Formel E

Formel E Berlin 2018: Audi-Fahrer Daniel Abt holt Pole

Heimrennen für Deutschland in der Formel E! Daniel Abt schnappt sich die Pole Position für den Berlin ePrix heute. Beide Audis in den Top-5.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Die Formel E macht zum neunten von zwölf Saisonrennen Halt in Berlin. Das große sportliche Highlight in der deutschen Hauptstadt neben dem DFB-Pokalfinale heute Abend. Und: Daniel Abt startet beim Berlin ePrix (18:00 live bei ARD & Eurosport) von der Pole Position! Der Audi-Pilot setzte sich im Qualifying durch und erzielte seine zweite Pole in der Formel E nach Long Beach 2015.

Abt brauchte 1:09.472 Minuten für die schnellste Runde in der abschließenden Superpole. Aber: Der 25-Jährige steht unter Beobachtung der Rennleitung. Er könnte noch in der Gruppenphase bei einer Aufwärmrunde den falschen Energie-Modus genutzt haben. Eine Entscheidung der Stewards steht noch aus.

Oliver Turvey (NIO) komplettiert die erste Startreihe nach einer persönlichen Bestzeit von 1:09.735 Minuten im Shootout der Top-5. Der Meisterschaftsführende Jean-Eric Vergne (1:09.991) und Jerome D'Ambrosio (1:10.054) fuhren auf die Plätze drei und vier.

Der amtierende Champion Lucas di Grassi belegte den fünften Platz. Der Audi-Pilot war in der Gruppenphase der schnellste Fahrer, leistete sich aber einen Fahrfehler in seiner Superpole-Runde. So schafften es beide Audi-Piloten beim Quasi-Heimrennen des Teams unter die besten Fünf.

So lief die Gruppenphase

In der vierten und letzten Gruppe starteten die Top-5 der Meisterschaft - und die ließen es richtig fliegen. Lucas di Grassi schnappte sich den ersten Platz vor Jean-Eric Vergne. Felix Rosenqvist, ebenfalls in Gruppe 4, verpasste die Superpole unterdessen mit einer Hundertstelsekunde. Der Mahindra-Pilot startet somit als Sechster in den Berlin ePrix.

Der in Gruppe 4 gestartete Sebastien Buemi schaffte es ebenfalls nicht in die Runde der letzten Fünf, ordnete sich stattdessen auf dem siebten Platz ein. Alex Lynn (Virgin), Mitch Evans (Jaguar) und der Meisterschaftszweite Sam Bird (Virgin) komplettierten die Top-10 des Qualifyings.

Aus deutscher Sicht lief es mit Ausnahme von Abt alles andere als gut. Maro Engel (Venturi) kam nicht über Platz 13 hinaus, gefolgt von Landsmann und Mahindra-Pilot Nick Heidfeld. "Ich bin nicht happy mit der Runde, im Auto steckte einiges mehr. Da habe ich zu viel liegen lassen", erklärte der frühere Formel-1-Fahrer.

Gar nicht gut lief es für Andre Lotterer, der nur den 18. Platz im Qualifying belegte. Zu allem Übel erhält der Techeetah-Pilot wegen seines Paris-Unfalls mit Sam Bird auch noch eine 10-Platz-Strafe. "War ein hartes Qualifying für mich. Wir hatten nicht so viel Grip wie im Training und haben die ganze Runde einfach nicht zusammenbekommen. Das wird kein einfaches Rennen."

Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4
Daniel Abt, 1:09.774 Alex Lynn, 1:10.002 Jerome D'Ambrosio, 1:09.938 Lucas di Grassi, 1:09.620
Oliver Turvey, 1:09.943 Jose-Maria Lopez, 1:10.105 Tom Dillmann, 1:10.214 Jean-Eric Vergne, 1:09.765
Mitch Evans, 1:10.087 Maro Engel, 1:10.248 Stephane Sarrazin, 1:10.315 Felix Rosenqvist, 1:09.951
Nelson Piquet, 1:10.270 Nick Heidfeld, 1:10.264 Luca Filippi, 1:10.601 Sebastien Buemi, 1:09.994
Andre Lotterer, 1:10.598 Ant Felix Da Costa, 1:10.417 Nico Prost, 1:10.618 Sam Bird, 1:10.087

So funktioniert das Qualifying in der Formel E

Die Fahrer werden anhand des Meisterschaftsstandes in vier unterschiedliche Gruppen mit jeweils fünf Fahrern gelost. Meist hat die beginnende Gruppe einen Nachteil, da sich die Streckenbedingungen im Verlauf des Qualifyings verbessern. Die fünf schnellsten Fahrer aus dem Quali ziehen in die Superpole ein. Hier darf jeder Fahrer eine schnelle Runde fahren, um sich eine bestmögliche Platzierung für das anschließende Rennen zu sichern. Der Rest des Feldes startet anhand der erzielten Rundenzeiten aus der Gruppenphase.


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