Dominic Harlow ist der Chefrenn- und Testingenieur bei Midland. Von daher darf man ihn ruhigen Gewissens als schlaues Köpfchen bezeichnen. Dieser Rolle wurde er nach dem Freitagstraining absolut gerecht: "Wie erwartet war es ein ruhiger Morgen", sagte er über den kaum existenten Fahrbetrieb nach dem ausgiebigen Monza-Test aller Teams. "Am Nachmittag gab es etwas mehr zu tun."
Dabei sehen Johnny Herbert und Tiago Monteiro das Team auf dem "richtigen" Weg. Arbeitslos sind die Midland-Mannen deshalb aber noch lange nicht: "Die Jungs glauben, dass sie die Balance noch verbessern können", enthüllte Herbert. "Das ist positiv, da sie dadurch heute Nacht etwas zu tun haben." Wäre ja noch schöner, wenn Johnnys Angestellte sich auf die faule Haut legen könnten...
Die Mechaniker von Christijan Albers hätten sich nach drei Motorschäden an den letzten drei Rennwochenenden aber durchaus eine Pause verdient. "Diesmal erlebten wir einen normalen Freitag", sagte der Niederländer. "Der Motor fühlte sich stark an und es gab keine nennenswerten mechanischen Probleme." Also immerhin etwas. Tiago Monteiro war sogar noch zuversichtlicher: Er glaubt, dass er noch schneller hätte sein können, wenn er auf seiner schnellsten Runde nicht im Verkehr aufgehalten worden wäre. "Das gibt uns für morgen viel Zuversicht."
Die wird man auch brauchen, denn Teamboss Colin Kolles ist nicht ganz so optimistisch: "Monza ist nicht gerade die ideale Strecke für unser Auto - ehrlich gesagt, könnten wir etwas mehr Top-Speed gebrauchen." Aber für wen gilt das in Monza oder sonst überall nicht?



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