MotoGP

Valentino Rossi: Neues Yamaha-Chassis verhindert nächstes Debakel am Sachsenring

Valentino Rossi beendete den Deutschland-GP als Fünfter. Ohne neue Teile an seiner Yamaha wäre erneut völlig chancenlos gewesen, ist 'Il Dottore' überzeugt.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Mit Platz fünf im Deutschland-GP betrieb Valentino Rossi Schadensbegrenzung. Trotz eines weiteren sehr schwierigen Rennwochenendes geht er mit nur zehn Punkten Rückstand auf WM-Leader in die Sommerpause. In den Trainings am Sachsenring lag Rossi ja weit zurück, auch das Qualifying lief mit Startplatz neun bescheiden.

Normalerweise bin ich mit Platz fünf nicht zufrieden, denn ich will immer um das Podium kämpfen. Nach diesem Wochenende ist das aber kein schlechtes Resultat.
Valentino Rossi

"Normalerweise bin ich mit Platz fünf nicht zufrieden, denn ich will immer um das Podium kämpfen. Nach diesem Wochenende ist das aber kein schlechtes Resultat", weiß der Altmeister. "Vor allem da es ein hartes Rennen war, in dem ich ständig ans Limit gehen musste, weil mir immer jemand im Nacken gesessen ist."

Dennoch machte Rossi im Rennen vier Plätze gut und nahm Andrea Dovizioso Punkte ab. Ein Resultat, dass nur durch die jüngsten Updates an seiner M1 - im Barcelona-Test probierte man ja erstmals ein neues Chassis aus, das Rossi auch bereits bei seinem Sieg in Assen einsetzte - möglich war. Zumindest glaubt das der Yamaha-Pilot: "Ohne das neue Chassis wäre es hier wohl so ausgegangen wie in Jerez oder Barcelona. Wir können jetzt viel besser am Motorrad arbeiten, sind konkurrenzfähiger und haben vom Beginn bis zum Ende des Rennens eine stärkere Pace."

Rossi unterliegt Vinales im Yamaha-Duell

Lediglich die Tatsache, dass er am Sachsenring hinter Teamkollege und WM-Rivale Maverick Vinales landete, schmerzte Rossi etwas. "Das ist schade. Ich wollte vor ihm ins Ziel kommen, weil das ganz wichtige Punkte für die Weltmeisterschaft sein können. Maverick war heute aber einfach schneller als ich", musste sich Rossi eingestehen.

Im Teamduell zog Rossi den Kürzeren - Foto: Yamaha

Vinales, der von Startplatz elf gleich sieben Plätze gutmachte und Vierter wurde, war demensprechend zufrieden mit seinem Rennen: "Auch mit einer besseren Startplatzierung wäre heute wohl nicht mehr als Rang drei drinnen gewesen, die Pace von Marc und Jonas hätte ich nicht mitgehen können. Ich bin also glücklich mit dem Ergebnis. Das Motorrad hat gut funktioniert und wenn ich freie Fahrt hatte, waren meine Rundenzeiten auch gut."


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