MotoGP

Dovizioso, Rossi, Stoner - Stimmen aus Reihe eins

Andrea Dovizioso war am Samstagnachmittag durchaus überrascht. Der Repsol Honda Pilot konnte seine erste MotoGP-Poleposition holen.
von Toni Börner

Motorsport-Magazin.com - Für den Italiener Andrea Dovizioso gab es am Samstag in Motegi die erste MotoGP-Poleposition seiner Karriere zu bejubeln. Der 24-jährige donnerte in 1:47,001 Minuten um den Twin Ring Motegi und damit zu Startplatz eins - 54 Tausendstel vor Landsmann Valentino Rossi.

"Das ist so wichtig hier beim zweiten Heimrennen", strahlte Dovi nach dem Qualifikationstraining und nachdem er der einzige Honda-Werkspilot an diesem Wochenende ist. Teamkollege Dani Pedrosa war am Freitag gestürzt und befindet sich derzeit in Spanien, um das zu Bruch gegangene Schlüsselbein operieren zu lassen.

Rossi stehtzum ersten Mal seit Mai in Reihe eins. - Foto: Milagro

"Ich bin überrascht und happy", freute sich Dovizioso weiter über seine erste Königsklassen-Pole. "Ich wusste, dass ich in die 47er gehen kann. Wir haben uns von gestern so viel verbessert, haben eine richtig gute Pace. Das Motorrad ist einfach perfekt. Wir haben so viel Power. Ich denke, morgen wird es eine enge Kiste, denn hier haben drei, vier Fahrer eine wirklich gute Pace."

Rossi seit Mai erstmals in Reihe eins

Fiat Yamaha-Pilot Valentino Rossi kennt die erste Startreihe schon fast nicht mehr. Zuletzt startete er von da Ende Mai beim Großen Preis von Frankreich in Le Mans. Heute Nachmittag aber sicherte er sich auf seiner letzten Runde den Start von Platz zwei.

"Erstens gibt es einen großen technischen Unterscheid", erklärte der 31-jährige, der mit seiner persönlichen Bestzeit seinen Teamkollegen Jorge Lorenzo noch aus der ersten Reihe warf. "Wir haben das Setup radikal umgestellt und der neue Motor von Yamaha pusht mehr, wir sind auf den Geraden jetzt schneller."

Wir haben hier einen härteren Reifen, noch härter als in Aragon, denn dort waren mit die harten Reifen eigentlich zu weich.
Valentino Rossi

Wichtig waren auch die Reifen. "Wir haben hier einen härteren Reifen, noch härter als in Aragon, denn dort waren mit die harten Reifen eigentlich zu weich", so der Italiener.

Seine Schulter habe ihm derweil weniger Probleme gemacht, als erwartet und das Anbremsen falle nicht ganz so schwer. Er habe sogar richtig pushen können. "Ich dachte wirklich, dass es mit der Schulter schlimmer werden würde, aber es funktioniert. Ich war das letzte Mal in Le Mans hier vorn. Ich hoffe jetzt, dass morgen gutes Wetter ist und dann werden wir sehen, was passiert."

Stoner wurde erstmal langsamer

Bei Casey Stoner, mit der Werks-Ducati auf Startplatz drei nur eine Zehntel hinter Dovizioso, gab es zunächst einiges an Problemen auszuräumen. "Leider haben wir das ganze Wochenende über versuchen müssen, Stabilität ins Motorrad zu bekommen", seufzte der Australier.

Stoner startet von drei. - Foto: Ducati

"Wir haben mit einem ähnlichen Setting wie in Aragon angefangen", schilderte Stoner, der zuletzt in Spanien seinen ersten Saisonsieg feiern konnte. "Aber das hat nicht funktioniert. Auf der Bremse fehlte es an Stabilität und am Kurvenausgang an Grip. Wir haben in die Richtung mehr Stabilität gearbeitet, dabei aber Grip verloren."

"Mit einer anderen Geometrie wollten wir mehr Stabilität hinbekommen, doch anstatt dass wir die Rundenzeiten drücken konnten, wurden wir erst einmal langsamer. Darum sind wir dann irgendwo auf die Mitte zurückgegangen und es fühlte sich sofort besser an. Dann habe ich den weichen Reifen genommen und ein paar Runden gedreht. Morgen werden wir gut dabei sein."


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