MotoGP

Danilo Petrucci nach Ducati-Deal: Von hinten nach vorn gekämpft

Danilo Petrucci ist ab 2019 Ducati-Werkspilot. Der Weg dahin war aber weit und schwierig - von ganz hinten im Feld nach vorn.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Danilo Petrucci hat es geschafft. Vor wenigen Tagen verkündete Ducati in einer Presseaussendung, dass der italienische Fahrer für die kommenden zwei Jahre an der Seite von Andrea Dovizioso im Werksteam der Roten an den Start gehen wird. Damit ist für Petrucci ein Traum in Erfüllung gegangen.

Denn bereits seit Beginn der Saison erklärte Petrucci, dass er keine Absichten habe in seinem aktuellen Team, Pramac Ducati, zu bleiben. Wenn es keine Beförderung ins Werksteam aus Borgo Panigale gäbe, dann wäre die Zusammenarbeit von Petrucci und Ducati beendet. Doch so weit ist es nie gekommen, denn mittlerweile hat der Italiener seinen Platz im Werksteam fix. "Es war immer mein Ziel in einem Werksteam zu fahren, auch wenn ich der letzte Fahrer im Grid war", erklärt Petrucci in der Pressekonferenz von Barcelona.

Denn Petrucci wählte nicht den klassischen Weg über Moto3 und Moto2, um in die Königsklasse zu gelangen. Gestartet hatte Petrucci seine Karriere im Motorradrennsport in der europäischen Superstock-600-Meisterschaft. Es folgten der Superstock-1000-Cup und die italienische Meisterschaft, bevor er 2012 den Sprung in die MotoGP wagte.

Seither sind einige Jahre ins Land gegangen und viel passiert, wie sich Petrucci am Donnerstag in Barcelona erinnert. "Als ich noch neu in der MotoGP war, war ich oft Letzter ", lacht Petrucci heute. "Die Leiter zum Erfolg ist ziemlich lang, aber jetzt freue ich mich unglaublich über meine Chance bei Ducati." Vor allem die schwierigen Anfangsjahre mit Ioda-Racing in der Königsklasse haben ihm geholfen, glaubt Petrucci. "Ich habe dort gelernt, nie aufzugeben."

Erst mit dem Aufstieg ins Pramac-Ducati-Team zur Saison 2015 ging es für Petrucci bergauf. In seiner ersten Saison mit dem italienischen Team schaffte er den Sprung in die Top-10 der WM-Gesamtwertung, vorher war Platz 17. sein bestes Ergebnis. "Erst als ich ins Pramac-Team gekommen bin, habe ich verstanden, dass ich nicht schlecht bin in dem, was ich tue", misst Petrucci diesem Wechsel heute besondere Bedeutung bei. "Um jetzt hier zu sein, musste ich hart arbeiten." Deshalb ist laut Petrucci jetzt auch der beste Zeitpunkt, um sein erstes MotoGP-Rennen zu gewinnen. "Auch wenn ich gehofft hätte, dass es schon früher passiert wäre."


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