MotoGP

MotoGP Katar 2018: Das sagen die Fahrer zum neuen Zeitplan

Durch den neuen Zeitplan beim MotoGP-Auftakt in Katar werden einige Trainings ziemlich nutzlos. Das sagen die Fahrer zur neuen Regelung.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Am Freitagabend tagte die Safety Commission der MotoGP in Katar. Der Hauptdiskussionspunkt: Der neue Zeitplan. Denn im Vergleich zu den vergangenen Jahren wurde das Rennwochenende diesmal auf drei Tage verkürzt und die Sessions zudem vorgezogen.

Dadurch werden an diesem Wochenende aber das 1. und das 3. Training sowie das Warmup der MotoGP-Klasse bei voller Sonneneinstrahlung gefahren. "Wir haben uns über die verschobenen Zeiten unterhalten, aber sind zu keinem Schluss gekommen. Für mich ist die neue Startzeit aber ohnehin perfekt", führte Suzukis Alex Rins aus.

Valentino Rossi meinte: "Ich finde es besser, dass wir nur an drei und nicht mehr an vier Tagen fahren. Natürlich sind dadurch aber die ersten Sessions des Tages nicht wirklich wichtig." Denn die Streckentemperaturen fallen zu den Abend-Sessions massiv, sobald die Sonne verschwindet und es abkühlt.

Perfekter Zeitplan nicht möglich

Das war zuletzt ein großes Problem, weil sich teilweise Kondenswasser auf dem Asphalt sammelte, was wiederum mehrere Fahrer zu Sturz gebracht hatte. Auch deshalb wurde die Startzeit um zwei Stunden vorgezogen auf 19 Uhr Ortszeit (17 Uhr unserer Zeit).

Jorge Lorenzo passt diese Maßnahme aber nicht so ganz: "Ich würde das Rennen um eine weitere Stunde vorziehen. Es wäre dann auch schon dunkel, aber es wäre noch wärmer. Das wäre besser für uns alle. Für mich aber auf jeden Fall."

Teamkollege Andrea Dovizioso kann mit der neuen Startzeit gut leben: "Wir haben ohnehin nicht genug Zeit, um beide Sessions eines Tages bei Nacht zu fahren. Ohnehin wurde es zu später Stunde in den vergangenen Jahren zu feucht auf dieser Strecke. Nun müssen wir eben bei 47 Grad Asphalttemperatur das erste Training bestreiten. Aber einen perfekten Zeitplan kann man hier ohnehin nicht finden."

Weltmeister Marc Marquez stimmte seinem Vize zu: "Wir wissen alle, dass das hier ein Rennen mit besonderen Vorzeichen ist. Die ersten Sessions eines jeden Tages sind zwar relativ nutzlos, aber wir konnten hier ja ohnehin testen. Den perfekten Zeitplan gibt es hier nicht - außer wir dehnen das Wochenende auf fünf Tage aus und fahren schon am Mittwoch."


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