MotoGP

MotoGP Le Mans 2018: Die Reaktionen zum Rennen

Marc Marquez fuhr in Le Mans einen eindrucksvollen Sieg ein, Johann Zarco stürzte. Die Reaktionen zum Rennsonntag in Frankreich.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Es war ein schwieriges Rennen, denn die Pace aller Fahrer war sehr nah beieinander. Der Grip war schlechter als gestern und auch als im Warm Up am Morgen, deshalb hatte ich Probleme mit dem Vorderrad. Es hat auch etwas gedauert, bis ich den harten Hinterreifen auf die richtige Temperatur gebracht habe. Ich habe dennoch vom Beginn an gepusht. Ich bin sehr zufrieden. Das ist ein wichtiger Sieg auf einer Strecke, die uns normalerweise Probleme macht."

2. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Mir war klar, dass es ein hartes Rennen wird, weil es sehr heiß war und wir deshalb Probleme mit dem Vorderreifen hatten. Ich konnte aber den Hinterreifen gut managen und habe einfach versucht, Marc zu folgen. Das hat gut funktioniert. Ich bin sehr zufrieden. In Argentinien und Texas hatte ich schwierige Zeiten, aber jetzt komme ich sehr glücklich zu meinem Heimrennen in Mugello."

3. Valentino Rossi (Yamaha): "Wir haben uns hier etwas gesteigert und auch die richtige Reifenwahl getroffen. Mir war klar, dass ich hier schneller bin als in Le Mans, also wollte ich auf das Podium fahren. Das ist mir gelungen und es ist ein wichtiges Ergebnis für mich, das Team und Yamaha. Ich bin zufrieden, weil ich das ganze Rennen über schnell war. Ich habe noch versucht Petrucci einzuholen, aber er war zu schnell. Platz drei ist aber okay für mich."

4. Jack Miller (Pramac Ducati): "Ich bin zufrieden damit, dass ich die ganze Zeit über in der Spitzengruppe war. Ich habe versucht, Valentino zu überholen und aufs Podium zu fahren, konnte es am Schluss aber nicht. Ich würde gerne Petrux zu seinem Ergebnis gratulieren und dem Team für die Arbeit danken, die sie an diesem Wochenende gemacht haben. Sie sind ein tolles Team und verdienen das Ergebnis."

5. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Platz 5 ist ein passables Ergebnis, wen man das Wochenende und meinen körperlichen Zustand bedenkt. Zum Positiven - wir haben fünf Plätze gutgemacht, nachdem wir von Platz 10 gestartet sind, was auf dieser Strecke nicht leicht ist. Heute war es auch wichtig, nicht zu stürzen, und wir sind ins Ziel gekommen. Das bedeutet wiederum, dass wir auf das nächste Rennen mit mehr Zuversicht zugehen können."

6. Jorge Lorenzo (Ducati): "Wieder einmal hatte ich einen guten Start, konnte dadurch 9 Runden lang in Führung bleiben. Leider konnte ich das Tempo nicht bis zum Ende mitgehen. Wir haben noch immer ein Problem, das Bike benutzerfreundlicher zu machen, was für mich sehr ermüdend ist. Ich kann deshalb nicht konstant fahren. Auf jeden Fall sind wir durchgekommen, und nach dem Ausfall in Jerez war das heute auch eines meiner Ziele."

Jorge Lorenzos Rennen endete nicht so gut wie es begonnen hatte - Foto: Ducati

7. Maverick Vinales (Yamaha): "Das war nicht das Rennen, was ich mir von Le Mans erhofft hatte. Ich habe lange gebraucht, um an ein paar Rivalen vorbeizukommen. Als ich dann auf Platz 7 ankam, war die Lücke nach vorne zu groß. Es ist enttäuschend, dass ich nicht vorne mitkämpfen konnte, aber ich bin in der Meisterschaft jetzt auf Platz 2. Daher müssen wir weiter fokussiert bleiben und hart arbeiten."

8. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich wollte in den ersten Runden nicht schnell fahren, ganz einfach. In den ersten 10, 15 Runden wollte ich keine Fehler mache, wollte einfach auf dem Bike sitzen bleiben, sonst hätte ich mich schwer verletzen können. Danach konnte ich etwas pushen, ein paar Fahrer überholen, aber ich muss dem Team danken. Es ist das erste Rennen seit längerem, das wir beendet haben, und es ist zwar kein gutes Ergebnis, aber ich bin glücklich, dass ich im Ziel bin und ausreichend gute Arbeit geleistet habe."

9. Aleix Espargaro (Aprilia): "Am Start bin ich in der ersten Schikane etwas steckengeblieben und habe einige Positionen verloren. Deshalb musste ich in den ersten Runden voll ans Limit gehen, um wieder Boden gutzumachen. Den Anschluss zur Spitzengruppe konnte ich aber nicht mehr finden und bin dann fast das gesamte Rennen alleine gefahren. Nach einem unglücklichen Saisonstart nehmen wir diesen neunten Platz jetzt als einen Ausgangspunkt, auch wenn es nicht das Ergebnis ist, das wir uns vorgenommen hatten."

10. Alex Rins (Suzuki): "An diesem Wochenende war es schwierig für mich, alles zu managen und schnell zu sein. Ich habe im Rennen versucht, meine Balance zu finden und denke, das der zehnte Platz ein gutes Ergebnis ist. Ich habe mit Aleix, Maverick und Cal in den letzten Runden gekämpft und gut abgeschnitten. Jetzt müssen wir weiterhin von Freitag an hart arbeiten, denn ab jetzt bin ich alle Strecken schon mal mit einem MotoGP-Bike gefahren. Die Dinge laufen gut.

11. Pol Espargaro (KTM): "Ein guter Start für uns, wir haben uns 6 Plätze in der ersten Runde geholt, und ich bin in die Gruppe vor mir gefahren. Dann habe ich so gut wie möglich versucht, schnell ins Ziel zu kommen und den 11. Platz zu halten. Wir waren fast 20 Sekunden schneller als im Vorjahr, das ist sehr gut, weil wir haben hart gearbeitet."

12. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Ich habe mich im Rennen gut gefühlt. Schade um den schlechten Start, denn danach wurde ich aufgehalten. Meine Pace war sehr stark und die Top-10 wären drin gewesen. Aber Überholen ist hier schwierig und in der ersten Kurve braucht man dafür auch viel Mut. Ich habe es oft probiert, so aber die schnellere Gruppe vor mir verloren."

Hafizh Syharin beendete als einziger Tech3-Pilot das Rennen - Foto: Tech 3

13. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Wir sind gut gestartet, aber nach ein paar Runden musste ich sehr langsam machen, weil sich der Hinterreifen seltsam angefühlt hat. Sonst waren das Rennen und das Wochenende positiv. Wir verbessern uns bei jedem Rennen, und sicherlich können wir in den nächsten Rennen bessere Ergebnisse einfahren."

14. Bradley Smith (KTM): "Ich habe in den ersten Runden beim Kämpfen Zeit verloren. Dann hielt ich zur Rennmitte den Abstand zu den anderen, und konnte sie danach nur schwer einholen. Platz 14 sind wieder Punkte, und ich hatte am Ende einen guten Kampf mit Morbidelli. Wir haben uns über die Renndistanz weitere 15 Sekunden verbessert, also macht KTM Fortschritte, aber die Konkurrenz wird stärker und stärker."

15. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Es war ein hartes Rennen, und mein körperlicher Zustand ist nicht perfekt, aber während dem Rennen habe ich mich OK gefühlt. Es war kein guter Start ins Rennen, aber das Gefühl auf dem Bike war viel besser als in Jerez. Nach 15 Runden begann ich mit dem Vorderreifen zu kämpfen, vielleicht habe ich ihn vorher beim Bremsen zu stark beansprucht. Dann hatte ich Probleme, das Tempo zu halten."

16. Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Ich habe in den ersten fünf Runden zu viel Zeit verloren, weil ich die Front nicht gespürt habe und in der letzten Gruppe festhing. Aber in der zweiten Rennhälfte habe ich die Gruppe eingeholt, in der Franco Punkte gemacht hat, also war das etwas enttäuschend."

17. Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Das war ein hartes Wochenende für uns. Ich bin damit nicht zufrieden und wir haben nicht verdient, so weit hinten zu landen. Ich gebe mein Bestes aber es scheint im Moment einfach nicht genug zu sein. Ich muss weiter hart an mir arbeiten. Wir können uns viel besser schlagen, aber leider gelingt uns das im Moment noch nicht."

18. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Es ist schade, weil ich das ganze Rennen Probleme hatte und kaum fahren konnte. Nach fünf oder sechs Runden waren die Schmerzen im rechten Arm zu viel. Das ist schade, weil im Warm-Up haben wir was beim Setup gefunden, was mir sehr geholfen hat. Ich fühlte mich sehr gut in den ersten Runden, konnte mit der Gruppe vor mir mithalten. Dann kam das Problem mit dem Arm, und ich habe nur mehr die Runden bis zum Schluss gezählt."

Scott Redding beendete das Rennen nicht - Foto: Aprilia

DNF Scott Redding (Aprilia): "Es war ein schwieriges Wochenende, aber ich versuche, die positiven Seiten zu sehen. Im Gegensatz zu Jerez, wo ich in den ersten Runden überhaupt keinen Grip hatte, habe ich mich hier am Rennbeginn sehr wohlgefühlt. Die Situation wird dann normalerweise von Runde zu Runde besser, aber leider hatte ich dann Probleme, den Vorderreifen zu verwalten. Mein Sturz war dann auch durch den Grip-Verlust an der Front begründet."

DNF Tito Rabat (Avintia Ducati): "Dieses Mal hatte ich einen guten Start, die erste Runde war stark, ich habe einen Platz gewonnen und das Gefühl mit dem Bike war perfekt. Ich habe mich so gut gefühlt, dass ich Dani und Rins möglichst bald überholen wollte. Anstatt nachzudenken und geduldig zu sein, wollte ich einfach vorbei. Sie sind in Kurve 1 weit, und ich habe es versucht, aber in der nächsten Kurve habe ich meine Linie verändert um mich zu verteidigen, habe die Front verloren und gecrasht. Ich will mich nur beim Team entschuldigen, weil mein Motorrad heute super war."

DNF Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Mein Start war ziemlich schlecht, aber in der ersten Schikane konnte ich die Plätze fast alle wieder gutmachen. Danach war es schwierig mit Lorenzo. Ich hätte vielleicht schneller sein können, kam aber nicht vorbei. Danach habe ich einen kleinen Fehler gemacht. Ich bin zu schnell in die Kurve rein, fuhr etwas zu weit und das Vorderrad ist eingeklappt. Ich hatte den Crash nicht erwartet. Vielleicht hätte ich etwas warten sollen, bis weniger Benzin im Tank war. Da waren wir hier am stärksten."

DNF Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich bin echt fertig, diesmal war es mein Fehler. Ich fuhr zu weit in Kurve 6, dachte nicht, dass ich Probleme mit der Front haben würde. Sehr schade, weil ich heute ein gutes Gefühl hatte, und Chancen auf den Sieg. Es ist ein inakzeptabler Fehler für jemanden wie mich, der um den Titel kämpfen will. Momentan ist es schwierig, den Fehler zu verarbeiten, weil ich sonst keine mache, aber leider sind Rennen manchmal so."

DNF Alvaro Bautista (Angel Nieto Ducati): "Ich bin in der zweiten Runde gestürzt. Ich habe das Hinterrad etwas verloren und gleichzeitig hat die Front zu rutschen begonnen. Das war bei der Ausfahrt aus Kurve sechs. Es ist eigenartig, am Kurvenausgang die Front zu verlieren. Ich denke, dass wir im Rennen in die Top-Ten kommen hätten können."

DNF Andrea Iannone (Suzuki): "Ich weiß wirklich nicht, was passiert ist. Es war ein sehr seltsamer Crash. Ich bin mit dem Rennen natürlich nicht zufrieden, denn wir hatten heute Potenzial und eine gute Pace. Ich hätte es aufs Podium schaffen können. Aber so sieht es jetzt nun mal aus. Ich bin gut gestartet, aber habe dann das Hinterrad verloren. Es ist sehr seltsam. Das Team checkt jetzt die Daten.


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