Formel E

Formel E 2018 Uruguay: Unser Held des Punta del Este ePrix

Wer war der Held des Punta del Este ePrix? Bei uns fiel die Entscheidung diesmal knapp für Audi aus. Auch die Fans der Formel E konnten abstimmen.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Er hatte es vor dem Rennen angekündigt - und genau so fuhr er auch. "Ich greife an, hab' ja nichts mehr zu verlieren", kündigte Lucas di Grassi vor dem Punta del Este ePrix an. Recht hatte er, der Noch-Meister.

Nach dem Katastrophen-Start in die neue Saison krebste der Audi-Star lange mit 0 Punkten auf dem Konto herum. Das Einzige, was er bis Mexiko hatte: technische Probleme und Grid-Strafen en masse...

Dann kam Punta, damit einer neuer Inverter im Audi und schwupps, waren alle Probleme verschwunden. Stattdessen lieferte uns di Grassi - wortwörtlich - die Bilder des Rennens. Die Onboard-Aufnahmen seines epischen Duells mit Rennsieger Jean-Eric Vergne fanden sogar Motorsport-Fans geil, die für die Formel E sonst eigentlich nichts übrig haben.

Und genau das war die beste Werbung für den Sport - und die hat sie auch dringend nötig, gilt die junge Formel E ja noch immer als Nischen-Rennserie. Wenn dann aber ein di Grassi in voller Fahrt - ja, auch Formel-E-Autos können schnell durch Kurven fahren - dem Vordermann am/im Heck hängt, ist das der Motorsport, wie wir ihn sehen wollen.

Vergne hätte in Punta ebenso gut unser Held des Rennens sein können. Top Leistung vom Techeetah-Star, wie er sich über das ganze Rennen hinweg gegen den schnelleren di Grassi breit machte und den Sieg bis zur letzten Ecke verteidigte.

Dass der Brasilianer aber mit Sicht auf das erste Podest der Saison und nach all den Rückschlägen voll auf Sieg fährt, macht ihn für uns zum Hero of the Race.

Der DHL Driver of the Day

Beim offiziellen Fan-Voting zum DHL Driver of the Day-Award setzte sich Jean-Eric Vergne nach seinem zweiten Saisonsieg durch. Aber es war knapp gegen Konkurrent Mitch Evans, der ebenfalls nominiert war. Der Jaguar-Youngster lieferte in Uruguay eine großartige Aufholjagd vom 16. bis auf den 4. Platz ab - auf einer Strecke, auf der Überholmanöver mehr Kunst als Können sind.


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