Formel E

Formel E: Vertrag mit Reifenhersteller Michelin verlängert

Die Formel E bleibt auch in Zukunft seinem bisherigen Reifenlieferanten Michelin treu. Alejandro Agag erklärt, warum ein Reifenkrieg keinen Sinn macht.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Die Formel E startet an diesem Wochenende in Hongkong in die neue Saison - und hat bereits jetzt die Weichen für die Zukunft gestellt. Wie Serien-Boss Alejandro Agag mitteilte, wurde der Vertrag mit Reifenhersteller Michelin verlängert. Die Partnerschaft läuft bis mindestens zur 7. Saison der E-Serie, also bis 2021/22.

Michelin ist seit dem Start der jungen Formel E der alleinige Ausstatter und liefert einen Einheitsreifen, der sowohl im Trockenen als auch bei nassen Bedingungen zum Einsatz kommt. Doch noch immer wartet die Formel E auf ein Regenrennen. Erst dann wird sich zeigen, was die Allround-Reifen leisten kann.

"Im Zuge der Vertragsverlängerung wünschen wir uns mindestens ein Regenrennen", scherzte Agag. Im Zuge des derzeitigen Booms der Formel E mit der Hersteller-Flut gab es auch andere Reifenhersteller, die sich für den Job beworben hatten. Letztendlich entschied sich die FIA aber für den bisherigen Partner aus Frankreich.

Agag auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com: "Es gab eine Ausschreibung, Michelin war nicht der einzige Hersteller. Eine Meisterschaft mit vielen Herstellern ist natürlich interessant für Reifenhersteller. Die Entscheidung lag nicht bei uns, sondern bei der FIA. Wir waren sehr zufrieden mit der Wahl der FIA."

Ein einheitlicher Reifenhersteller hält die Kosten mehr in Grenzen, als wenn der Wettbewerb offen wäre - und Kostenkontrolle bleibt das Credo der Formel E auch im Zuge der Hersteller-Flut. Michelin liefert damit auch die Reifen für das brandneue Saison-5-Auto, das mehr Leistung haben wird und den Autowechsel während eines Rennens obsolet macht.

Michelin-Motorsportchef Pascal Couasnon zu Motorsport-Magazin.com: "Wir mögen Wettbewerb, aber man muss sich die Frage nach den Gründen stellen. Im Falle der Formel E war es geschickt, weiter mit einem Reifenhersteller zu arbeiten. Der Fokus soll auf der Serie liegen, auf der Entwicklung der Batterien und so weiter. Man will auch nicht zu viel auf einmal für die Teams ändern. Ein neuer Reifen kommt zur fünften Saison."

"Wenn man zwei Reifenhersteller hat, würden die Kosten enorm steigen", pflichtete Agag bei. "Es geht ja nicht nur um die Reifen, sondern auch um die Setups der Teams. Und einer der Hauptpunkte der Formel E ist die Kostenkontrolle. Es ist wichtig, dass wir das auch in Zukunft beibehalten."


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