Was habt ihr hier für ein Wunder vollbracht?
Willy Rampf: Wir haben kein Wunder vollbracht, sondern gestern schon gesehen, dass wir soweit dabei sind. Wir haben noch am Setup und an der optimalen Reifenausnutzung gearbeitet; das ist hier doch ein Schlüsselfaktor. Man muss auch sagen, dass beide Fahrer während des gesamten Qualifyings eine sehr gute und eine konstante Leistung gezeigt haben, womit sie das Optimum aus dem Auto geholt haben. P3 ist mehr als wir uns erwartet hätten, nachdem ein paar Top Teams gar nicht in Q3 gekommen sind. Das ist eine riesige Bestätigung für das Team, nach ein paar doch schwierigen Wochen. Jeder hat kontinuierlich an dem weitergearbeitet, das wir uns für dieses Jahr zum Ziel gesetzt haben. Das war eine sehr schöne Bestätigung.

Ist das jetzt richtungweisend oder muss man erst vorsichtig sein und sagen, dass hier auch einiges zusammengespielt hat?
Willy Rampf: Hier haben wir sicher ziemlich das Optimum am Auto gefunden und auch bei der Reifenausnutzung und so weiter. Ich glaube nicht, dass das bis zum Ende der Saison so bleibt, auch wenn es natürlich sehr schön wäre. Für uns ist es aber eine Bestätigung, dass der Weg, den wir eingeschlagen haben, der richtige ist. Wir werden für den Rest der Saison auch dabei bleiben.

Müsst ihr auf die Gewichtsliste warten, um euch einschätzen zu können oder wisst ihr, dass keine große negative Überraschung mehr wartet?
Willy Rampf: Die Gewichtsliste wird mich nicht enttäuschen.

Das ist schon recht vielsagend. Das heißt also, es geht morgen aufs Podest? Die Longruns sahen ja gut aus.
Willy Rampf: Ich denke, es ist absolut realistisch, dass wir einen Fahrer aufs Podest bringen.

Nur einen oder sogar beide?
Willy Rampf: Das wäre natürlich noch besser, aber man muss Realist bleiben. Die Autos vorne sind sehr nahe beisammen.

Was sagst du zu Fisichella auf Pole?
Willy Rampf: Das freut mich riesig, nachdem ich ihn früher als Fahrer einmal hatte. Er hat sicher auch schwierige Zeiten in seiner Karriere durchlebt und ich gönne ihm das von Herzen.

Wird es da nachher interessant, das Gewicht zu sehen?
Willy Rampf: Ja, da schon, das sicher. Aber egal, wie es kommt, er war über das ganze Qualifying schnell und ich gönne ihm die Pole Position. Natürlich hätte ich sie gerne selber, aber lieber er als wer anderer.