Es hatte alles gut ausgesehen für Aleix Espargaro. In den Trainings war er stark gefahren, er hatte gute Zeiten geholt und auch der kleine Rückschlag mit der gestrichenen Zeit im Qualifying schien nicht weiter schlimm zu sein. Aber am Sonntag lief für ihn irgendwie alles falsch. Er stürzte im Warm-up und dann auch im Rennen und statt eines schönen Heimrennens in Barcelona gab es Trauer. "Ich bin sehr traurig. Nach den positiven Ergebnissen bei den vorigen Grands Prix hoffte ich auch hier auf ein gutes Resultat. Heute Morgen hatte ich eine gute Zeit im Warm-up und hatte viele Hoffnungen für das Rennen", sagte der Spanier.
Der Start ins Rennen lief dann auch noch ganz gut, doch schon am Morgen hatte er gemerkt, dass er ein paar Probleme mit der Front hatte und die kamen wieder. "In der ersten Runde musste ich Hayden überholen, aber sein Bogen am Ende der Bremslinie war recht groß und ich musste von der Strecke, damit ich ihn nicht traf. Dank der Auslaufzone bin ich nicht gestürzt und musste die erste Kurve abschneiden, damit ich wieder auf meine Position kam. In der fünften Runde hab ich dann gepusht, um Capirossi vor mir einzuholen. Leider klappte mir beim Bremsen die Front ein und die Maschine rutschte weg", berichtete Espargaro. Die Maschine ging dabei aus, an ein Weiterfahren war nicht zu rechnen, weswegen er sich auch bei seinen Fans entschuldigte. "Dennoch weiß ich um die Steigerung, die wir in den letzten Rennen gemacht haben."
Kallio hofft auf Sachsenring
Eine richtige Steigerung war bei Mika Kallio weniger vorhanden. Der Finne kam in Barcelona im Rennen überhaupt nicht zurecht und beklagte danach, dass er einfach nicht schneller konnte. "Ich fuhr zumindest eine Sekunde pro Runde langsamer als die Piloten vor mir. Ich hatte einen guten Start und konnte in der ersten Runde Positionen gutmachen", sagte er. Danach ging nichts mehr. "Es war ein schwieriges Wochenende für mich und für mein Team, das hart daran gearbeitet hat, um mir die bestmögliche Maschine zu geben. Wir werden beim nächsten Rennen in Deutschland für dieses Rennen Wiedergutmachung leisten", meinte Kallio.
Angesichts der Schwierigkeiten am Wochenende blieb Pramac-Technikdirektor Fabiano Sterlacchini nur die Feststellung, dass es eines der schlechtesten Rennen der Saison für das Team war. "Aleix war sehr stark, aber heute rutschte er zwei Mal weg, ein Mal im Warm-up und ein Mal im Rennen und das hat sein Heim-Wochenende verdorben. Es ist schade, denn Aleix hatte für seine gute Arbeit ein gutes Ergebnis verdient. Was Mika betrifft, dort haben wir einfach nicht den richtigen Weg gefunden und das Rennen ist der Beweis dafür. Beinahe eine Minute Rückstand auf den Sieger ist zu viel", betonte Sterlacchini. Er versprach für den Sachsenring ein paar große Änderungen an der Maschine des Finnen.

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