Wenn Teams sich selbst huldigen, ist das nur selten überraschend, aber wenn Fahrer ihren Gegnern ein gutes Zeugnis ausstellen, schon eher. Ferrari hatte zwar zwei von drei inoffiziellen Bestzeiten bei den Tests in Monza, was McLaren-Pilot Pedro de la Rosa anschließend zu Marca sagte, erstaunte dann doch: "Ich glaube, dass Ferrari noch ein paar Zehntel übrig hat. Ich denke nicht, dass sie ihre Karten verstecken, aber wenn ich mir die Zeiten anschaue, glaube ich, dass sie schneller sein können als alle Michelin-Fahrzeuge."

Um mit seinem Lob für die Konkurrenz noch weiter fortzufahren, ging De la Rosa auch noch auf die Leistung von Renault ein: "Renault war in Monza sehr gut. Sie machen gute Sachen. Wir haben uns jetzt ziemlich verbessert, aber sie sind immer noch einen Schritt vor uns. Sie haben immer noch drei oder vier Zehntel pro Runde." Damit sieht der Spanier seine Mannschaft anscheinend hinter den beiden WM-Rivalen um Fahrer- und Konstrukteurs-Titel. Tiefstapeln ist eben auch eine Kunst. Wie es wirklich aussieht wird dann das Renn-Wochenende in Monza zeigen.