Moto2

Moto2 & Moto3 Aragon: So lief es für Schrötter, Cortese, Öttl

Sandro Cortese und Philipp Öttl holen bei der Moto2 bzw. Moto3 in Aragon Top-10-Resultate. Marcel Schrötter dagegen muss vorzeitig aufgeben. Der Check:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Rennen

Sandro Cortese (Moto2, 9.): Starke Vorstellung von Sandro Cortese in Aragon. Im Gegensatz zu so vielen anderen Rennen büßte Cortese in der Startphase keinerlei Positionen ein, sondern konnte sich auf Platz neun halten. Auch im weiteren Rennverlauf lag Cortese stets in den Top-10 und lieferte sich zwischenzeitlich auch sehenswerte Zweikämpfe mit Alex Marquez. Im Ziel lag Cortese ebenfalls auf Platz neun. Damit holt der Deutsche sieben wohlverdiente und wohltuende Punkte.

Marcel Schrötter (Moto2, DNF): Ein starkes Punkteresultat blieb Marcel Schrötter beim Aragon-GP verwehrt. Zwar konnte sich Schrötter am Start auf Platz acht halten, und diese Position auch viele Runden lang behaupten. Doch dann fiel Schrötter plötzlich abseits der Kameras auf P14 zurück. Wenige Runden später war das Rennen für Schrötter dann komplett beendet. Bitter: Statt einem Top-10-Ergebnis wurde es ein Ausfall beim Comeback.

Philipp Öttl (Moto3, 9.): Der Pechvogel beim Moto3-Rennen in Aragon ist Philipp Öttl. Der Deutsche hing der absoluten Spitzengruppe im Windschatten und lag lange Zeit auf den Plätzen fünf oder sechs, nach einem Start von P8. In der Schlussphase hingegen fiel Öttl nach und nach zurück, wegen eines Verbremsers in Turn 1 war der Deutsche plötzlich nur noch Zehnter. Am Ende wurden es noch Platz neun und sieben Punkte für Öttl.

"Das Rennen hat gut angefangen, aber nach ein paar Runden habe ich gemerkt, dass mir der Splint für die Verkleidung oben raus gegangen ist. Dann hat es auf der einen Seite zu wackeln begonnen, und gegen Rennmitte ist auch noch der zweite Splint rausgegangen. Die Verkleidung hätte auch wegfliegen können, da habe ich im Endeffekt Glück gehabt, dass die Verkleidung gehalten hat. Das hat uns sicher ein paar Punkte gekostet, aber wir sind in den Top-10 und haben ein paar starke Fahrer hinter uns gelassen."

Qualifying

Marcel Schrötter (Moto2, 8.): Nach einem starken Qualifying schaffte es Marcel Schrötter auf Platz 8 und damit am Sonntag in die dritte Startreihe. Zwischenzeitlich lag er sogar auf Kurs in Reihe zwei, wurde von den Schlussattacken am Ende aber noch einige Startplätze nach hinten geschoben.

"Am Ende des Tages nur auf Position acht zu stehen, ist schon ein wenig enttäuschend, weil wir gut dabei waren. Ich muss allerdings realistisch bleiben, denn eigentlich ist es völlig ok. Der Tag war sehr gut. Am Donnerstag habe ich noch gedacht, dass ich wohlmöglich nicht zurechtkomme, wie damals in Brünn, wo wir es probiert haben und letztlich doch aufgegeben mussten. Dadurch, dass es gestern trotz der Schmerzen so gut gelaufen ist, besonders dank der Schiene und den Schmerzmitteln, geht es doch recht gut. Das Handgelenk ist stabil und kann so nicht abknicken. Das hilft ungemein. Wir sind dennoch zufrieden, wir haben eine gute Leistung gezeigt."

Sandro Cortese (Moto2, 9.): Cortese lieferte sich mit Mattia Pasini ein hitziges Duell in der Boxengasse, nachdem sich die beiden zuvor auf der Strecke in die Quere gekommen waren. Am Ende holte Cortese mit Startplatz 9 sein bestes Quali-Ergebnis seit Brünn.

