Formel E

Formel E 2018: Di Grassis Horror geht weiter, Strafe für Mexiko

Katastrophaler Saisonstart für den amtierenden Formel-E-Champion Lucas di Grassi. Nächste Strafe beim kommenden Rennen in Mexiko. Wird danach alles besser?
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Audi erlebt bei seinem ersten Einsatz in der Formel E als Werksteam eine echte Katastrophen-Saison. Und: In nächster Zeit wird es nicht besser. Für das Rennen in Mexiko am kommenden Wochenende erhält Lucas di Grassi schon wieder eine 10-Platz-Strafe in der Startaufstellung! Die zweite Bestrafung in Folge für den amtierenden Champion, der noch immer ohne einen einzigen Punkt da steht.

Weil nach seinem Ausfall in Santiago das Siegel des Inverters aus einem seiner Autos für eine Reparatur geöffnet werden musste, muss der Brasilianer laut Reglement in Mexiko mit einer Rückversetzung um zehn Plätze in der Startaufstellung rechnen. Das teilte Audi vor dem fünften Rennen der Saison 2017/18 mit. Di Grassi wird in Mexiko-City also im besten Fall vom elften Startplatz ins Rennen gehen.

In den vergangenen Wochen haben die Renningenieure von Audi Sport die technischen Probleme am Audi e-tron FE04 intensiv analysiert. "Jetzt sind wir zuversichtlich, dass wir sowohl die Ursache als auch eine Lösung gefunden haben", sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. "Leider erlaubt uns das Reglement der FIA eine Umsetzung der Änderungen erst nach einer Frist von 30 Tagen."

Das entsprechende Update wird also erst beim Lauf in Punta del Este am 17. März zum Einsatz kommen. Dieter Gass: "Obwohl wir mit dieser Situation natürlich nicht glücklich sind, sind wir optimistisch, dass eine permanente Rennstrecke - so wie bei den Testfahrten vor der Saison - keine Probleme hervorruft."

Dass di Grassi in Mexiko kleine Wunder bewirken kann, hat er schon unter Beweis gestellt. Beim Rennen im vergangenen Jahr gewann er nach einer Aufholjagd vom Ende des Feldes. "Mein Sieg im Vorjahr war sicher mein erstaunlichster in der Formel E", bestätigte der Audi-Star.

Etwas Glück mit einer Safety-Car-Phase sowie überragendes Energie-Management führten den Teamkollegen von Daniel Abt zum Sieg. Im Jahr davor überquerte di Grassi die Ziellinie ebenfalls als Erster, wurde aber nachträglich disqualifiziert.


Weitere Inhalte:
nach 12 von 12 Rennen
Wir suchen Mitarbeiter