MotoGP

Dutch TT Assen: Die Stimmen zum Training

Die beiden Trainings in Assen brachten kaum Überraschungen. Einen großen Verlierer gibt es allerdings. Das sagten die Fahrer am Freitag:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Maverick Vinales (Yamaha): "Die Sessions heute waren gut. Wir wollten die Reifen vergleichen und viele Runden fahren, vor allem auf dem weichen Reifen, um zu sehen, ob er über ein ganzes Rennen halten würde. Ob sie Potenzial haben, weiß ich nicht, wir müssen es morgen herausfinden. Wir werden im FP4 sehen, welcher Reifen bei uns fürs Rennen funktionieren wird. Ich fühle mich gut, ich mag die Strecke sehr. Das Bike funktioniert auch und gleich vom Morgen an hatten wir ein gutes Setup. Wir haben heute viele Informationen gesammelt, vor allem fürs Qualifying. Wir verwenden und diskutieren über die Chassis, aber wenn wir Grip haben, ist das Bike toll zu fahren. Heute war es einfach, zu kontrollieren. Es war schön, sich wieder so zu fühlen."

Der Unfall hat mich ein bisschen nervös gemacht. Ich hatte Sorge, dass ich meinen Rhythmus und mein Gefühl verliere.
Jonas Folger

2. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Heute können wir mit unserer Arbeit wirklich zufrieden sein, vor allem nach dem schwierigen Start. Heute Morgen konnten wir nur ein paar Kurven fahren, weil ich dann auf einen Ölfleck von Doviziosos Bike gekommen bin. Dann hatte ich einen Highsider. Der Unfall hat mich ein bisschen nervös gemacht. Ich hatte Sorge, dass ich meinen Rhythmus und mein Gefühl verliere. Das war aber nicht der Fall. Als ich wieder auf der Strecke war, brauchte ich zwar ein bisschen, um die Strecke auf einem MotoGP-Bike zu lernen, aber das hat schnell geklappt und ich habe gute Schritte vorwärts gemacht."

3. Marc Marquez (Repsol Honda): "Am Vormittag haben wir mehr an der Rennpace gearbeitet, während wir am Nachmittag, als ein paar Regentropfen gefallen sind, fast sofort auf Zeitenjagd gegangen sind. Letzten Endes hatten wir eine recht gute Session, aber unsere Konkurrenten sind immer noch vor uns. Aber wir arbeiten mit dem Setup in die richtige Richtung und wir müssen einfach nur so weitermachen. Das Ziel lautet, die Stabilität des Bikes und den Grip am Hinterreifen zu verbessern."

4. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich bin zufrieden, denn wir haben gut begonnen und ich bin glücklich mit der Zeit, die ich erzielt habe. Wir haben aber noch Arbeit vor uns, denn wir müssen das Setup verbessern. Wir müssen in einigen Sektoren, vor allem in den Kurven 3 und 4, konkurrenzfähiger werden. Vor allem Vinales und Marquez waren schnell und wenn die Streckenbedingungen am Samstag trocken sind, werden wir versuchen, näher an sie heranzukommen."

Wir hätten ein paar Runden mehr auf dem Medium-Hinterreifen gebrauchen können

5. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Natürlich war die zweite Session etwas merkwürdig, weil es ungefähr zur Hälfte anfing zu regnen. Wir hätten ein paar Runden mehr auf dem Medium-Hinterreifen gebrauchen können. Ich wollte außerdem den harten Hinterreifen testen, aber die Chance dazu hatten wir nicht."

6. Valentino Rossi (Yamaha): "Der Tag war hart, wie immer in Assen, aber das Ende war für mich positive, denn ich bin am Morgen in die Top-5 und am Nachmittag in die Top-6 gefahren. Es war sehr wichtig, in den Top-10 zu bleiben, um morgen ins Q2 zu kommen. Es sieht so aus, als wäre das Wetter morgen schlechter als heute. Wir hatten Glück, denn wir hatten zwei trockene Sessions, was in Assen nicht oft der Fall ist. Wir konnten an den Chassis arbeiten und mein Gefühl für das Bike ist nicht schlecht. Wir haben aber noch Arbeit vor uns. Die Balance des Bikes ist noch nicht optimal, aber für einen Freitag ist es gut."

Valentino Rossi schaffte es locker in die Top-10 - Foto: Yamaha

7. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich bin mit dem Tag zufrieden, denn wir haben ihn in den Top-10 beendet. Der Wetterbericht für morgen sieht nicht gut aus. Wir haben immer noch viel zu tun, vor allem müssen wir an der Rennpace arbeiten, während ich auf eine Runde sehr schnell bin. Mein Gefühl für das Bike stimmt, darum mache ich mir keine Sorgen. Wir arbeiten am Setup, aber wir sind sehr selbstsicher, denn wir sind nahe an der Führungsgruppe."

