Ruhig und entspannt kommt Marco Simoncelli nach Australien, denn auch wenn das Endergebnis in Malaysia nicht nach seinem Geschmack war, so war das Wochenende an sich eigentlich gut und ein Schritt nach vorne. "Es war sicher nicht leicht auf einer Strecke, die in der Vergangenheit nicht gut zu mir war und wo wir einen desaströsen Wintertest hatten. Ich habe es aber geschafft, was heißt, wir sind auf dem richtigen Weg. Phillip Island mag ich hingegen sehr, also bin ich sehr zuversichtlich, dass ich dort ein gutes Rennen haben kann", sagt der Italiener.

Auch Marco Melandri war in Sepang eigentlich gut unterwegs und er war überzeugt, ohne seinen Ausflug neben die Strecke wäre es das beste Renn-Ergebnis der Saison geworden. So ist er aber noch ein wenig enttäuscht, denn ein paar Probleme zu Rennbeginn waren der Grund für seine Fehler. "Ich hatte trotzdem konstantere Pace als viele meiner Gegner. Insgesamt bin ich zufrieden und zuversichtlich, dass ich das auf Phillip Island, einer Strecke, die ich liebe, wieder gutmachen kann. Ich will die Saison mit einem Hoch beenden und gute Erinnerungen für mich mitnehmen. Nach Sepang bin ich mir sicher, dass ich das schaffen kann", meint Melandri.

Das traut Teamchef Fausto Gresini beiden seiner Fahrer zu. Bei Simoncelli hatte er in Sepang gute Fortschritte gesehen und freute sich über den guten Rhythmus seines Fahrers, da er damit lange in der Nähe der Spitze blieb. "Leider hatte er mehr Probleme mit der Hitze von Sepang als andere. Phillip Island wird da anders, er liebt die Strecke - anders als Sepang -, also bin ich mir sicher, er wird das nutzen und am Sonntag eine gute Show liefern", sagt Gresini. Gleiches gilt nach seiner Meinung auch für Melandri, der wieder ein besseres Gefühl auf der Maschine hat und nach Ansicht des Teamchefs nun sein Bestes zeigen kann. "Mit Überzeugung und Entschlossenheit kann er sicher etwas zeigen - vielleicht sogar eine Wiederholung seines tollen Burnouts in der letzten Kurve bei seinem Sieg 2006."