Formel E

Formel E, Mexiko: Kollisionen kosten Porsche Top-Ergebnis

Beim ePrix in Mexiko werden Andre Lotterer und Neel Jani durch Unfälle zurückgeworfen. Immerhin stimmt die erste Pole Position zuversichtlich.
von Daniel Geradtz & Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - In Mexiko hatte Andre Lotterer gute Voraussetzungen, um für Porsche den zweiten Podestplatz in der Formel E einfahren: In der Qualifikation sicherte er dem Neueinsteiger die erste Pole Position. Im Rennen musste Lotterer seine Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis allerdings früh aufgeben.

Schon vor der ersten Kurve wurde er von Jaguar-Pilot Mitch Evans attackiert, der als Zweiter ins Rennen startete. In Turn 1 kollidierten beide leicht. Lotterer blieb nur der Weg durch die Auslaufzone. Durch den Umweg verlor er zwei weitere Plätze.

"Ich bin schlecht weggekommen, weil ich durchdrehende Räder hatte", erklärte Lotterer bei Motorsport-Magazin.com. "Evans ist sehr aggressiv in die erste Kurve gefahren und hat mich ein bisschen abgeschossen. Als ich auf die Strecke zurückkam, gab es eine andere kleine Kollision, die mein Bodywork beschädigt hat. Danach lief es eigentlich ganz gut und ohne Probleme."

Dass sein Fahrzeug trotz des Unfalls noch gut auf der Strecke lag, zeigte der Porsche-Fahrer, als er in Runde drei Sam Bird im Virgin überholte. Der Brite konterte nur wenig später in der Stadion-Sektion. Die Fahrzeuge berührten sich leicht. Nachdem Lotterer zwei weitere Positionen verloren hatte, fuhr er an derselben Stelle kurz darauf leicht auf Nyck de Vries auf, der durch die Attack Zone fuhr.

Lotterer muss Porsche nach Kollisionen abstellen

Die Belastung war zu groß für das Material: "Durch diese kleine Kollision ist mein Radlauf kollabiert, weil er schon vorher geschwächt war von Turn 1", sagte Lotterer. Das rechte Vorderrad schleifte an der Radabdeckung. Nachdem sich diese gelöst hatte, legte sich der Rauch. Lotterer versuchte, den Schaden durch einen gezielten Kontakt mit einer Mauer zu beheben. Doch dieser Plan ging nicht auf. Er musste das Auto an der Box abstellen.

"Am Anfang hofft man, dass es vielleicht wegfliegt. Dann bekommt man die Anweisung reinzukommen", beschrieb der 38-Jährige seine Gedanken.

Durchfahrtsstrafe schwächt Jani

Auch Lotterers Teamkollege Neel Jani hatte in Mexiko Probleme. Er startete von Position 14 und wurde durch eine Durchfahrtsstrafe zurückgeworfen. Die Rennleitung sprach diese aus, weil das Mapping des Gaspedals nicht den Regeln entsprach. Der Schweizer beendete das Rennen als 14.

Nach einer Kollision ist an Andre Lotterers Porsche der Radlauf gebrochen - Foto: LAT Images

"Der Start lief eigentlich gut, obwohl ich auf der schmutzigen Seite war", sagte Jani. "Danach war ich in zahlreiche Zweikämpfe verwickelt und wurde mehrmals vorne und hinten getroffen. Es ist schade, dass dann noch eine Durchfahrtsstrafe gegen mich verhängt wurde. Sonst wäre nach vorne sicher noch etwas möglich gewesen. Ich bin froh, dass ich das Rennen beenden und weitere Erfahrung sammeln konnte. Die Pole Position von André hat gezeigt, was das Auto kann. Das stimmt uns zuversichtlich für Marrakesch."

Die Höhen und Tiefen des Mexiko-Wochenendes sieht Lotterer als Teil des Lernprozesses, den Porsche in der ersten Formel-E-Saison absolviert: "Man muss es akzeptieren und weitermachen. Wir sind neu in der Meisterschaft und lernen noch viel dazu. Das Positive ist, dass wir gute Fortschritte machen. Das hat man mit der Pole Position gesehen und die allgemeine Pace ist ganz gut. Es ist wieder eine Menge zu analysieren."


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