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Formel 2

Formel 2 Silverstone: Callum Ilott siegt, Mick Schumacher P7

Callum Ilott lässt nichts anbrennen und gewinnt das Formel-2-Hauptrennen in Silverstone. Mick Schumacher kann die alternative Strategie nicht ausnutzen.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Callum Ilott holt im Formel-2-Hauptrennen in Silverstone seinen zweiten Saisonsieg. Der Ferrari-Junior dominiert das Geschehen in Großbritannien und darf sich damit nun auch über die Führung in der Gesamtwertung freuen. Mick Schumacher auf alternativer Strategie unterwegs - doch die brachte ihm nicht viel.

Die Startaufstellung: 1. Callum Ilott, 2. Christian Lundgaard, 3. Jack Aitken, 4. Daniel Ticktum, 5. Luca Ghiotto, 8. Mick Schumacher

Die Startphase: Ilott behauptete seine Führungsposition am Start, dahinter schnappte sich Ticktum den zweiten Platz vor Lundgaard, Aitken und Schumacher. Ilott fuhr sich rasch aus dem DRS-Fenster seiner Verfolger, während Ticktum durch einen Ausritt in Chapel den zweiten Platz an Lundgaard verlor. Auch danach war Ticktum im Hintertreffen: Erst ging Aitken vorbei, in Runde 5 dann auch Schumacher, Nikita Mazepin und Louis Deletraz.

Die Boxenstopps: Lundgaard, Aitken und Ticktum gehörten zu den Fahrern, die bereits nach sechs Runden ihre Crews aufsuchten. Ilott und Deletraz kamen einen Umlauf danach hinein. Schumacher und Mazepin starteten auf der härteren Mischung und gingen deshalb erst gegen Rennende an die Box. Schumacher kam in Runde 20 an die Box, Mazepin erst im 23. Umlauf.

Der Rennverlauf: Vorne folgte Mazepin Schumacher wie ein Schatten, für einen Angriff reichte es jedoch nicht. Bei den frühen Stoppern änderte sich nichts an der Reihenfolge: Ilott blieb vor Lundgaard und Aitken, Ticktum jedoch konnte Deletraz beim Stopp wieder überholen. Ilott präsentierte sich dabei in bärenstarker Form: Auf frischeren, harten Reifen kämpfte sich der Ferrari-Junior durch das Feld der späten Stopper und lag dabei rund neun Sekunden vor Lundgaard und rund 13 Sekunden vor Aitken.

Vorne behauptete sich Schumacher weiterhin vor Mazepin. Rund drei Sekunden hinter Mazepin folgte Schumachers Teamkollege Robert Shwartzman, der ebenfalls auf die alternative Strategie setzte. Nach seinem späten Stopp fiel Schumacher hinter Yuki Tsunoda zurück, lag damit stoppbereinigt auf Rang sieben. Tsunoda und Schumacher gingen kurz darauf am erneut mit abbauenden Reifen kämpfenden Ticktum vorbei. Die Reihenfolge, nachdem alle Stopps absolviert wurden: Ilott, Lundgaard, Aitken, Deletraz, Tsunoda, Schumacher.

Die Schlussphase: Ilotts Sieg war am Ende nicht mehr in Gefahr. Nach 29 Runden überquerte der Brite die Ziellinie als Sieger, gefolgt von Lundgaard und Aitken. Mazepin arbeitete sich noch auf Rang vier vor Deletraz, Tsunoda und Schumacher nach vorne, dahinter kamen Shwartzman, Guanyu Zhou und Felipe Drugovich ins Ziel.

So lief es für Mick Schumacher: Die alternative Strategie brachte Mick Schumacher letztlich nur einen Platz nach vorne im Vergleich zur Startposition. Trotz einiger Führungsrunden konnte Schumacher kaum Kapital aus den frischen weichen Reifen in der Schlussphase schlagen. Mit Platz sieben holt er immerhin den zweiten Startplatz für das Sprintrennen am Sonntag.


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