Es wäre ja noch schöner, wenn die Fahrer am Freitag mit ihren Runden geizen könnten und dann trotzdem nichts mehr zu tun hätten. Dass es nicht so ist bestätigte Tonio Liuzzi nach den ersten beiden Trainings in Monza: "Mit dem Auto ist alles in Ordnung, was wir auch erwartet hatten, nachdem wir hier vergangene Woche drei Tage getestet haben. Aber, um ehrlich zu sein, es gibt immer noch Arbeit im freien Training morgen, um im bestmöglichen Zustand für das Qualifying und das Rennen zu sein."

Für Scott Speed liegt die bevorstehende Arbeit vor allem im Studium der vorhandenen Daten, aber rein vom Gefühl her, war er mit dem Tag nicht unzufrieden. "Ich denke, das Auto fühlt sich heute besser an als letzte Woche, als ich eineinhalb Tage zum Testen hier war. Es fühlt sich generell stabiler an."

Der, der wirklich auch am Freitag schon gearbeitet hatte war Neel Jani. Der Schweizer fuhr am Nachmittag 32 Runden und damit die meisten im Feld. "Am Nachmittag habe ich die üblichen Simulations-Läufe im Renntrim gemacht: Ich denke, ich hatte genügend Benzin an Board, um in die Schweiz zu fahren und wieder zurück", meinte Jani, der nach seinen Aussagen vor allem mit dem Grip zu kämpfen hatte. Mit ein bisschen Arbeit von Seiten seiner Kollegen Speed und Liuzzi am Samstag, lässt sich das aber sicher korrigieren.