Das Positive vorweg: Nach dem zweiten Grand Prix der Saison steht fest, dass der RBR3 nicht so schlecht ist, wie man es noch im Winter befürchten musste. Das Auto aus der Feder von Adrian Newey ist anscheinend doch die Eintrittskarte für das hart umkämpfte Mittelfeld, aus dem man sich 2006 verabschiedet hatte. Allerdings wäre heute mehr als ein zehnter Platz von Mark Webber drin gewesen, auch wenn der Australier selbst behauptete, dass das "ungefähr das war, was wir uns vor dem Rennen erhofft haben."

Denn der Australier startete als einer der wenigen Piloten mit der harten Reifenmischung - ein Fehler, wie Teamchef Christian Horner zugab: "Mark startete in einer guten Position, aber er verlor direkt einen Platz in der ersten Runde. Es sah so aus, als wäre er dafür bestraft worden, dass er im Gegensatz zu allen seinen Konkurrenten am Anfang auf den harten Reifen unterwegs war", fand der RBR-Teamchef. "Im letzten Abschnitt konnte er mit der weichen Mischung zwar noch bis auf eine halbe Sekunde auf Wurz heranfahren, aber er ist nicht mehr nah genug dran gekommen um ihn zu überholen." Schon bei beim Qualifying hatte man sich zu Webbers Ungunsten verspekuliert, als man ihn in Erwartung von Regen zu früh in seine schnelle Runde schickte. Mark Webber selbst war dennoch ganz zufrieden. "Das ist ein harter Grand Prix hier in Malaysia. Für das Team war das ein großer Test und wir haben ein Auto ins Ziel gebracht. Es gibt also viel Positives, lautete sein Fazit.

Das Fazit von David Coulthard war sicher nicht ganz so positiv. Denn an elfter Stelle liegend musste der Schotte sein Auto 20 Runden vor Schluss abstellen. Das Bremspedal hatte sich mit der Lenkstange verhakt. "Ich konnte nicht mehr richtig bremsen und nicht mehr richtig lenken. So blieb mir nichts anderes übrig, als in die Box zu fahren", erklärte der Routinier.