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MotoGP

Rossi wird 37: 5 kaum bekannte Fakten zum Doktor

Valentino Rossi wird 37. Über den Doktor ist alles bekannt - oder etwa doch nicht? Wir haben fünf etwas weniger bekannte Fakten ausgegraben.
von Tobias Ebner

Einer der größten Sportstars unseres Planeten feiert am 16. Februar Geburtstag. Valentino Rossi wird 37 Jahre alt. Der neunfache Weltmeister prägte in seinen 20 Jahren in der Motorrad-WM den Sport wie kaum jemand zuvor. Die Sympathien fliegen Rossi in jedem Winkel dieses Planeten zu, daran ändert auch seine schwärzeste Stunde, der Sepang-Clash, nichts. Über Rossi ist eigentlich so gut wie alles bekannt. Motorsport-Magazin.com hat dennoch das Unmögliche versucht und fünf Fakten über Rossi aufgetrieben, die der breiten Masse eher verborgen geblieben sind. Wusstet Ihr beispielsweise,...

...wie Valentino Rossi zu seinem Namen kam?

Die Geschichte zur Entstehung von Rossis Vornamen ist alles andere als lustig - Foto: Yamaha

Die Geschichte, wie Valentino seinen Namen erhalten hat, ist im Gegensatz zum fröhlichen Naturell seines Vaters Graziano eine recht traurige. "Ich hatte einen Freund, der so hieß. Als er gestorben ist, war er erst 17 Jahre alt", gestand Graziano Rossi in einem Interview mit der Gazzetta dello Sport anlässlich des 37. Geburtstages von Sohnemann Valentino. "Eines Tages wollten wir uns an einem See treffen, aber wir sind uns dort nie begegnet, weil er leider ertrunken war. Alles, was mir blieb, war die Erinnerung an ihn. Und Valentino ist doch ein süßer Name", meinte Graziano weiter.

...dass Rossi unverhofft Motorradrennfahrer geworden ist?

Vater Graziano entfachte bei Rossi die Leidenschaft für den Motorradsport - Foto: Milagro

Über die Zukunftspläne für Valentino herrschte zunächst keine Einigkeit im Hause Rossi. Mutter Stefania beabsichtigte für Valentino eine Karriere im Fußball. Vater Graziano brachte Rossi schließlich zum Kartsport. Hier feierte Valentino 1990 seinen ersten größeren Erfolg, als er eine regionale Meisterschaft für sich entschied. Das Wachstum holte Valentino jedoch ein und für größere Karts fehlte der Familie das Geld. Daher entschied man sich für den Wechsel auf Minibikes, wo Valentino schon 1991 sein erstes Rennen gewann. 1992 holte sich Rossi seine erste Minimoto-Meisterschaft, von da an zeichnete sich für Rossi eine Karriere im Motorradsport ab.

...dass Mick Doohan eine große Rolle in Rossis Karriere gespielt hat?

Mick Doohan half Rossi in seiner Anfangszeit bei den 500ern - Foto: Milagro

Der untergehende Stern Mick Doohans sorgte in gewisser Weise dafür, dass Valentino Rossis Stern langsam, aber sicher aufging. Der Highspeed-Crash Doohans im Qualifying zum 500ccm-Rennen in Jerez 1999 sorgte aufgrund von zahlreichen Verletzungen für ein abruptes Ende der erfolgreichen Karriere des Australiers. Ab der Saison 2000 agierte Doohan daher für seinen ehemaligen Arbeitgeber Honda in beratender Funktion - und war auch für die Verpflichtung von 250ccm-Weltmeister Rossi mit verantwortlich. Doohan nahm Rossi in dessen ersten beiden Saisons in der Königsklasse unter seine Fittiche. Zudem schraubten viele Ex-Doohan-Techniker an Rossis Honda NSR500, unter anderem Jeremy Burgess, mit dem Rossi bis zum Ende der Saison 2013 arbeitete und alle seine WM-Titel holte.

...dass Rossi die MotoGP verlassen hätte, wäre der Wechsel von Ducati zu Yamaha fehlgeschlagen?

Die Seuchenjahre bei Ducati hinterließen jede Menge Frust bei Rossi - Foto: Milagro

Die Trennung mit Ducati zum Saisonende 2012 dürfte sich für Valentino Rossi und seine riesige Heerschar an Fans wie eine Erlösung angefühlt haben. Mit der zickigen Desmosedici kam Rossi nie auf einen grünen Zweig und holte in zwei Jahren gerade einmal drei Podiumsplätze, in Le Mans 2011 und 2012 sowie in Misano 2012. Doch was wäre passiert, wenn kein Rossi-Comeback bei Yamaha zustande gekommen wäre? "Ich hätte mich fürs Aufhören entschieden. Wäre es nur möglich gewesen, mit Ducati weiterzuarbeiten, wäre ich wahrscheinlich in die Superbike-WM gegangen. Mit dem MotoGP-Projekt bei Ducati hatte ich jedenfalls abgeschlossen", offenbarte Rossi im Frühsommer 2013 im Interview mit Motorradonline.

...dass Rossi Lewis Hamilton eine Fahrt mit seiner Yamaha angeboten hat?

"Ich würde gerne ein MotoGP-Bike testen. Einfach, um zu sehen, wie das ist. Natürlich kenne ich die Linien schon, aber ich möchte herausfinden, ob ich in der Lage bin, ein MotoGP-Bike zu fahren." Dieser Wunsch Lewis Hamiltons rief Rossi auf den Plan. Rossi bot dem Formel-1-Weltmeister daraufhin an, sich einmal in den Sattel seiner Yamaha M1 zu schwingen. "Er braucht schon ein bisschen Erfahrung, bevor er ein MotoGP-Bike ausprobieren kann. Aber unser Bike ist easy zu fahren", meinte Rossi mit einem Schmunzeln. "Wir nehmen einfach ein bisschen Leistung heraus, und dann liegt es an ihm, ob er rausgehen und ein bisschen Spaß haben will oder nicht."