MotoGP

MotoGP-Test 2018: Ist Johann Zarco ein Titelanwärter?

Johann Zarco hat sich bei den MotoGP-Tests in eine hervorragende Ausgangsposition gebracht. Kann der Franzose sogar um den Titel mitmischen?
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Johann Zarco schraubt die Erwartungen für die kommende MotoGP-Saison mit seinen bisherigen Leistungen bei den Wintertests hoch. In Katar erzielte er am Schlusstag nicht nur die schnellste Zeit dieser Testfahrten, sondern verpasste auch die Rekordrundenzeit von Jorge Lorenzo aus dem Jahr 2008 nur um 0,102 Sekunden.

"Diese schnelle Rundenzeit gibt mir viel Selbstvertrauen", sagte Zarco. "Ich hatte zwar Zeiten unter 1:54 erwartet (Zarco erzielte 1:54,029). Aber um das zu schaffen, muss wirklich alles zusammenpassen." Für die Konkurrenz reichte es auch so: niemand kam Zarco näher als 0,247 Sekunden.

Zarco beeindruckt

Es war aber nicht die einzige schnelle Runde des Franzosen am Samstag. Denn von den fünf besten Rundenzeiten des Tages gingen gleich drei an Zarco. Neben seiner 1:54,029 schrieb er auch 1:54,306 und 1:54,429 an. Schon in Thailand hatte der Franzose fünf der schnellsten neun Einzelzeiten erzielt.

Kein Wunder, dass zuletzt auch der amtierende Weltmeister Marc Marquez und sein Vize Andrea Dovizioso Zarco zu ihren schärfsten Herausforderern zählte. Ein Ritterschlag, von dem sich der Franzose geehrt zeigte: "Marc und Dovi sind clevere Jungs und liegen mit ihren Einschätzungen oft richtig. Ich hoffe, dass sie auch hier Recht haben und ich mit ihnen um den Titel kämpfen kann."

Rennsimulation für Katar-GP

Am Ende des Tages konnte Zarco sogar eine Rennsimulation abspulen und dabei 17 Runden am Stück mit einer Pace von niederen 1:56er-Zeiten absolvieren. In zwei Wochen stehen beim Katar-GP am Sonntag nur fünf Runden mehr an. Der Franzose scheint also bestens gewappnet für seine zweite MotoGP-Saison.

"Ich konnte mich hier an den drei Tagen stets steigern. Ich habe heute auch versucht, viele Runden am Stück zu fahren, war da zwar meiner Meinung nach etwas zu langsam, dafür aber sehr konstant. Es nutzt nichts, wenn man schnelle Einzelzeiten fährt, aber nicht die nötige Pace findet", lautete sein Fazit.

Mit Katar hat Zarco noch eine Rechnung aus dem Vorjahr offen. Bei seinem Debüt ging er damals in der ersten Runde in Führung, kam im siebenten Umlauf auf Rang eins liegend zu Sturz und konnte das Rennen nicht beenden.


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