MotoGP

MotoGP Barcelona 2018: Die Reaktionen zum Training

Die MotoGP dreht in Barcelona ihre Runden, Jorge Lorenzo war am Freitag der Schnellste. Das hatten die Piloten zum Training zu sagen.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Jorge Lorenzo (Ducati): "Wir haben das Wochenende gut begonnen und gezeigt, dass wir eine konkurrenzfähige Base haben. Die Strecke hat sich verändert, aber mein Gefühl ist trotzdem sehr gut. Außerdem habe ich mir schon denken können, dass ich hier das Beste aus meinem Fahrstil rausholen kann. Nach dem Test waren wir überzeugt, hier schnell sein zu können und das haben wir heute bewiesen."

2. Andrea Iannone (Suzuki): "Es war für uns ein positiver Tag. Ich habe auf dieser Strecke ein gutes Gefühl für das Bike und die Testfahrten haben natürlich auch geholfen. Zu Beginn beider Sessions haben wir ein paar unterschiedliche Reifen ausprobiert, auch die beiden harten Optionen. Am Ende haben wir den Tag mit guten Rundenzeiten über die Bühne gebracht. Wir haben uns sehr verbessert, das Team und ich haben ein gutes Gefühl."

3. Maverick Vinales (Yamaha): "Während der Testfahrten hatte die Strecke viel mehr Grip. Wir haben das Basis-Setup die ganze Zeit schon gehabt. Mit dem vollen Tank zu Beginn der Session ist es immer etwas schwierig. Aber es ist schön, mal wieder ein gutes Gefühl zu haben. Wir können uns jetzt auf das Rennen vorbereiten. Wenn es am Sonntag sehr heiß wird, wird uns vor allem der Vorderreifen Probleme bereiten. Mit dem Hinterreifen haben wir viel Grip. Ich versuche ab jetzt, mich so gut es geht auf Sonntag vorzubereiten."

4. Andrea Dovizioso (Ducati): "Nicht das neue Layout, sondern der Asphalt macht hier den größten Unterschied. Wir hatten zwar vor ein paar Wochen Testfahrten, aber die Bedingungen sind jetzt anders. Es ist nicht leicht, mit dem Rutschen klarzukommen. Man kann beim Einbiegen in die Kurven leicht Fehler machen. Keiner kann beim Herausbeschleunigen aus den Kurven pushen. Das Layout ist nicht optimal für die Reifen, vor allem, was den Hinterreifen angeht. Wir haben in den Trainings mit den harten Reifen gearbeitet, andere mit den weichen. Deswegen haben wir noch nicht den Vergleich, um unseren Speed genau einzuschätzen. Insgesamt ist das Gefühl gut."

5. Valentino Rossi (Yamaha): "Wie heute Morgen Erster zu sein ist immer ein schönes Gefühl. Wir haben zu diesem Zeitpunkt weiche Reifen verwendet und haben am Nachmittag etwas anderes ausprobiert, damit wir alle Optionen für das Rennen kennen. Die Möglichkeiten sind wie immer offen, für die Front und das Hinterrad. Um alles zu verstehen, müssen wir aber morgen mehr fahren. Wir müssen auch am Bike weiterarbeiten, aber das erste Gefühl war positiv."

6. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich bin mit dem Nachmittag zufrieden. Das Team hat gut gearbeitet und am Nachmittag konnten wir den harten Reifen ausprobieren. Einen Medium-Reifen haben wir damit sparen können. Die Streckenbedingungen scheinen besser geworden zu sein, auch während des heißen Nachmittags. Mein Team und Honda haben im FP2 einen tollen Job gemacht, denn wir konnten ein paar Probleme lösen."

Cal Crutchlow schaffte den Sprung in die Top-6 - Foto: LCR

7. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich bin mit dem ersten Tag zufrieden. Ich war auch mit gebrauchten Reifen sehr schnell. Wir müssen die Abnutzung des hinteren Reifens beobachten, haben aber schon einen guten Weg gefunden. Das Ziel für Samstag lautet, es direkt in Q2 zu schaffen. Es wird ein großer Kampf."

8. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Ich bin mit dem ersten Tag in Barcelona zufrieden, denn ich fühle mich viel besser als in Mugello. Der Test, den wir hier hatten, war sehr hilfreich. Ich habe mich gleich wohl auf dem Bike gefühlt und wir konnten mit ein paar Dingen spielen. Für eine Weile konnte ich mit den Top-Jungs mithalten. Es war schön, das wieder zu schaffen. Wir arbeiten weiter."

9. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Ich habe am Vormittag keine zusätzlichen Reifen verwendet, sondern bin die ganze Session mit einem Satz gefahren. Ich war in den Top-10 bevor ein paar der anderen Fahrer neue Reifen aufziehen ließen. Ich habe im Laufe des Tages mein Gefühl verbessert und mehr auf der Strecke gearbeitet als in der Box."

10. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Ich bin sehr glücklich, denn mein Ziel war es, in die Top-10 zu kommen. Ich wollte bereits fürs Q2 sein. Aber morgen ist ein neuer Tag und ich bin mir sicher, dass Marquez im FP3 stark sein wird. Wir haben trotzdem seit dem Test einen großen Fortschritt gemacht und ich habe ein gutes Gefühl mit dem Bike."

11. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Der erste Tag meines Heimrennens ist sehr gut gelaufen. Wir haben eine gute Pace gefunden und sind schnelle Runden gefahren. Wir sind heute Elfte geworden und ich bin mir sicher, dass wir morgen noch schneller sein können. Wir müssen noch daran arbeiten, ein paar Zehntel zu finden. Der neue Asphalt ist sehr gut, die Strecke ist jetzt schneller."

12. Marc Marquez (Repsol Honda): "Es sieht so aus, als müsste ich in jedem FP2 stürzen. Als ich gestürzt bin, war ich auf gebrauchten Reifen unterwegs, beide waren die harte Mischung. Es war meine zweite Runde und vielleicht war der Vorderreifen noch nicht wirklich bereit. Aber ein bisschen fehlt mir auch das Gefühl für den Kurveneingang. Wir versuchen jetzt herauszufinden, wo genau das Problem liegt. Wir haben das Problem schon gefunden, aber wir müssen jetzt daran arbeiten, es zu beheben."

Sein Crash im FP2 kostete Marc Marquez den Top-10-Platz - Foto: Repsol

13. Mika Kallio (KTM): "Zuerst einmal bin ich mit unserem Job heute sehr zufrieden. Wir liegen nur eine Sekunde hinter den Top-Piloten. Uns fehlt im Grunde nur der Grip am Hinterrad, aber morgen kriegen wir neue Teile und hoffentlich ein paar Ideen, mit denen wir uns verbessern können."

14. Alvaro Bautista (Angel Nieto Ducati): "Nach den letzten Rennen ist Platz 14 am ersten Tag kein schlechter Start. Wir sind näher an den Top-10 dran. Wir haben hier im Gegensatz zu den anderen Teams nicht getestet, daher waren wir im Nachteil. Wir mussten erst einmal Zeit auf die Reifen verwenden, um herauszufinden, welche wir im Rennen am besten einsetzen. Es sieht so aus, dass die weichen Reifen länger halten als letztes Jahr. Das ist positiv, denn das bedeutet, dass wir sie vielleicht am Sonntag im Rennen nutzen können."

15. Bradley Smith (KTM): "Unser erster Tag lief ziemlich gut. Der Test hier hat uns sehr geholfen. In meinem Fall war es besonders wichtig, die neuen Reifen zu testen. Der Hinterreifen ist der Schlüssel in Barcelona, um im Rennen stark zu sein. Wir müssen uns zwischen dem Medium- und dem Hard-Reifen entscheiden."

16. Jack Miller (Pramac Ducati): "Wir haben beim Setup gute Fortschritte gemacht. Ein paar Probleme müssen wir noch lösen, vor allem in den schnellen Kurven. Insgesamt bin ich mit unserer Arbeit zufrieden. Jetzt gilt es, im dritten Freien Training zu attackieren."

17. Aleix Espargaro (Aprilia): "Am Vormittag fühlte ich mich gut, aber am Nachmittag hatte ich sehr wenig Grip - sowohl mit dem Vorder- als auch mit dem Hinterreifen. Ich habe die drei Reifenoptionen für hinten und die zwei für vorne ausprobiert, aber keine Lösung gefunden. Es ist ein seltsames Gefühl. Ich kann das Vorderrad kaum kontrollieren, wenn ich vom Gas gehe."

18. Alex Rins (Suzuki): "Heute war ein sehr wichtiger und positiver Tag. Wir haben gut gearbeitet. Der Asphalt und das Layout der Strecke sind neu und wenn man weit geht, ist die Strecke ein bisschen dreckig. Man slidet dann viel, aber das ist ja für alle so. Im großen und ganzen haben wir gut gearbeitet, vor allem mit gebrauchten Reifen. Am Nachmittag hatten wir außerdem eine tolle Pace. Jetzt müssen wir uns die neuen Reifen ansehen."

Pol Espargaro crashte im FP2 - Foto: KTM

19. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Es war ein bisschen schwierig für mich. Ich habe Probleme mit dem Hinterreifen gehabt, aber für das Rennen arbeiten wir mit dem harten und dem weichen Reifen gearbeitet. Morgen werden wir uns im Qualifying um eine gute Rundenzeit bemühen. Im FP3 wollen wir am Renn-Setup arbeiten.

20. Pol Espargaro (KTM): "Heute war ein schwieriger Tag für mich, vor allem was die Reifenwahl angeht. Mir fehlt die Balance zwischen Front und Hinterreifen. Deshalb bin ich im zweiten Freien Training auch in Kurve fünf gestürzt. Aber ich bin unverletzt und will mich im Qualifying und im Rennen verbessern."

21. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Ich bin zufrieden, denn wir sind heute Morgen 16. geworden und am Nachmittag 20. Noch besser ist, dass wir unsere Pace bei jedem Outing verbessert haben. Wir sind stärker, aber wir müssen noch weiterarbeiten, um es in die Top-15 zu schaffen. Wir haben uns aber verbessert, auch im Vergleich zu den Tests hier."

22. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Es war ein enttäuschender Tag. Wir haben den letzten Testtag auf dieser Strecke verpasst, also ging der Tag heute dafür drauf, ein geeignetes Setup für mich zu finden. Leider bin ich sowohl im FP1 und FP2 gestürzt. Ich habe Schmerzen und gehe deshalb heute noch ins Krankenhaus, um einige Checks vorzunehmen."

23. Scott Redding (Aprilia): "Ich habe viele Runden abgespult, ohne viel am Bike zu ändern, und habe verschiedene Reifentypen getestet. Ich habe mich mit den harten Reifen ganz gut gefühlt, aber wir haben beim Anbremsen etwas zu kämpfen. Insgesamt ist mein größtes Problem der Speed auf einer schnellen Runde. Bei mir besteht in der Rundenzeit kein großer Unterschied zwischen neuen und gebrauchten Reifen. Diesen Aspekt will ich verbessern. Mein Sturz war merkwürdig. Ich war etwas abseits meiner Linie. Als ich die Bremse löste, verlor ich die Front."

24. Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Heute Morgen musste ich rausgehen und die Strecke lernen, denn wir haben hier nicht getestet. Aber der neue Asphalt ist super. Den Flow in den ersten zwei Kurven finde ich toll. Aber ich war überrascht, dass ich im FP1 nicht viel Grip hatte. Daran haben wir jetzt gearbeitet, genauso wie daran mein Selbstvertrauen und meinen Rhythmus für das Rennen zu verbessern."

25. Sylvain Guintoli (Suzuki): "Heute lief es ok, wir liegen am ersten Tag viel dichter an den Top-Jungs als letztes Jahr. Heute hatten wir ein paar Teile zum Ausprobieren und ich hatte nicht wirklich Zeit, eine schnelle Runde zu fahren. Auch den weichen Reifen konnte ich noch nicht testen. Es läuft gut und ich genieße es, zu fahren. Ich hoffe, wir können morgen eine bessere Pace finden und mit weichen Reifen schneller werden."

26. Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Es ist schon eine Weile her, dass ich glücklich war und auch hier bin ich nicht glücklich. Ich versuche zu pushen, aber ich fühle mich auf dem Bike nicht gut. Der Hinterreifen ist okay, aber ich habe mit dem Vorderreifen kein Gefühl beim Anbremsen, in der Mitte der Kurve und beim Herausfahren. "


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