Moto2

Großbritannien-GP in Silverstone: Die Deutschen Cortese und Öttl im Check

Philipp Öttl fährt in Silverstone in die Top-10 und hält damit die deutschen Fahnen hoch. Für Cortese dagegen wieder ein schwarzer Sonntag. Der Check:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Sonntag

Sandro Cortese (Moto2, DNF): Verkorkster Sonntag nach einem ohnehin schon verkorksten Wochenende für Sandro Cortese. Im Verlauf des Rennens ging es von Startplatz 16 aus schon um einige Positionen nach hinten. Cortese kämpfte darum, in den Top-20 zu bleiben. Diesen Kampf musste er fünf Runden vor Schluss vorzeitig aufgeben: Ausfall nach Sturz! Damit wieder ein Nuller für Cortese

"Das Wochenende ist zum Vergessen. Ich musste extrem pushen, um zum Schluss die Rundenzeiten zu fahren. Ich war die ganze Zeit am Limit und fühlte mich einfach nicht wohl auf dem Motorrad. Tatsache ist, dass ich, egal was ich mache, nicht wirklich vorankomme. Dadurch fehlt dann die Lockerheit natürlich. Ich kann nicht entspannt fahren, da das Gefühl bei mir nicht ankommt. Dann passieren solche Stürze, bei denen ich nicht weiß, warum. Und auf einer Position, wo ich mich normalerweise nicht befinde. Es ist eine schwierige Situation."

Philipp Öttl (Moto3, 9.): Solides Punkteergebnis für Philipp Öttl beim britischen Grand Prix in Silverstone. Am Start ging es zwar zunächst von P14 aus minimal nach hinten für Öttl, dennoch hielt er sich in der Spitzengruppe. Langsam, aber sicher kämpfte er sich nach vorne. Mehr als Platz acht war im Laufe des Rennens aber nicht drin. Am Ende erreichte Öttl als Neunter die Top-10 und holt damit sieben Punkte.

"Es war ein extrem anstrengendes Rennen. Nicht was das schnelle Motorradfahren angeht, sondern was das Stresslevel betrifft. Ständig überholt irgendwo jemand oder sticht rein, vor allem die Chaoten, die dann am Ende eh gestürzt sind. Auf einer Windschattenstrecke wie hier ist das aber nun einmal so, dass eine sehr große Gruppe zusammenbleibt. Mit Platz neun haben wir es nicht so schlecht gemacht, auch wenn ich mir einen Platz zwischen fünf und acht erhofft hatte. Im Großen und Ganzen ist das Ergebnis in Ordnung."

Samstag

Philipp Öttl verpasste die Top-10 im Qualifying - Foto: LAT Images

Sandro Cortese (Moto2, 16.): Leicht verbessert präsentierte sich Sandro Cortese am Samstag, auch wenn er noch immer im Mittelfeld festhing. Nach P23 am Freitag startete der Deutsche als 21. des FP3 in den Qualifying-Tag. Im Abschlusstraining lief es dann etwas besser für Cortese. Lange Zeit hielt er sich auf der 15. Position, am Ende musste er jedoch noch einen Platz abtreten. So wurde es unterm Strich Startplatz 16.

"Ich bin nicht wirklich zufrieden, weil ich und auch das Motorrad gefühlt am Limit sind. Es fehlt die Leichtigkeit und ich erreiche meine Zeiten nur mit Gewalt, was natürlich das Ganze nicht einfacher macht. Wir müssen schauen, was wir morgen noch Setup-technisch machen können, um etwas entgegenzuwirken. Wir haben uns auf jeden Fall schon geschätzte zehn Plätze zu gestern gesteigert. Natürlich war der erste Tag ein Desaster im Vergleich zu heute. Von Platz 16 kann man immer noch gut in die Punkte fahren. Mein Ziel war heute, unter die ersten Zehn zu kommen, aber zu P10 fehlt noch eine halbe Sekunde. Aber wir haben uns von über zwei Sekunden auf 1,1 Sekunden verbessert."

Philipp Öttl (Moto3, 14.): So hatte sich Philipp Öttl den Qualifying-Samstag wohl nicht vorgestellt. Öttl ließ es am Vormittag im FP3 ruhig angehen und klassierte sich schließlich als 18. Im Qualifying lag er dann lange Zeit in den Top-10, aus denen er in der Schlussphase jedoch wieder verdrängt wurde. Öttl holte am Ende den 14. Startplatz und startet damit im Rennen aus der fünften Reihe.

"Morgen werde ich von Rang 14 aus ins Rennen starten. Obwohl die Ausgangsposition nicht optimal ist fühle ich mich gut auf dem Bike."

Freitag

Auf Cortese und seine Crew wartet nach P23 einiges an Arbeit - Foto: Dynavolt Intact GP

Sandro Cortese (Moto2, 23.): Für Sandro Cortese läuft es in Silverstone wieder schlechter als in den vorangegangenen Rennwochenenden. Beim britischen Grand Prix startete Cortese mit Platz 15 im FP1 am Vormittag, nachdem er lange Zeit auf der elften Position lag. Nach hinten ging es dann im FP2: Cortese stürzte und kam danach nicht mehr auf Touren. Endergebnis: Platz 28. Dank seiner Zeit vom FP1 wurde es kombiniert aber noch der 23. Rang.

"Wir haben heute nicht wirklich eine Richtung beim Setup gefunden, dass ich mich mit dem Motorrad wohler fühle. Das war heute Morgen schon nicht optimal und am Nachmittag war es noch schlimmer. Ich bin dann noch gestürzt, weil ich schon von Anfang an am Limit war. Platz 28 im FP2 spricht für sich, da gibt es nichts Positives zu sagen. Darum müssen wir uns jetzt hinsetzen, hart arbeiten und eine Lösung finden."

Philipp Öttl (Moto3, 6.): Einen guten Start ins Silverstone-Wochenende legte Philipp Öttl in der Moto3-Kategorie hin. Dabei sah es zunächst gar nicht danach aus. Im FP1 landete der Deutsche lediglich auf der 21. Position, knapp 2,8 Sekunden hinter der Bestzeit von Aron Canet. Am Nachmittag steigerte sich Öttl allerdings deutlich. Hier fehlte ihm nur noch eine halbe Sekunde auf Canet, der auch die zweite Session für sich entschied. Das reichte für Platz sechs.

"Der erste Trainingstag verlief recht positiv. Wir haben einiges am Bike ausprobiert und konnten uns zum Schluss Platz 6 sichern. Morgen früh probieren wir noch ein paar Sachen aus."


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