Marco Simoncelli war ein wenig die tragische Figur des Rennens in Barcelona - zwar nicht so tragisch wie Andrea Dovizioso, aber dennoch. Der Italiener war in Richtung eines Spitzenplatzes unterwegs und hätte Randy de Puniet Platz vier abjagen können, als er stürzte. "Ich fuhr in Richtung des Ergebnisses, das wir uns erhofft hatten und das in unserer Reichweite lag. Ich wusste, wenn wir konstant sind, könnte ich nahe der Spitze sein und ich fuhr niedrige 1:44er", sagte er.
Als er dann De Puniet fast erreicht hatte, ließ er die Bremse zu früh los und rutschte aus der Kurve. "Schade. Ich hätte heute Vierter werden können, das hätte der Moral gut getan. Wir sehen ja unsere Fortschritte, aber das Ergebnis hätte noch mehr Selbstvertrauen gebracht. Uns ist nun klar, dass wir in den vergangenen drei Rennen große Fortschritte gemacht haben, aber Fehler können passieren", klagte Simoncelli.
Melandri nur mit halbem Körper
Als Neunter das Ziel erreichen konnte der an Schulter und Brustbein angeschlagene Marco Melandri. Er hatte kämpfen müssen, wobei ihm die Hitze noch am wenigsten Probleme machte. Viel eher hatte er beim Bremsen starke Schmerzen. "Ich konnte in der ersten Kurve die Maschine beinahe nicht zum Stoppen bringen, aber meine Pace war gut und ich hoffte darauf, Spies und Capirossi bis zum Ende folgen zu können. Leider machte ich an paar Fehler und die Schmerzen wurden immer größer", sagte er. Deswegen nutzte er am Ende fast nur mehr die rechte Seite seines Körpers und als der Grip dann auch noch nachließ, konnte er kaum noch weitermachen. "Am Ende habe ich noch einen letzten Versuch gegen Hayden unternommen, konnte aber die Bremsen nicht halten, also war es unmöglich."
Fausto Gresinis Kurz-Zusammenfassung zum Rennen fiel dank Simoncellis Ausfall einfach aus: "Wie schade. Wie schade. Wie schade." Denn er hatte ein tolles Rennen von Simoncelli gesehen. "Er glaubte an sein Potential und konnte De Puniet jagen, der momentan in toller Form ist. Leider wurde das durch einen Sturz ruiniert und es tut mir leid für ihn und das Team", sagte der Teamchef. Auch auf Melandri war er stolz und glaubte lange Zeit sogar, er könnte viel weiter vorne ankommen, als das angesichts seines Zustands möglich gewesen wäre. "Am Ende konnte er dann aber nicht mehr und verlor seinen Rhythmus - auch schade. Wir hätten in den vergangenen Rennen gute Ergebnisse holen können, aber das Glück war nicht auf unserer Seite. Hoffentlich wendet sich das Blatt nun für uns und die Ergebnisse zeigen auch die Qualität unserer Leistung."

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