Nebel gibt es nicht nur auf der Nürburgring-Nordschleife, sondern selbst im sogenannten Sunshine State... Die 24 Stunden von Daytona im US-Bundesstaat Florida wurden in der Nacht auf Sonntag in dichte Nebelschwaden gehüllt - an freie Fahrt war angesichts der trüben Aussichten ab 00:45 Uhr Ortszeit nicht mehr zu denken.

Und so blieb der Rennleitung nichts anderes übrig, als das Safety Car auf die Strecke zu schicken - für geschlagene 06:33 Stunden bis zum Morgengrauen! Es war die längste Full-Course-Yellow-Phase in der Geschichte des 24h-Rennen Daytona, das in diesem Jahr seine 64. Auflage erlebt. Am Sonntag um 07:19 Uhr Ortszeit (13:19 Uhr deutscher Zeit) konnte das Rennen nach dem Sonnenaufgang fortgesetzt werden.

24h Daytona trotz Nebel nicht unterbrochen

Während die 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mehrfach wegen starken Nebels unterbrochen werden mussten - zuletzt 2024 für 14 Stunden inklusive eines vorzeitigen Abbruchs - entschieden sich die Verantwortlichen der IMSA in Daytona, hinter dem Safety Car weiterlaufen zu lassen. Dadurch gerieten die Teams mit Blick auf vorgeschriebene Mindestfahrzeiten immerhin nicht in die Bredouille.

Ein Problem in Daytona neben der schlechten Sicht für die Fahrer auf der Strecke: Die sogenannten Spotter, die die Fahrer auf dem Trioval-Kurs vom Dach des Hauptgebäudes durch den Verkehr lotsen, konnten die 5,7 Kilometer lange Strecke ebenfalls nicht mehr ordentlich überblicken. Motorsport-Magazin.com stand am Samstag gegen 22:00 Uhr bei den Spottern auf dem Dach, da hatte sich die zunehmend schlechte Sicht längst abgezeichnet.

McLaren und Ford präsentieren Fahrer für Le Mans (09:20 Min.)

Porsche bestimmt Geschehen in Daytona

Nach bisher 500 zurückgelegten Runden lagen die beiden Werks-Porsche 963 in Führung: der Deutsche IMSA-GTP-Debütant Laurin Heinrich in der #7 (Nasr, Andlauer, Heinrich) vor Markenkollege Matt Campbell im #6 Porsche (L. Vanthoor, Estre, Campbell). Beide Autos absolvierten während der langen Full Course Yellow mehrere Reparatur-Stopps, wurden durch die Nachtank-Phasen aber immer wieder an die Spitze des Feldes gespült.

Porsche bestimmt das Geschehen in Daytona seit dem Rennstart am Samstag um 13:40 Uhr Ortszeit (19:40 Uhr deutscher Zeit) und sammelt eine Führungsrunde nach der anderen. Die beiden von Penske eingesetzten LMDh-Boliden etablierten von den Startplätzen drei und fünf schon früh eine Doppelführung und fuhren der Konkurrenz vor allem bei warmen Bedingungen um die Ohren. "Die spielen mit uns", sagte Acura-Pilot Renger van der Zande nach der Anfangsphase.

Porsche kann den dritten Daytona-Gesamtsieg in Folge nach 2024 und 2025 einfahren und seine Rekordmarke von bislang 20 Siegen weiter ausbauen. Im Laufe des Sonntags soll das Thermometer auf bis zu 26 Grad klettern.

Entscheidend bei den 24 Stunden von Daytona ist häufig die Schlussphase: In der Vergangenheit wurde das Feld immer wieder durch ein spätes Safety Car zusammengeführt, um einen packenden Schluss-Sprint mit mehreren Autos in der Führungsrunde zu ermöglichen. Der Zieleinlauf ist heute für 13:40 Uhr Ortszeit (19:40 Uhr deutscher Zeit) angesetzt.

Du kannst nicht genug von der IMSA, DTM, WEC und Formel E bekommen? Dann abonniere jetzt unseren Motorsport-WhatsApp-Channel! Brandaktuelle News aus der Motorsport-Welt direkt auf dein Handy: