. Dafür müssen wir eine Lösung finden."

Aleix Espargaro beendete das Rennen in Sepang als einziger Aprilia-Pilot - Foto: Aprilia

13. Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich kann mit diesem Rennen nicht zufrieden sein. Vor allem, weil wir eine viel bessere Pace hatten, als es mein Ergebnis aussehen lässt. Leider sind wir in der Beschleunigung limitiert, was das Überholen sehr schwer macht. Ich habe heute Zeit hinter Bagnaia und in meinem Kampf mit Pol verloren. Am Ende konnte ich den Schaden aber eingrenzen. Jetzt bereiten wir uns auf Valencia und die nächste Saison vor."

14. Jorge Lorenzo (Repsol Honda): "Ich bin natürlich immer noch nicht schnell genug, aber wir kommen unserem Ziel, 30 Sekunden hinter dem Sieger zu sein, seit dem Crash in Assen immer näher. Die Startphase war für mich heute sehr schwierig. Es war sehr turbulent, was meine Pace stark gestört hat. Die zwei Punkte die ich heute geholt habe, waren wichtig für die Team-Weltmeisterschaft."

15. Mika Kallio (KTM): "Wenn wir uns an den Freitag erinnern, war das Gefühl heute schon deutlich besser, aber ich hatte dennoch ziemlich große Probleme. Ich konnte einfach nicht das Maximum aus den Reifen herausholen. Mein Start war ganz gut und ich konnte einige Positionen gutmachen, aber die Pace der Gruppe vor mir konnte ich nicht mitgehen. Vor allem in den schnellen Kurven habe ich viel Zeit verloren."

16. Hafizh Syahrin (Tech3 KTM): "Das Rennen selbst war sehr hart und emotional für mich, denn fürs Erste war es mein letztes Heimrennen als MotoGP-Pilot. Dafür kehre ich aber in der Moto2 zurück. Ich hoffe, die Fans an der Strecke haben das Rennen genossen. Ich konnte einfach nicht mehr geben und es tut mir für alle leid, die sich mehr erhofft hatten. Ich habe schon mehr als 100 Prozent gegeben, aber scheinbar hat das immer noch nicht gereicht. Ich wollte aber unbedingt bis zum Ende auf dem Bike sitzen bleiben."

17. Karel Abraham (Avintia Ducati): "Mein Start war nicht schlecht, aber Kallio hat mich etwas abgedrängt und ich bin auf den letzten Platz zurückgefallen. Dann hat mich Lorenzo noch einmal in der letzten Kurve nach außen geschoben und ich habe wieder viel Zeit verloren. Das ist wirklich schade, denn ich glaube, dass wir um die Punkte kämpfen hätten können. Die Pace und das Setup haben gestimmt. "

DNF Johann Zarco (LCR Honda): "Ich muss mit diesem Rennen zufrieden sein. Meine Pace war gut und ich konnte endlich wieder mit den Top-Fahrer kämpfen. Ich muss das Motorrad noch besser verstehen und dann in weiterer Folge auch besser fahren, aber ich habe mit der Honda großes Potenzial. Ich habe mit Miller um P8 gekämpft, als mich leider Mir getroffen hat. Das ist schade, aber in Erinnerung bleibt mir das gute Gefühl hier."

DNF Cal Crutchlow (LCR Honda): "Wir sind sehr enttäuscht über den Sturz. Der Start war schon schlecht und nach der ersten Runde lag ich schon recht weit hinten. Ich wollte nach vorne kommen und kämpfte in einer Gruppe, die schließlich um P8 herum ins Ziel kam. Aber ich hatte kein gutes Gefühl für die Reifen und hatte keinen guten Grip von der Strecke und von unserem Bike gefühlt."

DNF Andrea Iannone (Aprilia): "Es war ein eigenartiges Rennen. Ich hatte keine schlechte Pace, aber mein Speed war sehr langsam. Ich musste sehr lange den Windschatten der anderen Fahrer nutzen und konnte mich nicht verbessern. Die Temperaturen sind gestiegen, auch die in meinem Vorderreifen. Damit hatte ich so lange Probleme, bis ich gestürzt bin."


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