Fünf Mal hat Michael Schumacher bereits den Großen Preis von Monaco gewonnen. Ob ihm dieses Wochenende der sechste Streich gelingt, konnte der Deutsche nicht beantworten. "Es ist nicht einfach die Situation richtig einzuschätzen, wenn man sich den Unterschied zwischen China und Barcelona ansieht. Wenn man auf Barcelona blickt, dann sind wir nicht in der Lage zu gewinnen. Wenn wir auf China blicken, da war Nico [Rosberg] ziemlich nah an den Top-Teams dran", sagte Schumacher.

"Keiner weiß wie es auf dieser Strecke aussehen wird, denn das ist eine komplette andere Strecke als wir bisher gefahren sind. Deshalb sind Prognosen nicht möglich", fuhr er fort. Dennoch freut sich der Mercedes GP-Pilot auf das Wochenende. "Monaco ist eine interessante Strecke. Für uns Fahrer ist sie eine echte Herausforderung. Das ist schon eine Ironie. Eigentlich sprechen wir Fahrer uns immer für die Sicherheit aus und dann kommen wir hierher. Aber es macht Spaß hier zu fahren", sagte Schumacher.

Im Gegensatz zu der Konkurrenz resigniert der Deutsche angesichts des Qualifyings nicht. Er kennt die Problematik aus den Jahren 1994/95 als 26 Autos auf der Strecke fuhren. "In der Vergangenheit war es normal, dass der Unterschied zwischen dem Ersten und dem Letzten fünf bis sechs Sekunden betrug. Jetzt ist er Kampf viel enger, was die Rundenzeit angeht", sagte der Deutsche.

"Aktuell haben wir 24 Autos auf der Strecke und die Strecke ist nur 3,6 Kilometer lang. Wenn man die Länge der Strecke durch die Anzahl der Autos dividiert, dann kommt man auf ein Auto alle 200 Meter - das ist nicht viel für ein Qualifying", fuhr er fort. Das sei auch der Grund gewesen, weshalb die GPDA im Vorfeld die Aufteilung des Q1 gefordert hatte.

"Wir wollten Q1 in zwei Gruppen teilen und jeder Gruppe zehn Minuten auf der Strecke geben, aber einige Teamchefs sahen ihre Chance und sprachen sich dagegen aus. Jetzt müssen wir klarkommen", meinte Schumacher. Die Gefahr sei dadurch nicht größer als sonst. "Ich glaube jeder ist vernünftig genug, aber es wird ein Lotteriespiel", so 41-Jährige.