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MotoGP Le Mans 2018: Die Reaktionen zum Qualifying

Johann Zarco hat sich die Pole Position bei seinem Heimrennen in Le Mans geschnappt. Die Reaktionen zum Qualifying-Samstag.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Ich fühle mich toll, es ist sehr emotional. Ich habe nicht erwartet, schon im Qualifying so emotional zu sein. Ich wusste, dass ich schnell sein würde. Das erste Outing war schon ganz gut, aber ich wusste, dass der zweite Reifen noch ein bisschen besser sein würde. Wir haben einen Schritt vorwärts mit dem Setting gemacht. Das Bike funktioniert mit neuen und gebrauchten Reifen. Das ist gut. Es ist toll, die Unterstützung der Fans hier zu spüren. Mal schauen, wo mich diese Energie morgen hinbringen kann."

2. Marc Marquez (Repsol Honda): "Wir haben alles gegeben. Ich habe eigentlich gedacht, dass meine Rundenzeit schon sehr schnell gewesen war und gereicht hätte. Aber dann habe ich gesehen, wie schnell Johann zwar. Es war unglaublich. Ich habe dann nochmal gepusht, aber er war einfach zu schnell. Er hat die Pole wirklich verdient. Ich habe in meiner letzten Runde einen kleinen Fehler gemacht und das war es dann."

3. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Das Qualifying ist in der MotoGP sehr wichtig. Gestern war meine Rennpace gut. Heute Morgen habe ich mich mit einem Reifen nicht so gut gefühlt und im FP4 habe ich dann einfach nur gepusht. Das hat funktioniert. Ich bin meine Bestzeit mit einem gebrauchten Reifen gefahren. Im Q1 lief es dann sehr gut. Aus dem ersten Qualifying zu kommen, ist nie einfach. Aber ich habe in der MotoGP gelernt, dass nichts unmöglich ist. Ich bin für das Rennen morgen in einer guten Position. Das ist wichtig, denn ich bin nicht der beste Starter."

4. Andrea Iannone (Suzuki): "Ich freue mich sehr über dieses Qualifying. Ich habe mehr als 100 Prozent gepusht und im Vergleich zu heute Morgen haben wir uns um einiges verbessert. Wir haben das FP4 genutzt, um ein besseres Setup zu finden und meine Pace zu verbessern. Auch wenn uns bei der Beschleunigung noch immer etwas fehlt, ist mein Gefühl für das Bike gut. Auch an den Bremspunkten habe ich ein gutes Gefühl. Wir haben eine gute Pace. Vielleicht nicht die Beste, aber wir können kämpfen."

5. Andrea Dovizioso (Ducati): "Heute lief es gut. Nachdem ich schon gut dabei war, konnten wir uns am Nachmittag auf Setup-Arbeit und auf die Reifen konzentrieren. Jetzt haben wir für das Rennen morgen sehr gute Vorstellungen. Ich bin mit allem zufrieden, wir sind in einer guten Situation und haben die Pace, um ums Podium zu kämpfen, aber es gibt viele schnelle Fahrer, also werden wir erst im Rennen sehen, wer die beste Pace hat."

6. Jorge Lorenzo (Ducati): "Wir sind der gleichen Methode wie in Jerez gefolgt, und konnten, auch dank des neuen Chassis, welches ich in Mugello getestet habe, langsam das Motorrad verbessern. Ich habe eine explosive Runde knapp verpasst, aber bin trotzdem zufrieden mit meinem Startplatz."

Jorge Lorenzo schaffte den Sprung in die Top-6 - Foto: LAT Images

7. Jack Miller (Pramac Ducati): "Ich bin sehr zufrieden, besonders mit der Renn-Pace. Das Gefühl ist sehr positiv und ich denke, dass wir ein gutes Rennen erwarten können. Um ehrlich zu sein ist die siebte Position gut, aber ich hätte es besser machen können. Trotzdem bin ich sehr zuversichtlich für das morgige Rennen."

