Ein neues Chassis und neue Radgabeln können viel ausmachen, das durfte Marco Simonelli am bisherigen Barcelona-Wochenende merken. Nachdem er schon am Freitag gut zurechtgekommen war, lief es auch am Samstag und mit Startreihe drei war er ganz zufrieden, auch wenn es seiner Meinung nach noch besser gegangen wäre. "Ich werde versuchen, das im Rennen zu verbessern. Ich hatte ein paar Probleme, bis wir den weichen Reifen drauf machten - ich fuhr heute Morgen bei den kühleren Bedingungen gut, aber am Nachmittag war es viel heißer und ich konnte die Pace nicht halten. Mit dem weichen Reifen ging es viel besser, also war es schade, dass uns die Zeit fehlte, um einen zweiten zu probieren", berichtete der Italiener.
Etwas schwerer war der Tag für Marco Melandri, der mit angeschlagener Schulter und angeschlagenem Brustbein unterwegs war und auf Rang 14 kam. "Es wird morgen ein hartes Rennen, wenn man bedenkt, wie sehr ich gestern im Vergleich zu heute gelitten habe. Mir fiel das Atmen schwer, aber ich denke, das Rennen ist für mich mehr eine Trainings-Übung und wenn ich die ganze Distanz auf der Maschine bleibe, wird mir das Selbstvertrauen verleihen", sagte Melandri. Erschweren wird ihm sein Vorhaben die Hitze, doch er glaubte, dass er es bis zum Ende schafft, wenn er einen Rhythmus findet.
Teamchef Fausto Gresini hegte vor allem die Hoffnung, dass Simoncelli im Rennen die Pace gehen kann, die er am Samstagmorgen zeigte, als er teilweise so schnell war wie die Spitze. "Das Rennen wird natürlich nicht einfach, aber die Hitze wird eine weitere Lern-Erfahrung für ihn. Melandri kann ich für seine Mühe gar nicht genug loben - es ist ein Wunder, dass er auf der Strecke ist, also muss ich ihm für seinen Einsatz danken und jedes Ergebnis wird für uns morgen ein gutes sein. Wir bewundern ihn, müssen geduldig sein und einfach darauf warten, bis er in den kommenden Rennen wieder stärker ist", meinte Gresini.

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