"Das Qualifying war sehr eng, mir fehlten nur drei Zehntel zur Pole-Position. So nah war ich dieses Jahr noch nicht dran. Ich habe versucht, mich am Ende noch etwas zu steigern. Im Großen und Ganzen bin ich aber zufrieden, der Speed ist auf jeden Fall da. Ich bin hier konstant schnell unterwegs und am Ende hat mir einfach nur eine Spitzenrunde gefehlt, um mich weiter zu verbessern. Bis jetzt ist es ein sehr solides Wochenende. Wir arbeiten hart und ich freue mich auf das Rennen morgen. Es wird zwar ein langes und hartes Rennen, aber ich bin locker und wir haben ein gutes Grund-Setup."

Philipp Öttl (Moto3, 8.): Platz 8 und somit Reihe 3 gab es für Philipp Öttl im Qualifying von Aragon. Zum vierten Mal binnen sechs Rennen schafft es der Bayer somit in die Top-10 der Startaufstellung. Dabei musste er im 3. Training noch einen Sturz verkraften, nach dem er benommen von den Streckenposten gestützt werden musste. Öttl blieb dabei aber unverletzt.

"Wir haben im Qualifying das Optimum herausgeholt und eine wirklich gute Ausgangsposition für das Rennen geschaffen. In FP3 bin ich auf dem Weg zurück an die Box gestürzt, weil der Reifen ausgekühlt ist. Dann bin ich in der Auslaufzone mit dem Ellbogen etwas hängengeblieben und habe mich etwas verletzt. Ich habe leichte Schmerzen, aber das sollte für das Rennen kein Problem sein", sagte Öttl in Aragon gegenüber Motorsport-Magazin.com.

Training

Sandro Cortese (Moto2, 4.): Grandioser Tag für Sandro Cortese! Rang drei im ersten Training, was aber noch wichtiger, weil aussagekräftiger ist: Auch in Session Nummer zwei unter trockenen Bedingungen war Cortese im Spitzenfeld dabei. Kurz vor Trainingsende fuhr er seine persönliche Bestzeit, die ihn auf Rang vier brachte. Auf die Spitze fehlten 0,766 Sekunden.

"Der erste Tag war sehr zufriedenstellend. Ich habe mich sowohl im Regen, als auch im Trockenen sehr wohl auf dem Motorrad gefühlt. Morgen soll sich das Wetter ändern und die Temperaturen um einiges wärmer werden. Somit ändern sich auch die Streckenbedingungen und die Rundenzeiten. Daher müssen wir versuchen, morgen noch einen drauf zu setzen."

Marcel Schrötter (Moto2, 11.): Tolles Comeback für Marcel Schrötter nach wochenlanger Pause. Der Intact-Pilot platzierte sich im ersten Training gleich auf Rang vier und machte den tollen Auftakt für das deutsche Dreamteam perfekt. In diese Regionen schaffte es Schrötter im zweiten Training nicht ganz, aber mit Platz elf bestätigte er seine stark verbesserte körperliche Verfassung. Nur 1,3 Sekunden fehlten auf die Spitze.

"Heute Morgen im Nassen war die Belastung beim Bremsen, wenn Druck auf das Handgelenk kommt, nicht ganz so extrem. Trotz der langen Zeit, in der ich nicht auf dem Motorrad saß, habe ich ganz gut wieder rein gefunden. Was aber noch viel positiver war, dass es im Trockenem auch schon ganz gut funktioniert. Die Schmerzen sind da und sie zwingen mich, auf dem Motorrad in eine komische Position zu gehen, sodass ich die Front nicht belasten kann wie normalerweise. Ich muss sagen es läuft besser, als ich es erwartete habe. Der elfte Platz ist natürlich nicht ideal, aber unter den Umständen ist es, denke ich, doch sehr gut. Ich darf keine Wunder erwarten, aber wenn wir es schaffen, das Rennen am Sonntag so beenden zu können, wäre das schon ganz gut."

Philipp Öttl (Moto3, 23.): Unter schwierigen Bedingungen am Freitag in Aragon musste sich Philipp Öttl in der Moto3 mit Rang 23 in der kombinierten Zeitenliste begnügen. Öttl fuhr seine Bestzeit im zweiten Training und präsentierte sich nicht nur deshalb in der zweiten Session verbessert. Am Ende des Tages hatte er 1,9 Sekunden Rückstand auf den Tagesschnellsten Aron Canet.


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