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Formel E

Formel E: Serien-Meister DS Automobiles verlängert bis 2026

Der französische Autobauer DS Automobiles, gemeinsam mit Techeetah Serien-Meister in der Formel E, bekennt sich offiziell zu Zukunft und Gen3-Reglement.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Autobauer DS Automobiles bleibt der Formel E auch in Zukunft erhalten. Nach dem indischen Rennstall Mahindra, haben sich nun auch die Franzosen zum neuen Gen3-Reglement bekannt. Der dritte technologische Zyklus seit dem Debüt der Formel E im Jahr 2014 erstreckt sich über die Saisons 9 (2022/23) bis 12 (2025/26). Bis 31. März 2021 können sich Hersteller bei der FIA bewerben, um künftig mit dem bis zu 475 PS starken Gen3-Boliden anzutreten.

DS Automobiles mit dem Einsatzteam DS Techeetah ist seit drei Jahren die Messlatte in der Formel E. Jean-Eric Vergne gewann die Meisterschaft 2018 und 2019, sein neuer Teamkollege Antonio Felix da Costa eroberte den Titel in der vergangenen Saison. Zudem holte Techeetah unter der Leitung von Mark Preston in allen drei Saisons die Team-Meisterschaft.

Auch in der anstehenden Saison 7, die am 26./27. Februar 2021 mit zwei Nachtrennen in Saudi-Arabien beginnt, gilt DS Techeetah als Favorit. Dabei haben sich die Verantwortlichen entschlossen, im Gegensatz zu den meisten anderen Teams den neu entwickelten Antriebsstrang erst zu einem späteren Zeitpunkt in der Saison einzuführen. Aus Kostengründen dürfen Hersteller in den kommenden beiden Saisons nur einmal einen neuen Motor homologieren.

DS Automobiles stieg 2015/16 zur zweiten Saison der Formel E ein und arbeitete zunächst mit dem britischen Unternehmen Virgin zusammen. Seit dem Beginn der Gen2-Ära erfolgte der Wechsel zum bereits erfolgreichen Team Techeetah aus China. Die beiden Partner erzielten in den bisherigen beiden gemeinsamen Jahren zwei aufeinanderfolgende Fahrer- und Teammeisterschaften, sieben Rennsiege und 15 Podiumsplätze.

"Ich freue mich sehr, dass sich die einzigen Doppelchampions der Formel E einen Startplatz für die neunte Saison gesichert haben", wird Formel-E-Geschäftsführer Jamie Reigle in einer Pressemitteilung zitiert. "Das unterstreicht die Rolle der Formel E als technologisches Versuchsfeld und Marketingplattform für die führenden Automobilhersteller der Welt."

Beatrice Foucher, Generaldirektorin von DS Automobiles: "Die Elektrifizierung ist der Kern der globalen Strategie von DS Automobiles. Wir waren der erste Premiumhersteller, der in die Formel E eingestiegen ist, und unsere Marke hat von der Arbeit und den Erfolgen von DS Performance erheblich profitiert - sowohl in Bezug auf die technologische Entwicklung als auch auf die Markenbekanntheit. Die Verlängerung unseres Engagements bis 2026 wird uns neue Möglichkeiten bieten, unsere Entwicklungsarbeit fortzusetzen."

In Zukunft nicht mehr dabei sind Audi und BMW. Die beiden deutschen Autobauer hatten zum vergangenen Jahresende innerhalb von zwei Tagen ihren Ausstieg zum Saisonende 2021 angekündigt. Porsche und Nissan erklärten in diesem Zuge, auch in den kommenden Jahren in der Formel E antreten zu wollen. Unterdessen hat sich McLaren, das ab 2022/23 durch Williams als Lieferant für die einheitlichen Batterien abgelöst wird, eine Option für den Einstieg zur Saison 9 gesichert.

Xavier Mestelan Pinon, Direktor DS Performance: "Bei DS Automobiles gehen die Entwicklungen in der Formel E und die Elektrifizierung des Modellportfolios Hand in Hand. Seit den Arbeiten an der ersten Generation unserer Formel-E Rennwagen haben wir viel gelernt. Mit der Einführung der Gen2 stellte sich auch der Erfolg ein und wir haben sämtliche Titel feiern können. Mit unserem Einsitzer der nächsten Generation wird die Formel E dank noch höherer Leistung und superschnellem Aufladen auf ein neues Niveau gehoben."

Gen3: Aktuelle Rahmendaten zum neuen Formel-E-Auto

  • Einsatz ab 2022/23 für 4 Saisons geplant
  • Maximale Leistung: 350 kW (475 PS)
  • Zielgewicht: 780 Kilo (120 weniger als beim Gen2)
  • Batterie soll 101 Kilo abspecken (aktuell 385 Kilo)
  • Williams ersetzt McLaren als Einheitsbatterie-Lieferant
  • Hankook folgt auf Michelin als Lieferant für Allwetterreifen
  • Zweiter E-Motor als Einheitsbauteil von Atieva
  • Neuer E-Motor nur zur Rekuperation an der Vorderachse
  • 600 kW Rückgewinnung über Bremse (350 kW hinten, 250 kW vorne)
  • Fast Charging: 4 kWh Ladung während Boxenstopps möglich

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