8. Maverick Vinales (Yamaha): "Meine Renn-Pace ist gut, wenn es kalt ist. Wenn es heiß wird, kann ich nur schwer den Rhythmus halten. Ich bin mir nicht wirklich sicher, was mein Potential für morgen ist. Der Vormittag war sehr gut, ich habe das Bike genossen und war in jeder Runde schnell. Aber am Nachmittag waren die Streckenbedingungen anders, und es war unmöglich, die gleichen Rundenzeiten zu fahren. Es wird ein schwieriges Rennen werden, aber wir werden versuchen, möglichst viele Punkte zu machen. Noch haben wir das Warm-Up, um uns für das Rennen zu verbessern."

9. Valentino Rossi (Yamaha): "Wir haben am Nachmittag etwas ausprobiert, nur leider habe ich einen kleinen Fehler gemacht und bin gestürzt. Aber meine Pace ist nicht so schlecht. Als wir die neuen Reifen aufgezogen haben, habe ich erwartet, schneller zu werden. In der letzten Runde habe ich auch einen Fehler gemacht, aber das Hauptproblem ist, dass die anderen schneller sind. Wir werden morgen weiterarbeiten, um die Pace zu verbessern."

10. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Leider habe ich keine gute Qualifying-Runde zusammengebracht, also bin ich nicht zufrieden mit dem Ergebnis, und überhaupt mit unserem Wochenende bis jetzt. Momentan verlieren wir überall ein bisschen, und am Ende ergibt das bei so einem engen Feld eine große Lücke. Zum Positiven - sollten wir einen Schritt nach vorne machen, dürfte das unseren Speed überall auf der Strecke verbessern."

11. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Das war bis jetzt ein tolles Wochenende, und ich bin sehr zufrieden weil wir immer nahe der Spitze sind. Wir haben uns zum ersten Mal für Q2 qualifiziert, ohne dass uns jemand anderes geholfen hat. Aber es stimmt, dass ich in Q2 Andrea Dovizioso nachgefahren bin. Am Ende konnte ich mich nicht stark verbessern. Mit einem guten Start sollte auch ein gutes Rennen möglich sein."

12. Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich habe zu Beginn des Qualifyings einen Fehler gemacht. Ich habe beim Beschleunigen etwas verloren, also versuchte ich das auszugleichen, und bin zu schnell in Kurve 1 hineingefahren. Ich hatte einen Highspeed-Rutscher, zum Glück ohne Konsequenzen. Dann fuhr ich mit dem zweiten Motorrad zurück auf die Strecke, aber mit dem hatte ich schon in FP4 kein gutes Gefühl bezüglich Traktionskontrolle, also konnte ich nichts mehr machen."

Für Aleix Espargaro lief der Samstag in Frankreich nicht einfach - Foto: Aprilia

13. Cal Crutchlow (LCR Honda): Zitat folgt

14. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha):"Wir haben am zweiten Tag gute Arbeit geleistet, haben uns in beiden Trainings verbessert. Ich selbst habe auch viel mehr Vertrauen beim Bremsen. Ich kann niedrige 32er-Zeiten fahren und war in Q2 nahe dran. Jedenfalls war es mein bestes Qualifying, und wir versuchen, die Konstanz für das morgige Rennen zu halten. Ich will alle Fehler vermeiden und meinem Team bei ihrem Heimrennen so viele Punkte wie möglich mitbringen."

15. Alex Rins (Suzuki): "Ich war ein bisschen überrascht, dass ich es nicht ins Q2 geschafft habe. Das hätte ich eigentlich schon gedacht. Aber alles war sehr eng beisammen und die Unterschiede waren nicht groß. Im Großen und Ganzen habe ich einen guten Rhythmus, wir müssen nur meine Pace auf eine Runde verbessern. Morgen im Rennen werde ich versuchen gut zu starten und mich so schnell wie möglich zu verbessern. Gemeinsam mit dem Team ist mein Ziel die Top-10."

16. Franco Morbidelli (Marc VDS): "Das war ein sehr positiver Tag, im Vergleich zum Freitag haben wir uns gut verbessert, das Team hat sehr hart gearbeitet. Ich kämpfe etwas mit dem Topspeed, aber wir versuchen auch sonst wo Zeit zu holen, also arbeiten wir am Kurvenspeed. Hoffentlich kann ich im Rennen im Windschatten von ein paar schnelleren Leuten bleiben!"

17. Bradley Smith (KTM): "Jeder scheint im Moment die gleichen Probleme zu haben. Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass wir hier eine der weichsten Reifenmischungen der Saison fahren. Es könnte ein falsches Grip-Gefühl sein, oder eine Art Deformation. Ich glaube nicht, dass es an der Streckenoberfläche liegt. Michelin hat normal viel Grip am Heck, aber es hat uns alle etwas erwischt. Ich versuche es noch immer zu lösen, andere haben es schon geschafft."

18. Pol Espargaro (KTM): "Ich bin auf meiner ersten Runde fast geflogen, und dann auf meiner zweiten gestürzt, also konnte ich nicht die bestmögliche Runde fahren. Ich bin schneller in die Kurve rein und etwas früher ans Gas, und das endete mit einem Highsider. Das war Risiko, aber es ist Qualifying! Ich bin einer, der immer alles gibt, nichts übriglässt. Egal, ich bin nicht allzu enttäuscht, weil wir alles haben, was wir brauchen. Der Rhythmus in FP4 war echt gut."

Pol Espargaro landete hinter Teamkollege Bradley Smith - Foto: Tobias Linke

19. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Wir hatten heute verglichen mit gestern Schwierigkeiten, nach meinem Crash in FP2 ist mein Zustand nicht perfekt. Ich habe Schmerzmittel genommen, und das Fahren hat sich okay angefühlt, aber ich bin nicht bei 100 Prozent. Wir haben außerdem mit dem Setup ein paar Probleme gehabt. Wir haben etwas versucht, das uns helfen sollte, aber konnten uns nicht verbessern."

20. Alvaro Bautista (Angel Nieto Ducati): "Es war ein Crash, bei dem ich die Front verloren habe. Es scheint so, als ob die Strecke Grip hat, aber plötzlich landest du dann auf dem Asphalt. Zum Glück blieb ich unverletzt. Mein zweites Motorrad hatte ein etwas anderes Setup, und ich musste auch noch auf Medium-Reifen starten, mit denen ich nicht zurechtkomme. Es ist bitter, weil wir in jedem Training näher an die Spitze gekommen sind, nur um im Qualifying zu stürzen."

21. Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Ich habe im Qualifying ein bisschen Pech gehabt, weil auf meiner schnellsten Runde waren gelbe Flaggen draußen. Also bin ich etwas enttäuscht, dass ich keine bessere Zeit fahren konnte. Insgesamt haben wir gute Schritte mit dem Motorrad gemacht, besonders bei der Renn-Einstellung im 4. Training."

22. Scott Redding (Aprilia): "Leider konnten wir auch heute unsere Probleme nicht lösen. Das Gefühl passt nicht und ich kann das Motorrad nicht so fahren, wie ich will. Die Situation ist nicht ideal, aber wir arbeiten weiter. Bis zum Rennen erwarte ich keine Revolutionen, aber wir müssen den Ursprung unserer Probleme finden."

23. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Heute war es etwas besser als gestern, und ich bin glücklich damit. Im Qualifying kam die rote Flagge raus, bevor ich mich verbessern konnte. Ich war der beste Ducati GP16-Fahrer. Die Lücke zu den schnelleren Fahrern ist größer als in Jerez, das ist nicht positiv."

24. Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Es war nicht der beste Tag für uns. Wir haben ein paar Modifikationen versucht, die haben nicht funktioniert. Im vierten Training habe ich zu viel gepusht und bin gestürzt, und im Qualifying dann wieder - aber ich denke nicht, dass ich etwas anders gemacht habe als zuvor. Ich habe das Heck in der Kurvenmitte verloren, und will jetzt verstehen, was passiert ist."


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