Als der Reifen acht oder neun Runden alt war, konnte ich solide Rundenzeiten fahren.
Johann Zarco

8. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Es war ein ziemlich positiver Tag und ich bin bereit für morgen, auch wenn es regnet. Ich habe das FP2 mit benutzten Reifen begonnen, was unser Plan war. Alle haben ihre Zeiten verbessert und das hat mich ein bisschen unter Druck gesetzt, denn es hat in der zweiten Hälfte des Trainings angefangen zu regnen. Zum Glück nicht lange, sodass ich für die letzten 15 Minuten einen neuen weichen Reifen benutzen konnte. Da haben wir uns verbessert. Als der Reifen acht oder neun Runden alt war, konnte ich solide Rundenzeiten fahren. Wir waren besser als manch andere Fahrer und auch noch konstant."

9. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Wir haben es in die Top-10 geschafft und würden in Q2 stehen, sollte es morgen regnen. Wir werden aber auch andernfalls nach etwas suchen, das uns noch weiter nach vorne bringt. Ich fühle mich noch nicht komplett wohl auf dem Bike, vor allem den Reifen müssen wir noch besser zum Arbeiten bekommen."

10. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Wir haben nicht viel mehr als verschiedene Reifen getestet. Wir wollten eigentlich ein Setup testen, aber da das Wetter so wechselhaft war und die Vorhersage für den Samstag nicht gut ist, war das Hauptziel, schnell zu sein und einen Platz in den Top-10 zu sichern."

Sollte das 3. Training trocken bleiben, haben wir aber noch einen Versuch.
Karel Abraham

11. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Das ist ein großartiges Resultat, aber es nervt auch ein wenig, dass ich es nicht direkt in Q2 geschafft habe. Sollte das 3. Training trocken bleiben, haben wir aber noch einen Versuch. Das Motorrad hat sich gut angefühlt, auch wenn wir noch ein paar kleinere Probleme hatten."

12. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Am Ende der Session heute habe ich wirklich versucht, in die Top-10 zu fahren, um sicher im Q2 zu sein. Ich hätte es vielleicht geschafft, aber ich wurde auf meiner letzten Fliegenden Runde aufgehalten. Die Wettervorhersage sagt Regen für morgen voraus und wenn das der Fall sein sollte, haben wir die Top-10 verpasst. Deshalb müssen wir abwarten, wie die Bedingungen morgen früh sind. Für mich muss es morgen trocken bleiben, aber der heutige Tag lief gut, genauso wie mein Bike. Ich bin mit meiner Konstanz und meinem Rhythmus zufrieden. Ich habe guten Speed auf einigen Reifenoptionen. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir es in die Top-10 schaffen, wenn das Wetter im FP3 trocken bleibt."

Im Vorjahr siegte Jack Miller - davon ist er bislang noch weit entfernt - Foto: Marc VDS

13. Aleix Espargaro (Aprilia): "Heute Morgen haben wir das Bike vorbereitet, ohne auf die Fliegende Runde zu schauen, denn das war unsere Priorität fürs FP2. Im Großen und Ganzen habe ich mich gut gefühlt. Wir haben immer noch Luft für Verbesserungen, aber das Gefühl ist positiv. Am Nachmittag konnte ich schnell sein und eine gute Basis im Trockenen finden. Leider haben wir am Ende der Session viel Zeit verloren. Ich hatte nur eine Fliegende Runde, bevor die Flagge rauskam. Wenn es morgen regnet, wäre es schade, durchs Q1 zu gehen."

Im Moment fühle ich mich nicht komplett wohl auf dem Bike.
Jorge Lorenzo

14. Jorge Lorenzo (Ducati): "Heute war ein komplizierter Tag für mich. Im Moment fühle ich mich nicht komplett wohl auf dem Bike. Die Modifikationen, die wir am Nachmittag vorgenommen haben, um die Stabilität zu verbessern, haben nicht so funktioniert, wie wir es uns gewünscht hätten. Dazu gibt es ein paar Kurven im letzten Sektor, die ich nicht so fahren kann, wie ich will. Dort verliere ich viel Zeit. Jetzt müssen wir eine Lösung finden, um uns auf einen konkurrenzfähigen Level zu verbessern. Hoffentlich regnet es morgen nicht, sonst haben wir am Sonntag nur das Warm-Up, um uns unter trockenen Bedingungen zu verbessern."

