Jarno Trulli kann nicht wirklich zufrieden auf die Saison 2006 zurückblicken. Kein einziges Mal hat der Italiener das Podium besuchen dürfen und Platz zwölf in der Fahrerwertung war sicher auch schlechter, als er sich erwartet hatte. Dennoch ist der Toyota-Pilot guten Mutes, wenn er auf die kommende Saison blickt.

"Ferrari hatte im Vorjahr auch eine katastrophale Saison, wenn man sie mit der davor vergleicht. Wir hatten wegen des Wechsels von Michelin- auf Bridgestone-Reifen Probleme", meinte Trulli gegenüber der Gazetta dello Sport. Natürlich gab er auch zu, dass es ebenfalls Schwierigkeiten mit der Zuverlässigkeit des Motors gab, er meinte aber "der Motor am Ende der Saison war konkurrenzfähig und zuverlässig." Er glaubt sogar, dass er ohne Problem in Brasilien als Zweiter ins Ziel hätte kommen können.

Gerade auch deswegen ist er für das kommende Jahr in recht guter Stimmung, außerdem hat er noch einen anderen Grund, der ihn an bessere Zeiten glauben lässt. "Ich hoffe, die Geburt meines Sohnes Marco erweist sich als Zeichen eines Schicksalswechsels für mich. Ich kann es nicht erwarten, wieder auf das Podium zu kommen." An das Potential des Toyotas glaubt er jedenfalls auch wenn er der Meinung ist, dass man noch etwas schneller werden könnte.

Als Favorit für das nächste Jahr sieht Trulli die Ferrari. Er leitet das daraus ab, wie das Team das Jahr beendet hat. Ohne Michael Schumachers Motorplatzer in Suzuka und den Reifenschaden in Sao Paulo waren die Leistungen auch durchaus ansprechend. "Wer auch immer für sie fährt, wird einen großen Vorteil haben", meinte Trulli, "Ich denke nicht, dass der Abschied von Schumacher und Brawn die Dinge sehr verändern wird. Ferrari hat von Schumacher das Beste bekommen, aber ich weiß nicht, warum er zurückgetreten ist oder warum Räikkönen ausgewählt wurde. Es gibt viele Fragen, aber nur wenige Antworten. Das ist aber mit Massas Siegen genauso."