Formel E

Formel E 2018/19: Monaco-Rennen erstmals mit Formel-1-Layout

In Monaco können die neuen Formel-E-Autos 2019 beweisen, was sie draufhaben: Erstmals nutzt die Elektro-Serie das Formel-1-Streckenlayout im Rennen.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Mit dem Monaco ePrix kehrt zur Saison 2018/19 ein echtes Highlight in den Rennkalender der Formel E zurück. Dass die Serie nach einem Jahr Auszeit wieder Halt machen wird im Fürstentum, war bekannt. Wie nun herauskam, wird die Formel E 2019 aber zum ersten Mal das komplette Strecken-Layout befahren!

"Monaco ist zurück und wir werden die komplette Strecke nutzen", sagte Formel-E-Boss Alejandro Agag zu e-racing365. "Die kleine Variante war zu kurz. Es war in Ordnung, für uns ist es aber viel besser, auf der großen zu fahren." In den Jahren 2015 und 2017 nutzte die Formel E eine stark verkürzte Streckenvariante mit einer Länge von nur 1,765 Kilometern. Damit war Monaco stets der kürzeste Kurs im Kalender.

Bewährungsprobe für neues Formel-E-Auto

Das soll sich bei der Neuauflage 2019, vermutlich Mitte Mai, ändern. Der Wechsel auf das berühmte Formel-1-Layout kommt genau zur richtigen Zeit. Zur Saison 2018/19 wird das brandneue Rennauto in der Formel E eingeführt. Der Bolide sieht nicht nur gänzlich anders aus als das bisherige Auto, sondern verfügt auch über eine doppelt so starke Batterie.

So sah bislang das Monaco-Layout für die Rennen der Formel E aus - Foto: FIA Formula E

Das Generation-2-Auto bekommt dadurch wesentlich mehr Power. McLaren Applied Technologies übernimmt die Batterieherstellung von Williams, die künftige Batterie leistet 54 statt der bisherigen 28 kWh. Dadurch wird der Autowechsel in einem Rennen hinfällig, die Autos halten eine komplette Renndistanz durch. Die maximale Leistung der Autos steigt von maximal 200 kW auf 250 kW an, was umgerechnet 340 PS entspricht.

Komplettes Monaco-Layout statt Kurzanbindung

Mit dem neuen Auto soll die große Streckenvariante in Monaco kein Problem mehr darstellen. Das kurze Layout aus früheren Zeiten war ohnehin nicht allzu beliebt gewesen unter den Fahrern. Statt wie in der Formel 1 nach Sainte-Devote den Berg hoch in Richtung Massenet und Casino-Kurve zu fahren, bog die Formel E direkt runter in die Hafen-Passage ab und nutzte nach einer Spitzkehre erst ab der Tabac-Kurve wieder das F1-Layout.

Es wird das erste Mal in der Geschichte der Formel E sein, dass sie in einem Rennen genau die gleiche Strecke nutzt wie die Formel 1. In Mexiko teilen sich beide Serien zwar ebenfalls den Kurs innerhalb einer Saison, doch auch hier fährt die Formel E ein verkürztes Layout.

Erstmals Vergleich zwischen Formel E und Formel 1

Es wird interessant sein zu sehen, welche Rundenzeiten das neue Formel-E-Auto im Vergleich zur F1 auf dem 3,337 Kilometer langen Traditionskurs in Monte Carlo fährt. Den Rundenrekord hält Michael Schumacher. Der Formel-1-Rekordweltmeister schaffte im Jahr 2004 eine Runde in seinem Ferrari in 1:14.439 Minuten.

Kimi Räikkönen fuhr 2017 im Qualifying die bislang schnellste Runde in 1:12.178 Minuten. Die meisten F1-Siege in Monaco holte Ayrton Senna mit 6, in der Formel E ist es Sebastien Buemi mit zwei Siegen aus bislang zwei Rennen. Der Schweizer gewann 2015 und 2017 jeweils vor dem amtierenden Meister Lucas di Grassi.

Wechsel zwischen Formel E und Histo-GP

Der Monaco ePrix wird als einziges Rennen im Formel-E-Kalender im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgetragen. Das Rennen wechselt sich jährlich mit dem Grand Prix de Monaco Historique ab. In Monaco dürfen pro Jahr nur zwei Rennen ausgetragen werden. Neben der Konstante Formel 1 (seit 1955 jährlich im Kalender) wechseln sich Formel E und der Historische GP ab.


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