15. Scott Redding (Pramac Ducati): "Es war ein schlechter Tag. Wahrscheinlich der schlechteste Freitag der ganzen Saison bisher. Wir kommen aus zwei Wochenenden, an denen wir Fortschritte gemacht haben, aber heute hatte ich kein Gefühl für mein Bike. Wir müssen uns in vielen Bereichen verbessern. Ich konnte auf den Geraden nicht mit Leichtigkeit fahren. Wir haben viel Arbeit vor uns."

16. Loris Baz (Avintia Ducati): "Am Vormittag war es schwierig, weil mein Gefühl mit dem Bike nicht großartig war. Aber wir haben für den Nachmittag mehrere Veränderungen am Setup vorgenommen und alles lief besser. Bei den neuen Vorderreifen muss man das Gewicht nach vorne verlagern, um sie ans Arbeiten zu bringen. Es ist bei meiner Größe aber nicht einfach, sich daran zu gewöhnen."

Leider gab es ein technisches Problem und ich musste das Bike in meiner zweiten Runde abstellen.
Andrea Iannone

17. Andrea Iannone (Suzuki): "Der Vormittag war sehr positiv. Ich hatte ein gutes Gefühl und konnte härter pushen. Am Nachmittag haben wir beschlossen, mit der gleichen Konfiguration anzufangen, um sie zu überprüfen und wir haben die Bestätigung bekommen. Dann habe ich versucht, mit der anderen GSX-RR und einem anderen Setup zu fahren, aber leider gab es ein technisches Problem und ich musste das Bike in meiner zweiten Runde abstellen. Daher musste ich zum Standard-Setup zurückkehren und konnte meine Rundenzeit nicht verbessern."

18. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Um ehrlich zu sein, ist das nicht die Art und Weise, wie ich das Wochenende beginnen wollte und vielleicht haben wir auf dieser Strecke mehr mit den Problemen an unserem Bike zu kämpfen. Wir müssen mehr Gewicht auf die Front bringen, denn auf dieser Strecke braucht man die Bremsen nicht so sehr und wir beanspruchen den Vorderreifen nicht genug. Außerdem müssen wir das Verhalten des Bikes beim Anbremsen verbessern."

Alex Rins gibt endlich sein Comeback - Foto: Suzuki

19. Alex Rins (Suzuki): "Es war ein wirklich positiver Tag, da ich meinen Arm nach der Verletzung getestet habe und keine Probleme hatte. Daher kann ich am Samstag intensiver am Setup arbeiten und versuchen, eine gute Konfiguration für die GSX-RR zu finden, meine Rundenzeiten zu verbessern, aber auch eine gute Startposition herauszufahren."

20. Sam Lowes (Aprilia): "Heute war defintiv ein guter Tag. Heute Morgen bin ich viele Runden mit einem harten Reifen gefahren. Mit dem Blick auf morgen war das FP2 wichtig für das Qualifying morgen, sodass viele Fahrer auf weichen Reifen gefahren sind. Ich fühle mich gut. Es ist schade um den Crash, aber ich habe gepusht und die zwei Sektorenzeiten davor waren sehr gut. Im Trockenen war ich mit meinen Leistungen zufrieden."

Ich konnte über die Front nicht pushen, wie ich es in den letzten Rennen machen konnte.
Tito Rabat

21. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Heute war ein schwieriger Tag. Es war heute Morgen ziemlich kalt und am Nachmittag hat es ein bisschen geregnet. Ich hatte kein gutes Gefühl auf dem Bike. Ich konnte über die Front nicht pushen, wie ich es in den letzten Rennen machen konnte. Das war aber mein Hauptproblem. Wir werden hart arbeiten, um eine Lösung für morgen zu finden, denn wir haben eine klare Grenze, die wir überschreiten müssen."

22. Pol Espargaro (KTM): "Wir haben zu einem anderen Zeitpunkt den weichen Reifen aufgezogen. Wir wollten einfach Dinge unter verschiedenen Bedingungen ausprobieren. Wir sollten rund 1,3 Sekunden Rennpace auf die Spitze verlieren. Wir konzentrieren uns voll auf das Rennen am Sonntag."

23. Bradley Smith (KTM): "Schön wieder da zu sein, nachdem ich am letzten Wochenende am Sonntag zusehen musste. Wir haben versucht, möglichst viel an unserer Strategie für das Rennen. Beim Test hat Mika Kallio einige Dinge ausprobiert, zu denen sie mein Feedback wollten."


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