Formel 1

Räikkönen fliegt ab - 3. Freies Training

Kein guter Beginn für den zweiten Tag des Ferrari-Heimspiels: Kimi Räikkönen begrub seinen Ferrari im 3. Training unter dem Reifenstapel.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Zwanzig Minuten gaben die Top-Vier den anderen Fahrern die Gelegenheit, sich im 3. Freien Training ins Bild zu bringen. Abgesehen von einem Dreher von Ralf Schumacher blieben die Anfangsminuten jedoch entspannt. Dann wollten die Top-Stars zuschlagen: Lewis Hamilton eröffnete, Fernando Alonso zog nach und die Ferrari-Piloten gingen ebenfalls auf ihre ersten gezeiteten Runden.

Nur sollte der F2007 von Kimi Räikkönen von dieser Runde nicht aus eigener Kraft zurückkommen. Räikkönens Ferrari brach aus, das Auto schlug erst rechts in der Mauer, dann geradeaus in den Reifenstapeln ein, in welche er sich tief hineinbohrte. Der Finne konnte sich aus eigener Kraft aus dem Wrack befreien und wurde vom Medical Car direkt in seiner Box abgeliefert. Was den Unfall verursacht hat und ob Ferrari den Motor retten kann, steht noch nicht fest. Für Räikkönen blieb der Unfall ohne Folgen. Er wurde medizinisch untersucht und wird am Qualifying teilnehmen.

In den letzten 15 Minuten durften die Piloten noch einmal auf die Strecke. Der Schlussspurt begann mit einem kleinen Missverständnis der McLaren-Piloten, die sich beinahe gegenseitig von der Strecke drängten. In der Zeitenliste blieb McLaren vorne. Alonso war in 1:22.054 anderthalb Zehntel schneller als Hamilton. Der beste Verfolger saß in einem roten Auto. Felipe Massa fehlte jedoch eine halbe Sekunde auf die Silberpfeile. Kimi Räikkönen wird im unteren Bereich des Ergebnisses gelistet, da er bis zu seinem Unfall erst drei Runden absolviert hatte. Dennoch reichte seine Zeit, um mit knapp 2,4 Sekunden Rückstand Platz 19 zu belegen.

Erst in den Schlussminuten setzte Nick Heidfeld ein weiß-blaues Ausrufezeichen. Er war zwar acht Zehntel langsamer als Alonso, kam aber bis auf drei Zehntel an Massa heran. Sein Teamkollege Robert Kubica belegte hinter ihm Position 5. Dahinter meldeten beide Williams Ansprüche auf ein gutes Ergebnis an. Nico Rosberg und Alex Wurz ließen beide Werks-Toyota hinter sich. Jarno Trulli wurde als bester Toyota-Mann Achter. Ralf Schumachers Zeit reichte nur für Rang 18. Viel besser verlief der Vormittag für Sebastian Vettel, der als 13. an den Top10 knabberte. Der fünfte aktive Deutsche, Adrian Sutil, komplettierte das Feld auf dem 22. Rang.


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