Nach exakt 30 Jahren Wartezeit kehrt der Formel 1-Tross im nächsten Jahr nach Fuji zurück. In den Jahren 1976 und 1977 fanden zu Fuße des Mount Fuji die ersten beiden Großen Preise von Japan statt - ab der Saison 2007 steigt der Japan GP auf dem rundum erneuerten Fuji International Speedway.
Für die Umbauarbeiten verantwortlich zeichnete der Paradestreckenarchitekt der Königsklasse Hermann Tilke. Auf einem Gesamtgebiet von zwei Quadratkilometern errichtete er eine 4,563 Kilometer lange Rennstrecke mit 6 Links- sowie 10 Rechtskurven. Die Streckenbreite von 15-25 Metern soll Überholmanöver ebenso erleichtern, wie die längste der insgesamt acht Geraden, die immerhin 1,475 Kilometer Länge aufweist.
Wie es sich für eine neue Rennstrecke gehört, bietet der FSW eine moderne Boxenanlage, großzügige Auslaufzonen und eine Gesamtkapazität von 120.000 Zuschauern; allein auf der Haupttribüne finden 22.288 Fans Platz.
Bereits bestens vertraut mit der Strecke ist MF1-Testfahrer Adrian Sutil. Der Deutsche hat in der japanischen Formel 3-Meisterschaft schon zwei Läufe auf dem Fuji Speedway bestritten und kehrt am vorletzten Rennwochenende noch einmal dorthin zurück. Wer wäre also besser geeignet, um Ihnen den Kurs näher zu bringen? "Ich mag Fuji sehr", verriet Adrian im Gespräch mit motorsport-magazin.com. "Immerhin habe ich hier schon gewonnen."
Die Strecke hat es ihm aber auch so angetan: "Es ist eine moderne und schnelle Strecke. Sie ist technisch sehr anspruchsvoll. Besonders der letzte Streckenabschnitt ist sehr schwer." Im letzten Sektor wird die ansonsten sehr flüssige Strecke vor allem von anspruchsvollen, lang gezogenen Kurven geprägt, in denen man das Auto extrem rollen lassen muss. Das Auto reagiert in diesem Sektor sehr nervös, weshalb es sehr wichtig ist beim Setup einen Kompromiss zwischen Topspeed und Kurvengrip zu finden.
"Mit Suzuka kann man die Strecke jedoch nicht vergleichen", möchte Adrian keinen Vergleich zum aktuellen Austragungsort des Japan GP ziehen. "Suzuka ist eine ältere Strecke und die Streckenführung ist einzigartig; besonders die Esses im ersten Sektor sind toll zu fahren."
Das typische Erkennungsmerkmal des Fuji Speedway ist die extrem lange Gerade, selbst mit einem Formel 3-Auto erreicht man dort Geschwindigkeiten von bis zu 270 km/h. "Fuji ist eine sehr schnelle Strecke mit einer unglaublich langen Geraden. Dort ist es wichtig mit so wenig Downforce wie möglich zu fahren", bestätigt Adrian. "Suzuka ist zwar ebenfalls eine schnelle Strecke, allerdings braucht man dort sehr viel Downforce."



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