MotoGP

Knallhartes Duell um Platz drei ärgert Honda-Fahrer - Pedrosa beschwert sich über Vinales

Obwohl Dani Pedrosa in Barcelona auf dem Podium stand, war er sauer. Er fand sein Rennen von Maverick Vinales gestört. Der sah das aber völlig anders.
von Andrea Blendl

Motorsport-Magazin.com - Eigentlich lief der Katalonien GP der MotoGP für Dani Pedrosa und Maverick Vinales gar nicht schlecht. Mit den Plätzen drei und vier könnten die beiden Spanier durchaus zufrieden sein, nachdem sie sich zur Rennhalbzeit ein packendes Duell geliefert hatten. Genau dieses Duell aber stößt Pedrosa sauer auf, er findet, Vinales hat sein Rennen durch eine unnötig aggressive Herangehensweise gestört und ihn den Anschluss an die Spitze gekostet.

Pedrosa: Vinales versuchte es an unmöglichen Stellen

Maverick hat mich in beinahe jeder Kurve attackiert.
Dani Pedrosa

Schon im Parc Ferme beschwerte sich der sonst so ruhige Honda-Werksfahrer: "Ich weiß nicht, warum Vinales so aggressiv war. Er ist viele komische Manöver gefahren, dadurch habe ich den Anschluss an die Führungsgruppe verloren." Tatsächlich kostete das Duell mit zahlreichen engen Manövern viel Zeit, am Ende kam Pedrosa vier Sekunden hinter Marquez ins Ziel.

Später präzisierte der Katalane seine Vorwürfe an Vinales: "Maverick hat mich in beinahe jeder Kurve attackiert. Er hat es an unmöglichen Stellen versucht." Beinahe fühlte sich Pedrosa sogar gefährdet von der forschen Herangehensweise seines Konkurrenten, wie er erläutert: "Er hat mich in der Schikane attackiert, da gibt es aber nur eine Linie. Daher habe ich den Anschluss an die Führungsgruppe verloren."

Dani Pedrosa und Maverick Vinales gerieten im Rennen aneinander - Foto: Repsol

Allerdings muss der Repsol-Pilot auch gestehen: "Am Ende war der Reifen sowieso fertig, als noch fünf oder sechs Runden zu fahren waren." Ob es also ohne Vinales zu mehr als Platz drei gereicht hätte, steht nicht wirklich fest.

Vinales: Hatte keine andere Wahl

Es gab einfach keine Chance.
Maverick Vinales

Der Beschuldigte dagegen erklärte nach dem Rennen, dass er keine andere Wahl hatte als gegen Pedrosa voll auf Attacke zu gehen: "Ganz ehrlich, ich habe es versucht, weil ich weiß, dass Dani gegen Ende des Rennens wirklich schnell ist, wie in Mugello und Le Mans." Da gibt das Endergebnis Vinales auch Recht, in den letzten Runden konnte sich Pedrosa satte 18 Sekunden von ihm absetzen.

Seine teilweise riskanten Überholversuche führt Vinales auch auf die Schwächen seiner Suzuki zurück: "Ich weiß nicht warum, aber das Bike hat auf der Geraden viel Topspeed verloren. Deshalb musste ich ständig von richtig weit weg versuchen zu überholen. Ich habe es probiert und probiert, dann war ich mitten in der Kurve wirklich nah an ihm dran, also habe ich die ganze Zeit versucht, ihn zu überholen. Aber es gab einfach keine Chance."


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